Bessenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bessenbach
Bessenbach
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bessenbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 57′ N, 9° 15′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Aschaffenburg
Höhe: 229 m ü. NHN
Fläche: 29,98 km2
Einwohner: 5615 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 187 Einwohner je km2
Postleitzahl: 63856
Vorwahl: 06095
Kfz-Kennzeichen: AB, ALZ
Gemeindeschlüssel: 09 6 71 112
Gemeindegliederung: 10 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Ludwig-Straub-Straße 2
63856 Bessenbach
Website: www.bessenbach.de
Erster Bürgermeister: Christoph Ruppert[2] (CSU)
Lage der Gemeinde Bessenbach im Landkreis Aschaffenburg
AlzenauKahl am MainKarlstein am MainKleinostheimStockstadt am MainGroßostheimMainaschaffMömbrisJohannesberg (Bayern)GlattbachWiesener ForstForst Hain im SpessartHeinrichsthaler ForstHeinrichsthaler ForstWaldaschaffer ForstSchöllkrippener ForstSailaufer ForstRohrbrunner ForstRothenbucher ForstDammbachDammbachGoldbach (Unterfranken)GeiselbachWesterngrundSchöllkrippenKleinkahlWiesen (Unterfranken)Krombach (Unterfranken)SommerkahlBlankenbachHösbachSailaufHaibach (Unterfranken)HeigenbrückenHeinrichsthalLaufachWeibersbrunnRothenbuchWaldaschaffBessenbachMespelbrunnHeimbuchenthalDammbachWeibersbrunnAschaffenburgHessenLandkreis MiltenbergLandkreis Main-SpessartKarte
Über dieses Bild
Gemeindegebiet mit Gemeindeteilen von Bessenbach

Bessenbach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg und liegt südöstlich der Stadt Aschaffenburg zwischen den Ausläufern des Spessarts.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der topographisch höchste Punkt der Gemeinde ist der im Naturwaldreservat Kreuzbuckel liegende Gipfel des Salzbuckels östlich von Waldmichelbach mit 464 m ü. NHN (Lage), der niedrigste liegt an der Aschaff östlich von Hösbach-Bahnhof auf 151 m ü. NHN (Lage).

Geologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etwa die Hälfte der Gemeinde besteht aus Wald. In diesem Wald gedeihen am besten Buche und Eiche.

Seit 1996 besteht zwischen dem Markt Hösbach und den Gemeinden Bessenbach, Laufach und Sailauf eine Waldarbeitsgemeinschaft.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt zehn Gemeindeteile (in Klammern sind der Siedlungstyp und die Einwohnerzahl inkl. Zweitwohnsitz angegeben):[3][4]

Der frühere Ort Mittelbessenbach ist heute mit Keilberg baulich verwachsen.

Folgende Orte sind zwar geografisch eigenständig, werden aber nicht als offizielle Gemeindeteile aufgelistet:

  • Beetacker (Gewerbegebiet)
  • Gemeindezentrum

Es gibt die Gemarkungen Keilberg, Oberbessenbach und Straßbessenbach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markt
Hösbach
Gemeinde
Sailauf
Gemeinde Laufach
und Forst Hain im Spessart
(gemeindefreies Gebiet)
Stadt Aschaffenburg
und Gemeinde Haibach
Nachbargemeinden Gemeinde Waldaschaff
und Waldaschaffer Forst
(gemeindefreies Gebiet)
Markt
Sulzbach
Forst Hohe Wart
(gemeindefreies Gebiet)
Gemeinde
Mespelbrunn

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Etymologie und Frühere Schreibweisen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bessenbach hat seinen Namen vom gleichnamigen Bessenbach[5], der durch das Gemeindegebiet fließt und in die Aschaff mündet. Im Volksmund wird der Ort Bessemich (Aussprache: [besəmɪʃ]) genannt.

