Berner Zeitung

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Berner Zeitung
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Beschreibung Schweizer Tageszeitung
Verlag Espace Media AG, Bern
(Teil des Tamedia-Konzerns, Zürich)
Erstausgabe 3. Januar 1979
Erscheinungsweise werktäglich
Verkaufte Auflage
(WEMF-Auflagebulletin 2017, inkl. Kopfblätter[1])
92'963 (Vj. 97'480) Exemplare
Verbreitete Auflage (WEMF-Auflagebulletin 2017, inkl. Kopfblätter) 94'501 (Vj. 100'088) Exemplare
Reichweite (WEMF Total Audience 2017-1; inkl. Bund[2]) 0,341 (Vj. 0,339) Mio. Leser
Chefredaktor Peter Jost
Herausgeber Pietro Supino
Weblink bernerzeitung.ch

Die Berner Zeitung (BZ) ist die drittgrösste abonnierte Tageszeitung der Schweiz und die grösste Tageszeitung für den Kanton Bern. Die Kernkompetenz der Regionalzeitung ist die ausführliche Berichterstattung aus der Region und über Sportereignisse. Die Berner Zeitung erscheint in den drei Regionalausgaben BZ Berner Zeitung, Ausgabe Stadt und Region Bern, BZ Emmental und BZ Langenthaler Tagblatt sowie mit einer gemeinsamen Mantelberichterstattung mit dem Berner Oberländer und dem Thuner Tagblatt. Sie gehört der Zürcher Tamedia, Verleger ist Pietro Supino. 2012 starb der damalige Verleger Charles von Graffenried.[3]

Die Berner Zeitung (mit den drei Regionalausgaben sowie den Kopfblättern Berner Oberländer und Thuner Tagblatt) erzielte 2017 eine WEMF-beglaubigte Auflage von 92'963 (Vj. 97'480) verkauften bzw. 94'501 (Vj. 100'088) verbreiteten Exemplaren[1] und erreicht zusammen mit dem Bund aus dem gleichen Verlag eine Reichweite von 341'000 (Vj. 339'000) Lesern.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals erschienen ist die Berner Zeitung am 3. Januar 1979. Die Geschichte der im Volksmund «BZ» genannten Zeitung reicht aber bis in das Jahr 1834 zurück, 1835 erschien sie erstmals als Wochenblatt und von 1845 bis 1894 als Tageszeitung mit Jakob Stämpfli als erstem Herausgeber und Redaktor.

Im Stammbaum lassen sich im Wesentlichen vier Hauptlinien verfolgen, welche die Ursprünge der heutigen Berner Zeitung darstellen: das Berner Tagblatt (1888), das 1922 die Berner Landeszeitung (vormals Intelligenzblatt für die Stadt Bern, gegründet 1834) übernahm, die Emmenthaler Nachrichten (1883, ab 1914 Emmentaler Nachrichten, ab 1959 Bernische Tages-Nachrichten, ab 1963 nur noch Tages-Nachrichten), das Dorfblatt von Langnau (1844, ab 1855 Emmenthaler Blatt) und die Neue Berner Zeitung (1919). Aus der Fusion des Emmenthaler Blatts und der Neuen Berner Zeitung entstand 1973 die Berner Zeitung. Diese schloss sich 1977 mit den Tages-Nachrichten zu den Berner Nachrichten zusammen. Aus der Fusion der Berner Nachrichten und dem Berner Tagblatt entstand 1979 die heutige Berner Zeitung.

