Berndorf (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Berndorf
Berndorf (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Berndorf hervorgehoben
Koordinaten: 50° 18′ N, 6° 42′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Vulkaneifel
Verbandsgemeinde: Hillesheim
Höhe: 485 m ü. NHN
Fläche: 9,14 km2
Einwohner: 515 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54578
Vorwahl: 06593
Kfz-Kennzeichen: DAU
Gemeindeschlüssel: 07 2 33 005
Adresse der Verbandsverwaltung: Burgstraße 6
54576 Hillesheim
Webpräsenz: www.berndorf-vulkaneifel.de
Ortsbürgermeister: Egon Klaes
Lage der Ortsgemeinde Berndorf im Landkreis Vulkaneifel
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Über dieses Bild
Berndorf (Eifel), Luftaufnahme (2015)
Wehrkirche
Berndorf (Eifel), Wehrkirche
Berndorf (Eifel), Pfarrkirche St. Peter (Im Vordergrund)

Berndorf ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Vulkaneifel in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Hillesheim an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Berndorf liegt zwischen Hillesheim und Kerpen südwestlich von Kerpen im Naturpark Vulkaneifel. Zu Berndorf gehört auch der Wohnplatz Schwalbenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde im Jahre 1121 erstmals urkundlich erwähnt als Graf Theoderich von Ahr das Kloster Steinfeld an den Kölner Erzbischof Friedrich I. abtrat. Die Besitzungen des Klosters, die Hälfte des Dorfes „Berendorp“ mit der Pfarrkirche und dem ganzen Zehnten, wurden von Papst Innozenz II. (1130–1143) sowie im Jahre 1087 vom Kölner Erzbischof Philipp I. von Heinsberg bestätigt.[3] Nach dem Liber valoris gehörte die Pfarrei „Berindorp“ zum kölnische Eifeldekanat.

Seit 1352 gehörte Berndorf („Berendorf“) landesherrlich zum Kurfürstentum Trier und zum kurtrierischen Amt Hillesheim. Nach einer „eidlichen Kundschaft“ zweier Amtmänner zu Hillesheim aus dem Jahre 1379 übten auch die Markgrafen von Jülich ihre Rechte in „Berendorf“ aus.

Im Zusammenhang mit der Französischen Revolution kam die Region 1794 unter französische Verwaltung und gehörte von 1798 an zum Kanton Daun im Saardepartement.

Nachdem das Rheinland im Jahre 1815 aufgrund der Verträge des Wiener Kongresses an das Königreich Preußen kam, gehörte Berndorf zur Bürgermeisterei Kerpen im 1816 neu geschaffenen Kreis Daun, seit 22. Juni 1822 zur preußischen Rheinprovinz und von 1871 bis 1918 zum Deutschen Kaiserreich.

Im Zuge der kommunalen Neuordnung von Rheinland-Pfalz kam der Ort 1968 zur Verbandsgemeinde Hillesheim.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Berndorf, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 269
1835 353
1871 370
1905 392
1939 424
Jahr Einwohner
1950 450
1961 484
1970 486
1987 465
2005 535

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Berndorf besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Berndorf
Blasonierung: „Gespaltener Schild, vorn ein rotes Kreuz auf silbernem Grund; hinten ein goldener Schlüssel mit abgewendetem Bart auf rotem Grund.“[6]
Wappenbegründung: Das rote Kreuz auf silbernem Grund steht für die frühere Landesherrschaft von Kurtrier, in Berndorf, das zum kurtrierischen Amt Hillesheim gehörte. Der goldene Schlüssel auf rotem Grund ist das Attribut des Heiligen Petrus und nimmt dadurch Bezug auf den Pfarrpatron des Ortes.

Das Wappen wurde am 7. August 1961 vom Innenministerium Rheinland-Pfalz genehmigt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ortsbild wird geprägt von der romanischen Wehrkirche. Die daneben erbaute Pfarrkirche St. Peter stammt aus dem Jahr 1927.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Berndorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Friedrich Josef Schütz (später auch Anton Schutz; * 19. April 1894 in Berndorf; † 6. Oktober 1977 in Scarsdale, New York), Künstler in New York, Vereinigte Staaten

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort gab dem Schriftsteller Michael Preute die Inspiration für den Nachnamen seines Pseudonyms „Jacques Berndorf“.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Berndorf (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 72 (PDF; 2,3 MB)
  3. Philipp de Lorenzi: Beiträge zur Geschichte sämtlicher Pfarreien der Diöcese Trier, 1887, S. 267 (Online-Ausgabe bei dilibri)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  6. Wappenbeschreibung auf der Seite der Verbandsgemeinde Hillesheim