Bernhard Sehring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Grab von Bernhard Sehring und seiner Frau Hildegard Sehring geb. Schober (* 19. Juli 1861 in Tharandt; † 9. März 1950) auf der Roseburg

Bernhard Sehring (* 1. Juni 1855 in Edderitz, Anhalt; † 27. Dezember 1941 in Berlin; vollständiger Name: Ernst Bernhard Sehring) war ein deutscher Architekt.

Leben[Bearbeiten]

Sehring stammte aus kleinbürgerlich-dörflichem Umfeld und war der Sohn eines Dessauer Bauführers. Er kam in Pension zu Professor Happach und besuchte das Gymnasium sowie die Kunstschule in Dessau. 1873–1875 studierte er am Polytechnikum Braunschweig, dann vier Semester Architektur an der Berliner Bauakademie. Während seines Studiums wurde er Mitglied im Akademischen Verein Motiv.[1] In den Jahren 1877/1878 war er Praktikant bei dem Architekten Karl Hoene in Halle (Saale). Sein Militär-Dienstjahr als Einjährig-Freiwilliger leistete Bernhard Sehring 1878/1879 ab. Er unternahm 1879/1880 eine Studienreise nach Italien zur Betrachtung der dortigen Theaterbaukunst und Gartenarchitektur.

Kurz nachdem er in den Architektenverein zu Berlin aufgenommen worden war, erhielt er 1881 mit dem Schinkelpreis seinen ersten Architekturpreis für seine Entwürfe zur Berliner Museumsinsel. 1883 erhielt er den Großen Akademischen Staatspreis[2]

Als Staatsstipendiat in Rom (1883 und 1884) nahm er erstmals an einem internationalen Theaterbau-Wettbewerb teil und eröffnete 1885 in Berlin-Kreuzberg mit Ernst Peters das Architekturbüro Peters und Sehring. Im Jahr 1889 beendete er diese Sozietät und war ab 1890 als selbstständiger, freier Künstler und Architekt tätig.

Sehring wurde bekannt durch seine Entwürfe, insbesondere Wettbewerbsentwürfe, Theater- und andere Neubauten. Das Theater des Westens in Berlin-Charlottenburg betrieb er anfangs sogar selbst als GmbH mit seinem Kompagnon Paul Blumenreich; der Versuch blieb jedoch finanziell erfolglos. 1907–1921 erbaute er als Sommersitz seiner Familie die Roseburg bei Ballenstedt (Harz).

Bauten und Entwürfe[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Bernhard Sehring – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Der Schwarze Ring. Mitgliederverzeichnis. Darmstadt 1930, S. 39.
  2. Centralblatt der Bauverwaltung, 3. Jahrgang 1883, Nr. 47 (vom 24. November 1883) (online als PDF; 602 kB), S. 434.