Bernhard von Holleben genannt von Normann

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General Bernhard v. Holleben gen. v. Normann

Karl Ludwig Friedrich Bernhard Freiherr von Holleben genannt von Normann (* 30. Juli 1824 in Unterköditz; † 6. Oktober 1897 in Dresden) war ein sächsischer General der Infanterie.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Holleben studierte an der Universität Jena und wurde 1846 Mitglied des Corps Saxonia Jena.[2] 1862 erhielt er noch das Band des Corps Misnia Leipzig.[3]

Nach dem Studium schlug er 1849 eine Militärlaufbahn in der Sächsischen Armee ein und diente u. a. im 2. Jäger-Bataillon. Während des Deutschen Krieges 1866 war er Hauptmann im Generalstab der 2. Division, kam anschließend in das 3. Jäger-Bataillon und wurde 1867 als Major zum Generalstab der Armee kommandiert. Im Jahr darauf folgte seine Versetzung hierher und man setzte ihn in der Taktischen Abteilung ein. In dieser Stellung nahm Holleben 1870/71 am Krieg gegen Frankreich teil und erhielt für seine Leistungen am 29. September 1870 das Ritterkreuz des Militär-St.-Heinrichs-Ordens[4] sowie beide Klassen des Eisernen Kreuzes. Zudem war Holleben von 1870 bis 1873 auch sächsischer Militärbevollmächtigter am preußischen Hof in Berlin. Anschließend kehrte er in den Generalstab zurück und stieg hier bis 1883 zum Chef des Stabes auf. Zwischenzeitlich hatte man Holleben mit Patent vom 5. April 1881 zum Generalmajor befördert. Vom 6. Juli 1883 bis 31. März 1887 kommandierte er die 2. Infanterie-Brigade Nr. 46[5] und wurde anschließend mit seiner Beförderung zum Generalleutnant zum Kommandeur der 2. Division Nr. 24 ernannt.[6] Am 22. Januar 1892 wurde Holleben von diesem Kommando entbunden und als General der Infanterie zur Disposition gestellt.[7]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dresdener Geschichtsblätter, Band 2, 1897-1900, Onlineausgabe der SLUB Dresden, S. 72.
  2. Kösener Corpslisten 1960, 71, 316
  3. Kösener Corpslisten 1960, 90, 176
  4. Der Königlich Sächsische Militär-St. Heinrichs-Orden 1736–1918. Ein Ehrenblatt der Sächsischen Armee. Wilhelm und Bertha von Baensch-Stiftung, Dresden 1937, S. 61f.
  5. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1. S. 276.
  6. Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1889. Dresden 1889. S. 145f.
  7. Rangliste der Königlich Sächsischen Armee für das Jahr 1893. Dresden 1893. S. 362f.