Bernd Riexinger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bernd Riexinger (2014)

Bernd Riexinger (* 30. Oktober 1955 in Leonberg) ist ein deutscher linksgerichteter Politiker und Gewerkschaftssekretär. Er war Mitglied der WASG und ist Mitglied von deren Nachfolgepartei Die Linke, wo er seit dem 2. Juni 2012 - zuletzt 2014 bestätigt - in einer Doppelspitze mit Katja Kipping als Parteivorsitzender amtiert.[1]

Riexinger steht der Sozialistischen Linken nahe, einer gewerkschaftsnahen und linkssozialistischen Parteiströmung, und wird deshalb zum linken Flügel gezählt. Er selbst ist nicht Mitglied des Bundestages, gehört aber aufgrund seines Amtes als Vorsitzender dem Vorstand der Linksfraktion beratend an.

Bernd Riexinger (2013)

Leben[Bearbeiten]

Riexinger entstammt nach eigenen Angaben einem Arbeiterhaushalt. Als überzeugter Pazifist hat er den Wehrdienst verweigert.[2] Riexinger wurde nach der Haupt- und Handelsschule zum Bankkaufmann ausgebildet.[3] Danach arbeitete er bis 1980 in diesem Beruf. Von 1980 bis 1990 war er freigestellter Betriebsrat bei der Leonberger Bausparkasse.

Seit 1991 ist er Gewerkschaftssekretär. Riexinger ist ein Mitglied der Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken und beteiligt sich an der Sozialforumsbewegung in Deutschland. Riexinger war Geschäftsführer des Bezirks Stuttgart der Gewerkschaft ver.di sowie Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der Partei Die Linke in Baden-Württemberg. Zuvor war er Mitglied des Interimslandesvorstands der Partei Die Linke in Baden-Württemberg und davor Mitglied des geschäftsführenden Landesvorstands der Partei WASG in Baden-Württemberg.

Riexinger gehörte 2003 zu den Initiatoren von Protesten gegen die Agenda 2010 der damaligen Bundesregierung.

Am 30. Mai 2012 gab Riexinger seine Kandidatur für den Bundesvorsitz der Partei Die Linke bekannt[4] und wurde am 2. Juni 2012 mit 53,5 % der Stimmen zum Bundesvorsitzenden, neben Katja Kipping, gewählt. Er setzte sich dabei gegen Dietmar Bartsch durch.[5][6]

Im Juni 2015 wurde er als Spitzenkandidat der Partei Die Linke für die baden-württembergische Landtagswahl im März 2016 nominiert.[7]

Politische Positionen[Bearbeiten]

Riexinger fordert Asyl für den Whistleblower Edward Snowden.[8]

Veröffentlichungen und Reden (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernd Riexinger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Katja Kipping und Bernd Riexinger gewählt Der Tagesspiegel, 2. Juni 2012
  2. "Ich war nie ein Zögling von Lafontaine"
  3. Bernd Riexinger: Auswege aus der politischen Krise der Gewerkschaften (PDF; 51 kB), in: UTOPIE kreativ, H. 111 (Januar 2000), S. 52-56
  4. Bernd Riexinger kandidiert für Bundesvorsitz. Stuttgarter Zeitung, 30. Mai 2012
  5. Kipping und Riexinger führen tief zerstrittene Linke Spiegel Online, 2. Juni 2012. Abgerufen am 3. Juni 2012
  6. Wahl des Parteivorstandes. Die Linke, 2. Juni 2012
  7. Riexinger wird Spitzenkandidat im Südwesten neues deutschland vom 19.Juni 2015
  8. http://www.focus.de/politik/deutschland/regierung-auf-die-spruenge-helfen-linken-chef-bundestag-soll-snowden-asyl-erzwingen_aid_1147566.html