Besser als Nix

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Filmdaten
OriginaltitelBesser als Nix
Besser als nix.png
ProduktionslandDeutschland
OriginalspracheDeutsch
Erscheinungsjahr2014
Länge95 Minuten
AltersfreigabeFSK 12
Stab
RegieUte Wieland
DrehbuchPeer Klehmet
Ute Wieland
ProduktionAlexander Thies
Stefan Thies
MusikOliver Bieler
KameraPeter Przybylski
SchnittTobias Haas
Heike Parplies
Besetzung

Besser als Nix ist eine deutsche Tragikomödie aus dem Jahr 2014. Der Film ist eine Romanverfilmung des Romans Besser von Nix von Nina Pourlak, der 2009 erschienen war.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 17-jährige Tom Rasmus füllt bei einer Berufsberatung in seiner Schule einen Fragebogen für die Agentur für Arbeit aus. Er verliebt sich dabei in die Referendarin, welche die Fragebögen verteilt. Bei der Auswertung bekommt er darauf hin ein Stellenangebot als Lehrling bei einem Bestattungsinstitut als Bestattungsfachkraft. Er bewirbt sich dort erst, als seine Oma ihn nach einem Besuch im Pflegeheim dazu ermutigt. Tom versucht, für das Bestattungsinstitut den Führerschein zu erwerben, was ihm auch mithilfe seines besten Freundes Mike gelingt. Tom besteht mit Erlangen seines Führerscheins auch die Probezeit bei seinem Betrieb, wohingegen Mike, der bei einer Autowerkstatt arbeitet, in der Probezeit entlassen wird und aus Verzweiflung mit seinem Auto gegen einen Baum fährt und stirbt. Tom fährt kurze Zeit später am Unfallort vorbei und bricht über seinem toten Freund zusammen. Dies ist bereits die zweite Leiche, die er bestatten muss. Er hält die Trauerrede für seinen besten Freund. Im Film spielt auch der Tod von Toms Mutter eine große Rolle, denn sein Vater baut seinen Kummer durch Alkohol ab und Tom bekommt das zu spüren. Am Ende verarbeiten sie den Suizid von Toms Mutter jedoch gemeinsam und es deutet sich auch eine Beziehung mit der Referendarin an, mit der Tom zuvor schon geschlafen hatte.

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Meyns urteilte in seiner Rezension für Filmstarts.de, dass Besser als nix mit François Goeske „nicht nur einen starken Hauptdarsteller, sondern viele gelungene Momente“ habe und die Produktion inhaltlich an US-Serien wie Six Feet Under erinnere. Die Inszenierung zeichne sich jedoch durch „merkwürdige tonalen Fehlgriffe“ aus, wobei „die vielen Themen von Tod über das Leben in der ländlichen Provinz, Freundschaft und erste Liebe zu selten wirklich gelungen verbunden“ wirkten.[1] Andreas Kilb von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nannte die Tragikomödie einen „handwerklich sauber inszenierten Jugendfilm“, der jedoch „am entscheidenden Punkt vollkommen versagt: bei der Ausbalancierung von Humor und Tragik, die diese Geschichte verlangt“. Besser als nix sei „auf eine Weise komisch, die nicht mehr lustig ist“.[2]

Kino.de bezeichnete den Spielfilm als „thematisch couragierte, aber etwas sprunghaft wirkende Verfilmung“ und schrieb: „Auch wenn diese Melange aus melancholisch, tragisch und komisch keine harmonische Balance findet, sind die besten Absichten der Filmemacher und Schauspieler erkennbar.“[3] Cinema.de befand, dass Besser als nix „auch und vor allem ein Film über die Hoffnungen und Sehnsüchte von Jugendlichen“ sei, deren „Lebensgefühl die Regisseurin so treffsicher wie facettenreich einfängt. Mit großer Unbefangenheit verbindet sie schwarzen Humor und bittersüße Melancholie, surreale Situationen und wahrhaftige Gefühle“.[4]

Knut Elstermann vom Sender Radio Eins fand, es „traurig mitanzusehen, wie Regisseurin Ute Wieland das starke Potential der Geschichte, die jugendliche Begegnung mit dem Sterben, in angestrengte Skurrilität verschludert, wie geschmacklich unsicher und lieblos der auseinanderfallende, unglaubwürdige Film gemacht ist, wie er sich in reißerische Oberflächlichkeit verliert“.[5] Frauke Gust von Radio Berlin 88,8 lobte vornehmlich Goeskes Spiel und schrieb: „Die Landschaften in Spätsommer-Sonne und Herbstnebel getaucht geben dem Film etwas sensibel Melancholisches, das sehr gut zum Thema passt. Besser als nix ist ein Film für alle, die wissen: der Tod gehört zum Leben.“[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Meyns: Kritik der FILMSTARTS.de-Redaktion. Filmstarts.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  2. Andreas Kilb: Lustig ist was anderes. Frankfurter Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  3. Filmkritik zu Besser als nix - Gestorben ist noch jeder. Kino.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  4. Filmkritik zu Besser als nix. Cinema.de. Abgerufen am 14. Januar 2015.
  5. a b Filmstarts - Besser als nix. RBB. Abgerufen am 14. Januar 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.rbb-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.