Bernhard Guttmann

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Bernhard Guttmann (* 24. Juli 1869 in Breslau; † 20. Januar 1959 in Buchenbach bei Freiburg) war ein deutscher Journalist und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1899 bis 1930 war er Redaktionsmitglied der Frankfurter Zeitung und ihr Korrespondent in Hamburg, Konstantinopel, von 1907 bis 1914 in London, danach Leiter des Berliner Büros. Auch als promovierter Historiker trat er hervor (insbesondere zur Staats- und Verfassungsgeschichte Englands). Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten erteilten ihm diese 1935 ein Berufsverbot. Nach 1945 war er Mitbegründer der wiederaufgenommenen Zeitschrift Die Gegenwart.

Seit 1951 war er Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. 1952 erhielt er das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland sowie die Goetheplakette der Stadt Frankfurt am Main.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Soll Deutschland in den Völkerbund?, Berlin 1919
  • Bethmann, Tirpitz, Ludendorff, Frankfurt a. M. 1919
  • England im Zeitalter der bürgerlichen Reform, Stuttgart 1923
  • Tage in Hellas, Frankfurt a. M. 1924
  • Die neue Majestät, Berlin 1930
  • Das Ende der Zeit, 1948
  • Über christliche und jüdische Überlieferung, Schattenriss einer Generation, 1950
  • Das alte Ohr, 1955
  • Ein Jahrhundert Frankfurter Zeitung, 1956

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joseph Walk (Hrsg.): Kurzbiographien zur Geschichte der Juden 1918–1945, hrsg. vom Leo Baeck Institute, Jerusalem. Saur, München 1988, ISBN 3-598-10477-4.
  • Walter Tetzlaff: 2000 Kurzbiographien bedeutender deutscher Juden des 20. Jahrhunderts. Askania-Verlag, Lindhorst 1982, ISBN 3-921730-10-4.
  • Johannes Werner: Bernhard Guttmann. Erinnerung an einen Vergessenen. In: Aus dem Antiquariat 2/2003, S. 324–329.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]