Bestreichen (Militär)

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Das Bestreichen eines Geländes ist die geeignete Aufstellung und Verwendung von Feuerwaffen, um einen größtmöglichen Bereich unter wirksames Feuer nehmen zu können.

In der Befestigungskunst gilt das in gleicher Weise von den einzelnen Walllinien und deren vorliegenden Gräben aus. Man erreicht dies dadurch, dass man die zur Bestreichung (Flankierung) bestimmte Linie unter einem rechten Winkel zu der zu bestreichenden anlegt, bei voneinander getrennten Werken durch eine Anordnung der gegenseitigen Lage in diesem Sinn.

Bestrichener Raum ist diejenige am ebenen Boden gemessene Strecke, innerhalb deren sich die Geschossbahn nicht über die Zielhöhe (Reiterhöhe, ganze, halbe oder viertel Mannshöhe) erhebt. Die Länge des bestrichenen Raums hängt ab von der Konstruktion der Waffen und der Patronen, von deren Schussweite und der damit fortwährend zunehmenden Bahnkrümmung, der Zielhöhe, der Anschlagshöhe des Schützen, vom Vorhaltepunkt und von der Neigung des Geländes am Ziel.

Im modernen Militär wird der Begriff Bestreichen auch für die elektronische Markierung eines Ziels verwendet. Beispiel hierfür ist etwa die Infrarot-Beleuchtung eines Zieles vom Boden aus zur Leitung von Luft-Boden-Raketen oder intelligenten Bomben.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Oesterreichisches Militär-Conversations-Lexikon. Unter Mitwirkung mehrerer Offiziere der k.k. Armee. Red. u. hrsg. von J. Hirtenfeld und H. Meynert. Hrsg., 1. Januar 1831, S. 391 f. (google.at [abgerufen am 16. April 2017]).