Bernhard Marsch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Bernhard Jürgen Marsch (* 15. April 1962 in Hennef) ist ein deutscher Filmemacher, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schauspieler.

Nach seinem Abitur 1981 leistet er bis 1983 seinen Zivildienst als Rettungssanitäter auf der Feuer- und Rettungswache Siegburg ab. Anschließend hospitierte er in den Lokalredaktionen des Kölner Stadt-Anzeiger (als Rhein-Sieg-Anzeiger) und des General-Anzeiger (Bonn) in Siegburg um erste Erfahrungen als Journalist und Lokalreporter zu sammeln, wobei er sich Egon Erwin Kisch als Vorbild nahm.

Den Sommer des Jahres 1983 verbrachte er in Paris, da er sich vom französischen Kino, insbesondere von den Filmen der Nouvelle Vague angezogen fühlte.

Ab Herbst des gleichen Jahres begann er ein kurzes akademisches Intermezzo in Köln als Student der Volkswirtschaft. Nach erfolgreich bestandener Zwischenprüfung entschied er sich aber fortan für die systematische Hinwendung zum Kino durch Leben, Arbeit und Analyse.

Ende 1985 wurde er Mitglied im Kölner Filmhaus, wo er im Folgejahr seinen ersten Kurzfilm Kölner Bewegungen realisieren konnte. Aus der Bekanntschaft mit Rainer Knepperges im Jahre 1987 entstand der Film Marsch & Knepperges zeigen. 1990 war er Gründungsmitglied des Kölner Filmclub 813 und fungiert seit Mitte der 1990er Jahre als Motor der Kölner Gruppe, ein loser Zusammenschluss von Kölner Filmemachern, welcher weniger durch gezielte Zusammenarbeit, als durch die einzelnen Filme aller – im Zusammenhang gesehen – zu definieren ist.

Zusätzlich steht er als Darsteller und Schauspieler seit Mitte der 1980er Jahre in zahlreichen Kurz- oder Langfilmen für Kino und Fernsehen vor der Kamera.

Zeitweilig tourt er mit seinem Kurzfilmprogramm Olle Kamellen – über 20 Jahre Kurzfilme von und mit Bernhard Marsch durch Deutschland.

Als ein Höhepunkt in seinem Filmschaffen wird sein surrealistisches Werk Amigo a Gogo genannt, das eine Hommage an Salvador Dalí und Luis Buñuels Film Un Chien Andalou Ein andalusischer Hund darstellt.

Im Februar 2009 war er als Stand-Up Comedian Neo Dampf im Programm Festival vom unsichtbaren Menschen auf der Theaterbühnen der Münchener Kammerspiele.

Sein erster Kino-Langfilm Patschuli – Sommer, Sex und Sozialismus ist permanent in Vorbereitung. Mittlerweile existiert ein zweites Kino-Langfilm-Drehbuch: Mr. Bijoux oder ein Mann mit Optionen.

Im Herbst 2013 war er in der Folge Die chinesische Prinzessin der Fernsehreihe Tatort zu sehen.

Filme als Regisseur/Produzent (Auszug)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986: Kölner Bewegungen (Regie/Produzent/Kamera/Schnitt)
  • 1987/1988: Menschen im Hof (Co-Regie/Produzent/Darsteller)
  • 1987/1988: Jener in Paradies aka Danger in Paradise (Co-Regie/Produzent/Darsteller)
  • 1987/1991: Marsch & Knepperges zeigen (Co-Regie/Co-Produzent/Cameo)
  • 1991: Bernard, Rainer et Christine vont en Bateau (Co-Regie/Co-Kamera)
  • 1991: Out of Time (Regie/Produzent/Kamera)
  • 1992: Hunger (Co-Regie/Produzent/Darsteller/Kamera)
  • 1992: Nothing Compares to You (Co-Regie/Co-Produzent/Darsteller/Kamera)
  • 1992/1993: Junge Hunde (Regie/Produzent/Darsteller/Schnitt)
  • 1995: Halleluja (Regie/Produzent/Darsteller)
  • 1996: Verlangen (Regie/Produzent/Darsteller)
  • 1996: 8 Essen III (Co-Regie/Co-Produzent/Darsteller)
  • 1997: Liebe ist Geschmackssache (Regie/Co-Produzent)
  • 1997: Ikarus (Regie/Produzent/Darsteller/Kamera)
  • 1998: Möller 3000 (Regie/Produzent/Cameo/Kamera)
  • 1998: Annahmeschluss (Regie/Produzent/Kamera)
  • 1998/2001: Bazooka Cain (Regie/Produzent)
  • 2000/2001: Mauerblümchen (Regie/Co-Produzent/Kamera)
  • 2000: Mama Guitar (Regie/Produzent/Kamera) unvollendet
  • 2001: Behindert – na und! (Co-Regie/Kamera)
  • 2001/2004: Wohnhaft (Regie/Produzent/Darsteller)
  • 2004: Tatort – Sechs zum Essen (Darsteller)
  • 2006/2008: Amigo a Gogo (Regie/Produzent)
  • 2006/2009: Nackt am See (Regie/Produzent/Darsteller)
  • 2008/2013: Café Kontakt (Regie/Produzent/Darsteller)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]