Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher

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Der BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. ist ein Verband zur Vertretung der Interessen der Markt- und Sozialforscher in Deutschland.

Er wurde am 3. März 1955 in Hamburg als „Vereinigung Betrieblicher Marktforscher Deutschlands e.V“. (VBM) gegründet.

Aufbau und Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein vertritt die Interessen von rund 1.500 Mitgliedern (Stand Dez. 2012). Dazu gehören die in privatwirtschaftlich und öffentlich organisierten Unternehmen, in Marktforschungsinstituten und in der akademischen Forschung beschäftigten Marktforscher, selbständige Berater, Feldinstitute und andere Marktforschungsdienstleister in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Zu den Aufgaben des BVM gehört es insbesondere, das Ansehen der Marktforscher und der Marktforschung zu pflegen, die Qualifikation von Forschern und die Qualität der Forschung zu erhöhen und weiter zu entwickeln sowie die Zukunftschancen der Branche und der in ihr arbeitenden Forscher zu erweitern und zu stärken.

Der Verband unterhält Verbindungen zu Praktikern, zu Hoch- und Fachhochschulen und zu befreundeten Verbänden (u.a. ADM, ASI, DGOF, BDW, BDS, ZAW, vsms, VMÖ und ESOMAR).

Anträge auf Mitgliedschaft werden durch ein Aufnahmekollegium geprüft. Es werden zwei Arten der Mitgliedschaft unterschieden, nämlich die persönliche und die korporative Mitgliedschaft.

Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband entwickelt und unterstützt Initiativen zur Einführung von Qualitätsstandards, zur Steigerung fachlicher Qualifikationen und zur Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Jährlich werden etwa 30 bis 35 verschiedene Seminare angeboten. Die Themen erstrecken sich von Grundlagen der qualitativen Forschung über Werbewirkungsforschung bis hin zu multivariaten Analysetechniken. Seit Herbst 2003 veranstaltet der BVM Fachtagungen für Praktiker aus Instituten und Unternehmen. Es fanden bisher Tagungen zu nachfolgenden Themen statt: Analyseverfahren, Preisforschung, Mediaforschung und Medienverhalten, Qualitative Marktforschung, Dienstleistungsmarktforschung, Neuromarktforschung, Seniorenforschung, Online-Forschung 2.0, Pharmamarktforschung und Qualitative Forschung im Internet.

Erstmals wurde im Jahre 2005 auf dem BVM-Kongress der Preis der Deutschen Marktforschung verliehen. Der Preis wird jedes Jahr in folgenden Kategorien ausgeschrieben: Beste Studie, Innovationspreis, Marktforscherpersönlichkeit sowie BVM/VMÖ-Nachwuchsforscher des Jahres. Bisherige Preisträger in der Kategorie Persönlichkeit des Jahres waren:

  • 2014 Wolfgang Dittrich, d.core
  • 2013 Richard Hilmer, infratest dimap
  • 2012 Renate Köcher, Institut für Demoskopie Allensbach
  • 2011 Hans Reitmeier, Heinrich Fischer und Martin Sippel, Research & Results
  • 2010 Christa Wehner, Hochschule Pforzheim (Ehrenpreis für: Klaus Haupt, Psyma)
  • 2009 Hartmut Scheffler, TNS Infratest
  • 2008 Auszubildenden zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS)
  • 2007 Raimund Wildner, GfK (Ehrenpreis für: Robert Schweizer)
  • 2006 Bruno Hötzel, TNS Infratest
  • 2005 Hans-Willi Schroiff, Henkel KGaA (Ehrenpreis für: Elisabeth Noelle-Neumann)

Der inbrief ist das Informations- und Kommunikationsblatt des BVM und erscheint dreimal im Jahr. Jährlich veröffentlicht der BVM das Handbuch Marktforschungsunternehmen. Ebenfalls bietet der BVM durch die Kanzlei Prof. Schweizer Informationen und Urteile zu Datenschutz, Arbeits- und Steuerrecht sowie zu weiteren Rechtsgebieten rund um die Marktforschung an. Über die BVM-Website können BVM-Mitglieder Anfragen an die Kanzlei stellen, die gegen eine Pauschalgebühr beantwortet werden. Anfragen zum Themenfeld Marktforschung werden vom Verband mit Hilfe des Angebots Experten-ServiceLine beantwortet.

Regionalgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verein unterhält zwölf Regionalgruppen, welche jeweils von i.d.R. zwei Regionalleitern repräsentiert werden. Die Regionalgruppen organisieren insb. Veranstaltungen zur fachlichen Weiterbildung und zum informellen Austausch zwischen den Mitgliedern und anderen Marktforschungs-Interessierten.

Nachfolgend sind die Regionalgruppen mit ihren jeweiligen Veranstaltungsorten aufgelistet:

  • Nord (Hamburg)
  • Niedersachsen (Hannover)
  • Rhein-Ruhr (Düsseldorf)
  • Köln-Bonn (Köln)
  • Rhein-Main (Frankfurt)
  • Baden-Württemberg (Stuttgart)
  • Bayern (München)
  • Bielefeld-Osnabrück-Münster (Bielefeld)
  • Mitteldeutschland (Leipzig)
  • Berlin-Brandenburg
  • Rhein-Neckar (Mannheim)
  • Franken (Nürnberg)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]