Bernsteinsee (Stüde)

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Bernsteinsee
BernsteinSee im Frühjahr.jpg
Strandbereich des Bernsteinsees
Geographische Lage Sassenburg, Landkreis Gifhorn, Niedersachsen
Orte am Ufer Stüde
Daten
Koordinaten 52° 33′ 34″ N, 10° 39′ 59″ OKoordinaten: 52° 33′ 34″ N, 10° 39′ 59″ O
Bernsteinsee (Stüde) (Niedersachsen)
Bernsteinsee (Stüde)
Fläche 9,5 ha
Länge 400 m
Breite 300 m
Maximale Tiefe 16 m
pH-Wert 7,3[1]

Besonderheiten

Baggersee

Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-FLÄCHEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-SEEBREITEVorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-MAX-TIEFEVorlage:Infobox See/Wartung/PH-WERT
Elbe-Seitenkanal nahe dem Bernsteinsee

Der Bernsteinsee ist ein Stillgewässer in Sassenburg im Landkreis Gifhorn (Niedersachsen).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der See am Rande des Ortsteils Stüde entstand 1971 beim Bau des Elbe-Seitenkanals als Baggersee und wurde zu einem Badesee umgewandelt. Der Bernsteinsee ist heute ein Naherholungsgebiet und Ferienort. Er liegt etwa 15 Kilometer von den Städten Gifhorn und Wolfsburg entfernt.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 9,5 Hektar große und bis zu 16 Meter tiefe Bernsteinsee liegt nahe Stüde direkt am Elbe-Seitenkanal in einer Wald-, Heide- und Moorlandschaft am östlichen Rande des Großen Moors. Der See hat keine Zuflüsse[2] und verfügt über einen großflächigen Badestrand, der aus feinkörnigem weißen Sand besteht. Die Gewässerqualität wird als „ausgezeichnet“ beschrieben.[2] Das Seewasser schimmert wegen des Sanduntergrundes türkisfarben. In der Nachbarschaft des Sees befindet sich ein Segelflugplatz. Etwa zwölf Kilometer südlich bei Gifhorn, ebenfalls am Elbe-Seitenkanal, befindet sich der sechsmal größere Tankumsee in Isenbüttel. Er entstand auch im Zuge des Kanalbaus und bildete sich ebenfalls zu einem Naherholungsgebiet aus.

Entstehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Bau des Elbe-Seitenkanals bei Stüde 1970 wurden Sandmengen in einer Größenordnung von einer halben Million Kubikmetern benötigt, um die sechs Meter hohen Kanalböschungen aufzuschütten. Die Ortswahl fiel auf eine frühere Sandentnahmestelle bei Stüde, an der die Gemeinde bereits seit 1969 eine Bademöglichkeit plante. Dadurch konnte unter Beteiligung verschiedener Behörden, wie dem Wasser- und Schifffahrtsamt und dem Landkreis Gifhorn, ein Badesee geplant werden und es entstand keine brachliegende Sandentnahmestelle. Die Ausbaggerungsarbeiten nahm ein Schwimmbagger vor. Dabei trat Bernstein zutage, der dem See den Namen gab.

Ferien- und Naherholungsgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Sommer 1971 war der See fertiggestellt und Hilfred Schönberger erwarb noch im selben Jahr das Gewässer und rund 100 Hektar umliegende Flächen mit Kiefernwäldern. Er schuf im Laufe der Jahre ein Natur- und Feriengebiet, das seit 2009 von der Baucon Immobilien Management GmbH aus Köln behutsam weiterentwickelt wird.[3] Das Angebot vor Ort umfasst neben unterschiedlichen Übernachtungsmöglichkeiten gastronomische Einrichtungen und umfangreiche Freizeitaktivitäten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Hoppe: Am Bernstein Erholung finden. In: Museen und Ausflugsziele im Raum Gifhorn-Wolfsburg. Gifhorn 1989.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bernsteinsee – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Badegewässer-Atlas Niedersachsen: Bernsteinsee (Ermittelt 2008-2010) (Abgerufen am 7. November 2014)
  2. a b Badegewässer-Atlas Niedersachsen: Bernsteinsee, Stand 2008–2010 (PDF), abgerufen am 25. April 2017
  3. Ferien- und Wochenendgebiet und Freizeitgebiet in Sassenburg. Internetpräsenz der Baucon Immobilien Management GmbH, abgerufen am 29. Juni 2018