Bernhard Winter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bernhard Winter (* 14. März 1871 in Neuenbrok; † 6. August 1964 in Oldenburg) war ein deutscher Maler, Graphiker und Fotograf, der vor allem für den Raum Oldenburg bedeutend ist.

Inhaltsverzeichnis

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1887 bis 1891 besuchte Winter die Dresdner Kunstakademie. 1903 erhielt er aufgrund von „hervorragenden künstlerischen Leistungen“ den Professorentitel und war damit der jüngste Professor und der erste Maler mit diesem Titel in der Geschichte der Stadt Oldenburg. Winter malte vor allem Bilder über das bäuerliche Leben der Region Oldenburg, mit denen er in Zeiten des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandels das Leben und Arbeiten der bäuerlichen Bevölkerung dokumentieren und bewahren wollte. Er gilt als führender Vertreter der Heimatbewegung im Oldenburger Land. Mehrfach wurde er für seine großflächigen Gemälde mit Goldenen Medaillen auf Kunstausstellungen geehrt, so 1896 in München, 1898 auf der Großen Berliner Kunstausstellung (Kleine Goldmedaille), 1899 in Dresden und 1901 in Oldenburg.

Bernhard Winter schuf aber auch viele Porträts vor allem von Oldenburger Bürgern, von historischen Ereignissen und Genreszenen. Deshalb galt er vor allem in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg als Szenemaler der Oldenburger Bürgerschaft und seine Werke erzielten hohe Preise. Winter machte sich aber auch einen Namen als Buchillustrator, Grafiker, Fotograf und als Sammler bäuerlichen Kulturguts.

Im Ersten Weltkrieg schuf Winter die Vorlagen für mindestens zwei Nagelbilder, Isern Hinnerk für die Stadt Oldenburg und den Rüstringer Friesen für die Stadt Rüstringen.

1931 ehrte die Stadt Oldenburg Bernhard Winter mit einem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt, 1941 erhielt er die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft und 1961 wurde ihm die Ehrenbürgerwürde der Stadt Oldenburg zuteil.

Viele seiner Werke, seine Besitztümer und Sammlungen sowie sein Nachlass werden heute im Stadtmuseum Oldenburg bewahrt, wo auch eine umfangreiche Ausstellung über Bernhard Winter gezeigt wird.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Stedinger. 20 Bilder mit niederdeutschen Texten. Neuausgabe zum 750jährigen Gedenken an die Stedinger Kriege, mit Einleitung von Edo Pille, Niederdeutscher Heimat- und Kulturverein 1984

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans M. Fricke: Das Lebenswerk des Malers Bernhard Winter in Oldenburger Jahrbuch, 1940/41, S.218ff Digitalisat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]