Die früheren Schreibweisen der Orte Unterbessenbach, Mittelbessenbach, Straßbessenbach und Oberbessenbach aus diversen historischen Karten und Urkunden:[5]

  • 1329 Nidernbessenbach
  • 1576 Underbessenbach
  • 1638 Unterbessenbach
  • 1521 Mittelbessennbach
  • 1532 Mittelnbessenbach
  • 1576 Mittel-Bessenbach
  • 1515 Bessenbach
  • 1532 Bessenbach an der strassen
  • 1576 Straßen-Bessenbach
  • 1638 Straßbessenbach
  • 1181 Bessenbach
  • 1515 obern Bessenbach
  • 1532 Obernbessenbach
  • 1638 Oberbessenbach

Fusion und Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1972 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Keilberg und Straßbessenbach gebildet.[6] Am 1. Januar 1978 kam die Gemeinde Oberbessenbach hinzu.[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 4946 auf 5694 um 748 Einwohner bzw. um 15,1 %. 2005 hatte die Gemeinde 5942 Einwohner. Quelle: BayLfStat

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirchen:

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2020[8]
(in %)
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,03
48,97
BBL
aktuelle Sitzverteilung im Gemeinderat Bessenbach (15. März 2020)
  
Insgesamt 20 Sitze
  • CSU: 10
  • BBL: 10

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 20 Mitglieder. Weiteres Mitglied und Vorsitzender des Gemeinderates ist der Bürgermeister. Bei der Kommunalwahl vom 15. März 2020 haben von den 4524 stimmberechtigten Einwohnern in der Gemeinde Bessenbach 2954 von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht, womit die Wahlbeteiligung bei 65,30 % lag.[8]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 15. März 2020 wurde Christoph Ruppert (CSU) mit 90,52 % der Stimmen zum ersten Mal zum ersten Bürgermeister gewählt. Sein Vorgänger war von Mai 2002 bis April 2020 Franz Straub (CSU).

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bechhofen
Blasonierung: „In Blau über gesenktem silbernen Wellenbalken ein rotbewehrter silberner Storch mit zwei Köpfen.“[9]

Wappenführung seit: 28. November 1977

Wappenbegründung: Die ehemals selbständigen Gemeinden Keilberg, Straßbessenbach und Oberbessenbach schlossen sich 1972/78 zu einer Gesamtgemeinde zusammen. Für die Entwicklung des Gebietes der heutigen Gemeinde Bessenbach war das gleichnamige Ortsadelsgeschlecht maßgebend. Seine Stammburg lag in dem heutigen Gemeindeteil Keilberg. Das Geschlecht ist im 12. Jahrhundert urkundlich nachweisbar; es hatte Herrschafts- und Gerichtsrechte im ganzen Bessenbachtal, die es im späten 13. Jahrhundert veräußerte. Das Wappen der Familie – der doppelköpfige Storch – wurde deshalb in das Gemeindewappen aufgenommen. Für den Bessenbach als geographisch verbindendes Element der gleichnamigen Gemeinde steht im Gemeindewappen der silberne Wellenbalken.

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Gemeinde wird ab dem Hauptbahnhof Aschaffenburg von verschiedenen Buslinien der Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain bedient.
  • Außerdem liegt Bessenbach direkt an der Autobahnausfahrt der Bundesautobahn 3 Bessenbach/Waldaschaff und nahe der Raststätte Spessart bei Rohrbrunn.

In diesem Zusammenhang hat Bessenbach gemeinsam mit Aschaffenburg vor allem durch die sehr häufigen Verkehrsstaus auf der A3 eine gewisse Bekanntheit erlangt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Staatliche Realschule Bessenbach: 652 Schüler und 50 hauptamtliche Lehrkräfte (SJ 2019/2020)[10]
  • Grundschule Bessenbach: 186 Schüler und 12 hauptamtliche Lehrkräfte (SJ 2019/2020)[11]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Luise Braun: Oberbessenbach – Mein Heimatdorf gestern und heute. Norderstedt 2010.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bessenbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genesis Online-Datenbank des Bayerischen Landesamtes für Statistik Tabelle 12411-001 Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Grußwort. Gemeinde Bessenbach, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Gemeinde Bessenbach in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek
  4. Jahresstatistik 2010 der Gemeinde Bessenbach
  5. a b Wolf-Armin von Reitzenstein: Lexikon fränkischer Ortsnamen. Herkunft und Bedeutung. Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3-406-59131-0, S. 37 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 422.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 736.
  8. a b Ergebnis Kommunalwahl 2020. OK.VOTE, 15. März 2020, abgerufen am 18. Mai 2020.
  9. Eintrag zum Wappen von Bessenbach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  10. Staatliche Realschule Bessenbach in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 20. Januar 2021.
  11. Grundschule Bessenbach in der Schuldatenbank des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, abgerufen am 20. Januar 2021.