Bertrange

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Bertrange
Bertrange (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Moselle (57)
Arrondissement Thionville
Kanton Metzervisse
Gemeindeverband Arc Mosellan
Koordinaten 49° 19′ N, 6° 11′ OKoordinaten: 49° 19′ N, 6° 11′ O
Höhe 151–207 m
Fläche 6,82 km²
Bürgermeister Jean-Luc Perrin
Einwohner 2.808 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 412 Einw./km²
Postleitzahl 57310
INSEE-Code

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Kirche St. Remigius (Saint-Rémi)
Kapelle St. Laurentius (Saint-Laurent)

Bertrange (deutsch Bertringen) ist eine französische Gemeinde mit 2808 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in Lothringen unweit des linken Ufers der Mosel, 21 Kilometer nördlich von Metz, sechs Kilometer südlich von Thionville (Diedenhofen) und acht Kilometer westlich von Metzervisse (Metzerwiese).

Zur Gemeinde Bertrange gehört dar etwas östlich gelegene Ortsteil Imeldange (Immeldingen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde 848 erstmals als Bertinerengas erwähnt. Die Ortschaft gehörte früher zum Bistum Metz,[1] einem Fürstbistum des Heiligen Römischen Reichs. Weitere ältere Ortsbezeichnungen sind Bertenges (1130), Buntrange (1147), Bertingen (1157), Bertrenges (1222), Bertranges (1296), Berterange (15. Jh.), Bertringa, Bertringe, Bortinga, Bertring, Bertinga (1544) und Bertringen (1572).[2] Der Ort wurde 1661 vom Königreich Frankreich annektiert.

Durch den Frankfurter Frieden vom 10. Mai 1871 kam das Gebiet an das deutsche Reichsland Elsaß-Lothringen, und das Dorf wurde dem Kreis Diedenhofen-Ost im Bezirk Lothringen zugeordnet. Die Dorfbewohner betrieben Getreide-, Obst- und Weinbau sowie Viehzucht; hier war eine Moselüberfahrt.[1]

Nach dem Ersten Weltkrieg musste die Region aufgrund der Bestimmungen des Versailler Vertrags 1919 an Frankreich abgetreten werden. Im Zweiten Weltkrieg war das Gebiet von der deutschen Wehrmacht besetzt, und das Dorf stand bis 1944 unter deutscher Verwaltung.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2019
Einwohner 907 1522 1580 1900 1900 1994 2224 2801

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche St. Remigius (Saint-Rémi)
  • Kapelle St. Laurentius (Saint-Laurent), Ortsteil Imeldange

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bertringen, Kreis Diedenhofen-Ost, Elsass-Lothringen, in: Meyers Gazetteer, mit Eintrag aus Meyers Orts- und Verkehrslexikon, Ausgabe 1912, sowie einer historischen Landkarte der Umgebung von Bertringen (meyersgaz.org).
  • Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 333 (Google Books).
  • Georg Lang: Der Regierungs-Bezirk Lothringen. Statistisch-topographisches Handbuch, Verwaltungs-Schematismus und Adressbuch, Metz 1874, S. 113 (Google Books).
  • Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 35–36 (Google Books).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bertrange (Moselle) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Eugen H. Th. Huhn: Deutsch-Lothringen. Landes-, Volks- und Ortskunde, Stuttgart 1875, S. 333 (Google Books).
  2. Franz Xaver Kraus: Kunst und Alterthum in Elsass-Lothringen. Beschreibende Statistik. Band III: Kunst und Althertum in Lothringen, Friedrich Bull, Straßburg 1886, S. 35–36 (Google Books).