Der erste Chefredaktor war Peter Schindler, der die Redaktion von 1979 bis 1982 leitete. Auf ihn folgten Urs P. Gasche (1982–1985), Ronald Roggen (1985–1986), Beat Hurni (1987–1996) und Andreas Z’Graggen (1996–2005). Zwischen 2006 und 2009 leiteten Markus Eisenhut und Michael Hug die Redaktion gemeinsam.[4] Nach dem Wechsel von Eisenhut zum Tages-Anzeiger war Michael Hug alleiniger Chefredaktor. Ende 2013 hat er die Chefredaktion an Peter Jost abgegeben.[5]

Zu Beginn des Jahres 2001 wurden das Thuner Tagblatt und der Berner Oberländer zu Kopfblättern der Berner Zeitung. Im Herbst desselben Jahres wurde mit dem Solothurner Tagblatt eine weitere Regionalausgabe lanciert; sie wurde 2009 aus wirtschaftlichen Gründen wieder eingestellt.[6] Seit 2001 lieferte die Berner Zeitung den Freiburger Nachrichten und dem Bieler Tagblatt und seit 2014 den «Zürcher Regionalzeitungen» zudem die überregionalen Seiten.

Im Dezember 2011 kündigte Espace Media an, die Splitausgabe Oberaargau und das Langenthaler Tagblatt, das sie von der AZ Medien AG übernommen hatte, zusammenführen zu wollen. Die erste Ausgabe der BZ Langenthaler Tagblatt wurde am 2. Juli 2012 veröffentlicht.[7]

Am 23. August 2017 gab Tamedia bekannt, dass ab dem 1. Januar 2018 nur noch je eine deutsch- und eine französischsprachige Redaktion den internationalen/nationalen Mantel (Inland, Ausland, Wirtschaft und Sport) für die Tages- und Sonntagszeitungen von Tamedia erstellen werden. Chef der deutschsprachigen Mantelredaktion wird der Chefredaktor von Tages-Anzeiger/SonntagsZeitung Arthur Rutishauser (er gibt die Chefredaktion des Tages-Anzeigers ab, bleibt aber Chefredaktor der SonntagsZeitung). Die einzelnen Zeitungstitel sollen ihre Redaktionen und Chefredaktoren behalten, Peter Jost bleibt Chefredaktor der Berner Zeitung. Die Reorganisation, zu welcher der starke Rückgang der Werbeumsätze geführt hat, soll laut Tamedia zu keinen Entlassungen führen.[8][9]

Zeitungstitel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Haslebacher: BZ – eine Berner Erfolgsgeschichte. Vom Berner Tagblatt zur Espace Media Groupe. Benteli, Wabern 2004, ISBN 3-7165-1347-4.
  • Dr. R. Th. Weiss: Glückwunsch für eine Hundertjährige. Entwicklung der AG Berner Tagblatt von der Zeitung bis zur Holding. Bugra Suisse Buechler Grafino, Wabern 1988, ISBN 3-7170-0216-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b WEMF-Auflagebulletin 2017, S. 10 (PDF; 640 kB).
  2. a b WEMF Total Audience 2017-1, S. 6 (PDF; 1 MB).
  3. Gründer Charles von Graffenried verstorben. In: persoenlich.com. 10. Juni 2012.
  4. Berner Zeitung: Michael Hug neuer Chefredaktor. In: persoenlich.com. 1. Dezember 2005.
  5. Peter Jost wird neuer Chefredaktor der BZ Berner Zeitung – Adrian Zurbriggen neuer stellvertretender Chefredaktor. In: Medienmitteilung der Espace Media vom 26. August 2013 (PDF; 13,63 kB)
  6. «Solothurner Tagblatt»: Abschied nach acht Jahren. In: persoenlich.com. 25. September 2009.
  7. Zusammenführung BZ Berner Zeitung und Langenthaler Tagblatt. In: Medienmitteilung der Espace Media vom 25. Mai 2012 (PDF; 9,62 kB).
  8. Tamedia: neue Organisation der Zeitungsredaktionen und Wachstumsinitiativen. Tamedia. 23. August 2017.
  9. Umbau bei Tamedia. Zwei konzentrierte Tamedia-Redaktionen ab 2018. In: persoenlich.com. 23. August 2017.
  10. Zeitungen: Solothurner Tagblatt. In: Geschäftsbericht 2009 der Tamedia, S. 17 (PDF; 3,99 kB).