Berufsfotografie

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Die Berufsfotografie ist im Gegensatz zur Amateurfotografie die Bezeichnung für professionelle Tätigkeit im Bereich der Fotografie. Der Foto-Designer setzt seinen Schwerpunkt eher in der konzeptionellen Ausarbeitung von fotografischen Themen. Seine Arbeitsbereiche sind häufig die Werbung und die freie Kunst- sowie Autorenfotografie.

Berufsrecht des Fotografen in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geschützte Berufsbezeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fotograf ist im engeren Sinne die Berufsbezeichnung des Lichtbildners.

Professionelle Lichtbildner mit einer anderen Ausbildung führen dementsprechend andere Berufsbezeichnungen wie zum Beispiel Diplom-Foto-Designer, Fotodesigner (staatlich geprüft) oder Diplomfotograf. Die Berufsbezeichnungen Fotograf, Fototechnischer Assistent, Fotolaborant und Fotoingenieur sind staatlich anerkannte Berufe, der Schutz der Berufsbezeichnung wurde in Deutschland und Österreich mittlerweile aufgehoben.

Während der Begriff Designer frei genutzt werden kann, darf die Berufsbezeichnung Fotodesigner (staatlich geprüft) und der akademische Grad Diplom-Foto-Designer nur nach einer erfolgreich absolvierten Ausbildung geführt werden. Nur nach bestandener Meisterprüfung darf ein Fotograf sich Fotografenmeister nennen.

Gesetzliche Grundlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Berufsbezeichnung Fotograf ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf. Bis zur Novellierung der Handwerksordnung war es unzulässig, Fotografie als selbständiges Handwerk ohne einen Meisterbrief auszuüben. Diese Einschränkung ist heute, wie in vielen anderen Berufen, weggefallen. Gemäß § 18 Abs. 2 gehört der Beruf des Fotografen nach dem Dritten Gesetz zur Änderung der Handwerksordnung und anderer handwerksrechtlicher Vorschriften vom 24. Dezember 2003 zu den zulassungsfreien Berufen, das heißt, dass jeder das Fotografen-Handwerk in der Regel ohne Meisterbrief ausüben kann. Eine Eintragung in die Handwerksrolle bei der jeweiligen Berufskammer ist weiterhin für Handwerkliche Fotografie (Hochzeiten, Porträts, Architektur, Produkte) vorgeschrieben. Eine der Ausbildungsformen ist jedoch nicht erforderlich.

Fotografie als ungeschützte Berufsausübung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fotografie wird auch von Autodidakten ausgeübt, die schlicht die Bezeichnung Fotograf führen oder von früher die Berufsbezeichnung Foto-Designer verwenden. Auch die Berufe der Bildreporter, Bildjournalisten, Bildberichterstatter sind keine geschützten Berufsbezeichnungen, es bedarf hierbei keine Eintragung in die Handwerksrolle, wenn die Tätigkeit künstlerisch ausgelegt ist. Der Nachweis einer Ausbildung in Fotografie ist nach der Novellierung der Handwerksordnung, wie in vielen anderen Berufen auch, weggefallen. Ein Autodidakt darf selbst nicht ausbilden. Die Eintragung in die Handwerksrolle ist weiterhin gesetzlich vorgeschrieben.

Fotografie gehört als Teilbereich auch zu anderen Berufen, wie zum Beispiel „Technischer Redakteur“.

Rechtliche Situation in Österreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Österreich ist der Beruf Berufsfotograf/in seit dem 27. Dezember 2013 ein freies Gewerbe. Frei bedeutet, dass kein Befähigungsnachweis erforderlich ist, wohl aber die Anmeldung bei der örtlich zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde, in Wien das Magistratische Bezirksamt.[1]

Ausbildung zum Berufsfotograf/in[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Beruf zu erlernen:[2]

  • Lehre: Die Lehrzeit beträgt in der Regel 312 Jahre
  • Schulen: Höhere Abteilung für Fotografie und visuelle Medien, Kolleg für Fotografie, Höhere Bundeslehranstalt für bildnerische Gestaltung, Fotografenschule
  • 2. Bildungsweg: Voraussetzung: Absolvierung der 9-jährigen Schulpflicht

Organisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Deutschland gibt es verschiedene Interessengemeinschaften für professionelle Fotografen:

Interessenverbände[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Körperschaft des öffentlichen Rechts / Fachverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freier Berufsverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Rau: Recht für Fotografen. Der Ratgeber für die fotografische Praxis. Galileo Press, Bonn 2012, ISBN 978-3-8362-1795-8.
  • Florian Wagenknecht, Dennis Tölle: Recht am Bild. Wegweiser zum Fotorecht für Fotografen und Kreative. dpunkt Press, Bonn 2012, ISBN 978-3-86490-010-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Paul Wilke: Zugangsvoraussetzungen in Österreich. Abgerufen am 12. Dezember 2015.
  2. Paul Wilke: Berufsfotograf werden. Abgerufen am 12. Dezember 2015.