Bernhard Philberth

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Bernhard Josef Philberth (* 26. März 1927 in Traunstein; † 8. August 2010 in Melbourne, Australien[1]) war ein deutscher Physiker, Techniker, Autor von Sachbüchern und katholischer Priester.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Philberth wurde als Sohn von Josef Philberth und seiner Frau Klara (geb. Wolf) geboren. Er war der ältere Bruder von Karl Philberth. Bernhard studierte Physik an der Universität München und wurde dort 1950 graduiert. Bereits Anfang der 1960er Jahre gehört er zu den führenden jungen Männern der internationalen Atomforschung und veröffentlichte Untersuchungen zur Beseitigung radioaktiver Abfallsubstanzen.[2]

Zusammen mit seinem Bruder gehörte er zahlreichen wissenschaftlichen Gesellschaften an, unter anderen der Akademie der Wissenschaften von Besançon, der Internationalen Glaziologischen Gesellschaft, London, und der Physikalischen Gesellschaft Japans an.[3]

Am 3. Juli 1972 wurde er zusammen mit seinem Bruder Karl durch Bischof Rudolf Graber in Regensburg zum katholischen Priester geweiht.[4]

Die Philberth-Brüder gehörten zu den Initiatoren der ersten Umweltgesetze in Deutschland, insbesondere hinsichtlich der Steuergesetzgebung[5] und des Benzinbleigesetzes.[6]

In seinen Büchern versuchte er einen Einklang zwischen der modernen Physik und den christlichen Vorstellungen von der Schöpfung und der Welt herzustellen. Dabei diskutierte er auch aktuelle Probleme wie das Wettrüsten mit Kernwaffen. Seine theoretischen Überlegungen wurden von Bruder Karl mathematisch formuliert, so entstand zum Beispiel die Buchveröffentlichung Das All in gemeinsamer Arbeit.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christliche Prophetie und Nuklearenergie. 10. Auflage. Christiana-Verlag, Stein am Rhein 1981, ISBN 3-7171-0182-X.
  • Der Dreieine. Die Struktur der Schöpfung. 7. Auflage. Christiana-Verlag, Stein am Rhein 1987, ISBN 3-7171-0183-8.
  • Das All. Physik des Kosmos. 2. Auflage. Christiana-Verl., Stein a. Rh. 1994, ISBN 3-7171-0821-2.
  • Überleben ohne Erfindungen?: Deutschland verstösst seine Erfinder. Christiana-Verlag, Stein am Rhein 1983, ISBN 3-7171-0846-8.
  • Offenbarung. BAC Australia, Plumpton 1994, ISBN 0-646-20838-1.
  • Der Souverän. BAC Australia, Plumpton 1997, ISBN 0-646-33833-1.
  • Atomenergie und Kirche. (= Oekumenische Texte und Studien, Band 23). Oekumenischer Verlag Dr. R.-F. Edel, Marburg 1985.
  • Strukturen der Schöpfung - Anfang und Ende des Weltalls. In: Das Fundament. Jahrgang 69, 1 – II 1972, S. 10–12.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • The Bulletin of the Atomic Scientists, Educational Foundation for Nuclear Science. Band 29, Nr. 1, 1979, S. 7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Todesanzeige In: The Herald Sun.
  2. Beispielhaft: B. Philberth: Beseitigung radioaktiver Abfallsubstanzen in den Eiskappen der Erde. In: Schweizerische Zeitschrift für Hydrologie. Band 23, Nr. 1, März 1961, S. 263–284, doi:10.1007/BF02505629.
  3. Börsenblatt für den deutschen Buchhandel. 1982, S. 6197.
  4. Philbert-Biografien.
  5. Bernhard Philberth, Karl Philberth: Antrag an den Deutschen Bundestag auf Besteuerung des Heizöls für Privathäuser. In: Städtehygiene. 18, Nr. 8, 1967, S. 194–195.
  6. Bernhard Philberth, Karl Philberth: Umweltschutz durch Steuerpolitik. Vorschläge zum Thema Mineralöl- und Kfz-Steuern. In: Städtehygiene. 23, Nr. 4, 1972, S. 101–103.