Bernhard Patzak

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Bernhard Patzak (* 21. August 1873 in Liegnitz, Provinz Schlesien; † 31. Oktober 1933 in Bad Landeck, Landkreis Glatz) war ein deutscher Kunsthistoriker, der an der Universität Breslau lehrte.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bernhard Patzak, Sohn von Joseph Patzak, Schornsteinfeger, und Emma geb. Hoyer, studierte Kunstgeschichte, Neuere Sprachen sowie Literatur in Breslau und Innsbruck. Während seines Studiums wurde er 1896 Mitglied der KDStV Winfridia Breslau im CV.[1] Patzak wurde in Breslau 1902 promoviert und im Sommer 1908 habilitiert. Als Privatdozent forschte er zunächst über italienische Renaissance und Barockkunst und ab 1911 auch zur Breslauer Barockarchitektur. 1914 wurde er zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt. Aus Gesundheitsgründen war er oft beurlaubt und verstarb 1933.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Hebbels Epigramme. Berlin 1902 (Dissertation).
  • Die Villa Imperiale in Pesaro. Studien zur Kunstgeschichte der italienischen Renaissancevilla und ihrer Innendekoration. Leipzig 1908 (Habilitationsschrift).
  • Die Jesuitenbauten in Breslau und ihre Architekten. Ein Beitrag zur Geschichte des Barockstiles in Deutschland (1918).
  • Die Elisabethkapelle des Breslauer Domes (1922).
  • Die Jesuitenkirche zu Glogau und die Kirche zu Seitsch, zwei schlesische Barockdenkmäler (1922).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Harasimowicz (Hrsg.): Encyklopedia Wrocławia (Enzyklopädie der Stadt Breslau) . 2000
  • Beate Störtkuhl: Die Kunstgeschichte an der Breslauer Universität und ihre Dozenten bis 1945. In: Marek Hahib, Anna Maiiko-Matysiak (Hrsg.), Śląska Republika Uczonych Schlesische Gelehrtenrepublik, Band 1, Wrocław 2004, S. 635–669.
  • Sabine Arendt: Studien zur deutschen kunsthistorischen "Ostforschung" im Nationalsozialismus. Die Kunsthistorischen Institute an den (Reichs-) Universitäten Breslau und Posen und ihre Protagonisten im Spannungsfeld von Wissenschaft und Politik. Dissertation HU Berlin 2009, S. 56–57 (Digitalisat).
  • Marcin Dziedzic, Gabriela Dziedzic: Kłodzka Grupa Artystyczna 1920–1945. Wrocław 2014, S. 141–142.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gesamtverzeichnis des C.V. Die Ehrenmitglieder, Alten Herren und Studierenden des Cartellverbandes (C.V.) der kath. deutschen Studentenverbindungen. 1912, Straßburg i. Els. 1912, S. 96.