Bernex GE
| GE ist das Kürzel für den Kanton Genf in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Bernex zu vermeiden. |
| Bernex | |
|---|---|
| Staat: | |
| Kanton: | |
| Bezirk: | keine Bezirkseinteilung |
| BFS-Nr.: | 6607 |
| Postleitzahl: | 1233 |
| UN/LOCODE: | CH BNX |
| Koordinaten: | 494035 / 113730 |
| Höhe: | 445 m ü. M. |
| Höhenbereich: | 369–510 m ü. M.[1] |
| Fläche: | 12,95 km²[2] |
| Einwohner: | 11'112 (31. Dezember 2024)[3] |
| Einwohnerdichte: | 858 Einw. pro km² |
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 23,5 % (31. Dezember 2024)[4] |
| Website: | www.bernex.ch |
Bernex GE | |
| Lage der Gemeinde | |
Bernex ist eine politische Gemeinde des Kantons Genf in der Schweiz.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bernex befindet sich westlich des Ballungsraums Genf und grenzt im Norden an die Rhone. Die Gemeinde grenzt an Aire-la-Ville, Cartigny, Laconnex, Soral, Perly-Certoux, Confignon und Onex.
Höchster Punkt ist der Signal de Bernex, welcher mit 510 m ü. M. der zweithöchste Punkt des Kantons ist. Die beiden wichtigsten Flüsse sind die Rhone, die die Grenze zu Vernier und Satigny bildet, und die Aire, welche die Grenze zu Perly-Certoux bildet.
Gemeindegebiet
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das 12,95 km2 große Gemeindegebiet umfasst zu einem grossen Teil (58,9 %) landwirtschaftliche Flächen, weitere 16,5 % sind Waldflächen. Wohn- und Infrastrukturflächen machen 21,3 % der Gesamtfläche aus, die letzten 3,3 % sind unproduktive Flächen.
Zur Gemeinde am linken Rhoneufer gehören die Weiler Chèvres, Loëx, Sézenove die Wüstung Vuillonnex und das Dorf Lully.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Name "Bernex" stammt aus dem Keltischen "Brenay". Die Kelten besetzten das Gebiet Bernex eine lange Zeit, da die Wasserläufe natürliche Grenzen bildeten, letztendlich wurden sie jedoch durch die Römer ersetzt.[5]
Bernex gehörte zu dem 1814 mit Genf vereinigten sardinischen Territorium. Hier wurden die Genfer 1590 von den savoyischen Truppen unter Karl Emmanuel I. besiegt.[6]
Die Gemeinde wurde 1793 unter dem Namen Bernex-Onex-Confignon gebildet. 1850 erfolgte die Trennung von den heutigen Gemeinden Onex und Confignon.
In Bernex wird heute noch viel Landwirtschaft, vor allem Rebbau, betrieben.
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung | |||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1860 | 1900 | 1960 | 1970 | 1980 | 2000 | 2010 | 2012 | 2014 | 2015 | 2016 | 2017 | 2022 |
| Einwohner | 986 | 1004 | 1679 | 3870 | 8005 | 9076 | 9636 | 9640 | 9813 | 9932 | 10045 | 10014 | 10464 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Legislative – Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die gesetzgeberische Gewalt wird durch den Munizipalrat (Conseil municipal) wahrgenommen. Er zählt 25 Sitze und wird alle fünf Jahre direkt vom Volk im Proporzwahlverfahren mit einer 7-Prozent-Hürde gewählt. Der Munizipalrat bestimmt das Stadtbudget und stimmt über Vorlagen der Stadtregierung (Conseil administratif) ab. Ausserdem kann er selber Vorstösse lancieren. Die oben stehende Grafik zeigt die Sitzverteilung nach den letzten Gemeindewahlen vom März 2025.[7]
Exekutive – Gemeinderegierung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinderegierung (Conseil administratif, CA) besteht aus drei gleichberechtigten Mitgliedern, die alle fünf Jahre vom Volk in einer Majorzwahl einzeln gewählt werden. Das Amt des Stadtpräsidenten (Maire) wechselt jährlich im Turnus zwischen den Regierungsmitgliedern. Für den Zeitraum 2025 bis 2030 setzt sich die Gemeinderegierung wie folgt zusammen:[8]
| Regierungsmitglied | Partei | Ressort |
|---|---|---|
| Karl-Anton Baumann | FDP | Raumplanung, Raumordnung, Sicherheit und Soziales |
| Cyril Huguenin | Die Mitte | Infrastruktur, Gebäude, Umwelt, Mobilität und Außendienst |
| Guylaine Antille | SP | Finanzen, Verwaltung, Kultur und Sport |
Nationalratswahlen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei den Schweizer Parlamentswahlen 2023 betrugen die prozentualen Wähleranteile in Bernex:[9]
| SP | FDP | GPS | SVP | MCR | Mitte | GLP | PdA/Sol | EVP | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 17,77 | 15,74 | 15,64 | 15,19 | 12,57 | 10,66 | 6,21 | 1,85 | 0,39 | 3,99 |
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bernex ist per Tram und diversen Buslinien ans Netz der Transports publics genevois (TPG) angebunden und liegt bei einer Anschlussstelle der Autobahn A1.
Sehenswürdigkeiten und Kultur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Katholische Kirche Saint-Maurice
- Protestantische Kirche
- Mairie
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Blasonierung: « D'or à la montagne de sinople sommée d'une flamme de gueules, au chef de sable chargé de trois grappes de raisin d'or » (deutsch: „In Gold, mit einem grünen Berg, auf dessen Spitze eine rote Flamme emporragt, und einem schwarzen Oberteil, darauf drei goldene Weintrauben“) | |
| Wappenbegründung: Der Berg soll an den Signal de Bernex erinnern, wobei die Flamme die in früheren Zeiten auf dessen Spitze veranstalteten Feuer symbolisiert. Die Weintrauben gehen auf die Rebbaukultur in der Gemeinde zurück |
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jacques Barrelet: Bernex. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2011.
- Dominique Torrione-Vouilloz: Chèvres. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2005.
- Jacques Barrelet: Loëx. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2009.
- Dominique Torrione-Vouilloz: Lully (Kloster). In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2017.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Website der Gemeinde Bernex
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Histoire et armoiries de Bernex. Abgerufen am 14. Juni 2023 (französisch).
- ↑ Charles Knapp, Maurice Borel, Victor Attinger, Heinrich Brunner, Société neuchâteloise de géographie (Hrsg.): Geographisches Lexikon der Schweiz. Band 1: Aa – Emmengruppe. Verlag Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902, S. 231, Stichwort Bernex (Scan der Lexikon-Seite). Attinger, Neuenburg 1902.
- ↑ Bernex - Résultats détaillés - Election des conseils municipaux du 23 mars 2025 - République et canton de Genève - GE.CH. Abgerufen am 30. August 2025.
- ↑ Conseil administratif. Abgerufen am 22. Juli 2026 (französisch).
- ↑ Eidgenössische Wahlen – Genf: laufend aktualisierte Ergebnisse. Abgerufen am 22. Juli 2026.



