Bernhard Gelderblom

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Bernhard Gelderblom, 2013

Bernhard Gelderblom (* 9. März 1943 in Schwetz (Weichsel)) ist ein deutscher Historiker, Pädagoge und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Studium der Fächer Evangelische Theologie, Geschichte und Politik war Gelderblom bis 2006 am Albert-Einstein-Gymnasium in Hameln als Lehrer tätig. Er hat sich intensiv mit der jüdischen und der NS-Geschichte der Region beschäftigt und zahlreiche Darstellungen verfasst. Im Jahr 2010 gründete er den Verein für regionale Kultur- und Zeitgeschichte Hameln e.V., dessen Vorsitz er seitdem innehat.[1]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der jüdische Friedhof in Hameln. [ein Projekt des Albert-Einstein-Gymnasiums in Hameln. Begleitschrift zu einer Ausstellung, die das Albert-Einstein-Gymnasium aus Anlass des 50. Jahrestages der Reichspogromnacht unter dem Titel „Spuren und Begegnungen“ im Städtischen Museum veranstaltet], Albert-Einstein-Gymnasium, Hameln 1988
  • Sie waren Bürger der Stadt. Die Geschichte der jüdischen Einwohner Hamelns im Dritten Reich. Ein Gedenkbuch. Niemeyer, Hameln 1996, ISBN 3-8271-9024-X
  • Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg 1933–1937. Niemeyer, Hameln 1998, ISBN 3-8271-9029-0. Weitere Auflagen, 3. unveränderte 2012.
  • Jüdisches Leben im mittleren Weserraum zwischen Hehlen und Polle. Von den Anfängen im 14. Jahrhundert bis zu seiner Vernichtung in der nationalsozialistischen Zeit. Ein Gedenkbuch. [Hrsg. vom Heimat- und Geschichtsverein für Landkreis und Stadt Holzminden], Mitzkat, Holzminden 2003, ISBN 3-931656-57-8
  • (als Hrsg.:) „Am schlimmsten waren das Heimweh und der Hunger“. Briefe nach sechzig Jahren. Ausländische Zwangsarbeit in und um Hameln 1939–1945. Mitzkat, Holzminden 2004, ISBN 3-931656-66-7
  • mit Joachim Schween und Sigurd Elert (Fotos): Hameln. Bilder einer Stadt aus acht Jahrhunderten. Niemeyer, Hameln 2004, ISBN 3-8271-9053-3
  • mit Sigurd Elert (Fotos): Hameln. Bilder aus der Stadt des Rattenfängers. Niemeyer, Hameln 2005, ISBN 3-8271-9054-1
  • mit Wolfhard F. Truchseß u. a.: 60 Jahre Kriegsende. Eine Dokumentation über die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges in und um Hameln. Niemeyer, Hameln 2005, ISBN 3-8271-9302-8
  • mit Mario Keller-Holte: Ausländische Zwangsarbeit in Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont 1939–1945. Mitzkat, Holzminden 2006, ISBN 3-931656-96-9.
  • Geschichte nebenan. Die Reichserntedankfeste auf dem Bückeberg 1933–1937. Fährhaus-Verlag, Grohnde [i.e. Wunstorf] 2008
  • Die 50er Jahre in Hameln. Von der harten Mühsal und vom frohen Schaffen der Aufbaujahre. Niemeyer, Hameln 2008, ISBN 978-3-8271-9307-0
  • Die letzten Monate in Hameln werden schrecklich sein. Die Eskalation der Gewalt im Hamelner Zuchthaus zum Ende des Zweiten Weltkrieges, (zusammen mit Mario Keller-Holte) in: Informationen. Wissenschaftliche Zeitschrift des Studienkreises Deutscher Widerstand 1933-1945, Nr. 76, Jg. 37, November 2012, S. 12–18
  • Die Juden von Hameln von ihren Anfängen im 13. Jahrhundert bis zu ihrer Vernichtung durch das NS-Regime. Anhang: Dokumentation der Grabsteine des jüdischen Friedhofs erstellt von Berndt Schaller zusammen mit Bernhard Gelderblom, Holzminden 2012
  • Dokumentation der Opfer der NS-Herrschaft in der Stadt Hameln und im Landkreis Hameln-Pyrmont, Hameln 2013 (zus. mit Mario Keller-Holte) Online-Publikation unter Gedenkbuch

Auszeichnungen / Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für seine Arbeit ist Bernhard Gelderblom 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 2009 mit dem Obermayer German Jewish History Award geehrt worden.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vereinsvorstand
  2. Gemeindebrief der ev.-luth. Kirchengemeinde „Zum HeiligenKreuz“, Ausgabe 04/2009, S. 4–8 (PDF; 1,8 MB)