Bettingen (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bettingen
Bettingen (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bettingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 6° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 270 m ü. NHN
Fläche: 7,25 km2
Einwohner: 994 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 137 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54646
Vorwahl: 06527
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 013
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Hans-Jürgen Holbach (SPD)
Lage der Ortsgemeinde Bettingen im Eifelkreis Bitburg-Prüm
Bitburg Auw bei Prüm Roth bei Prüm Olzheim Neuendorf Kleinlangenfeld Schwirzheim Büdesheim Wallersheim Fleringen Weinsheim Gondenbrett Sellerich Buchet Oberlascheid Bleialf Mützenich Winterscheid Winterspelt Großlangenfeld Brandscheid Prüm Rommersheim Giesdorf Hersdorf Seiwerath Schönecken Oberlauch Niederlauch Orlenbach Winringen Dingdorf Watzerath Pittenbach Pronsfeld Habscheid Heckhuscheid Matzerath Heisdorf Nimsreuland Lasel Wawern Feuerscheid Nimshuscheid Lützkampen Großkampenberg Kesfeld Üttfeld Euscheid Strickscheid Lünebach Lierfeld Eilscheid Dackscheid Merlscheid Pintesfeld Kinzenburg Waxweiler Manderscheid Lichtenborn Arzfeld Irrhausen Reiff Sengerich Leidenborn Herzfeld Eschfeld Roscheid Harspelt Sevenig (Our) Dahnen Reipeldingen Daleiden Dasburg Preischeid Olmscheid Jucken Kickeshausen Lauperath Krautscheid Oberpierscheid Niederpierscheid Lascheid Hargarten Lambertsberg Mauel Plütscheid Burbach Balesfeld Neuheilenbach Neidenbach Usch Zendscheid Steinborn Sankt Thomas Malbergweich Malberg (Eifel) Kyllburgweiler Seinsfeld Oberkail Gransdorf Gindorf Pickließem Orsfeld Kyllburg Etteldorf Wilsecker Badem Sefferweich Seffern Schleid Heilenbach Ehlenz Oberweiler Bickendorf Nattenheim Fließem Rittersdorf (Eifel) Ließem Niederweiler Biersdorf am See Wiersdorf Wißmannsdorf Hamm (Eifel) Echtershausen Brecht Feilsdorf Hütterscheid Baustert Brimingen Hisel Mülbach Oberweis Bettingen (Eifel) Olsdorf Wettlingen Stockem Halsdorf Enzen Dudeldorf Gondorf Metterich Hüttingen an der Kyll Röhl Scharfbillig Sülm Dahlem Trimport Idenheim Idesheim Meckel Eßlingen Oberstedem Niederstedem Wolsfeld Dockendorf Ingendorf Messerich Birtlingen Altscheid Berkoth Nusbaum Biesdorf Kruchten Hommerdingen Hüttingen bei Lahr Mettendorf Niehl Burg Lahr Geichlingen Körperich Roth an der Our Gentingen Ammeldingen an der Our Berscheid Bauler Waldhof-Falkenstein Keppeshausen Rodershausen Gemünd Sevenig bei Neuerburg Affler Dauwelshausen Scheitenkorb Nasingen Muxerath Obergeckler Niedergeckler Sinspelt Niederraden Koxhausen Herbstmühle Karlshausen Zweifelscheid Leimbach Emmelbaum Ammeldingen bei Neuerburg Heilbach Uppershausen Plascheid Hütten Neuerburg Scheuern Fischbach-Oberraden Utscheid Weidingen Übereisenbach Wallendorf Bollendorf Echternacherbrück Ernzen Ferschweiler Minden Menningen Eisenach Gilzem Kaschenbach Niederweis Irrel Prümzurlay Alsdorf Holsthum Peffingen Schankweiler Spangdahlem Herforst Beilingen Philippsheim Speicher (Eifel) Preist Orenhofen Auw an der Kyll Hosten Nordrhein-Westfalen Belgien Luxemburg Trier Landkreis Trier-Saarburg Landkreis Vulkaneifel Landkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild

Bettingen ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde liegt in der Eifel, etwa 290 m ü. NHN am Flusslauf der Prüm. Zu Bettingen gehören auch die Wohnplätze Altbettingen, Altenhof und Im Odendell.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1319. Das heutige Bettingen hieß im Mittelalter Frenkingen. Bettingen lag prümaufwärts in dem heutigen Ortsteil Alt-Bettingen und wurde im Dreißigjährigen Krieg von seinen Bewohnern verlassen (Ruinen sind heute noch vorhanden). In der Folge wurde der Ort Frenkingen zum heutigen Bettingen.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts war Bettingen der Hauptort der gleichnamigen Herrschaft im Herzogtum Luxemburg. Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte Bettingen zum Kanton Bitburg im Departement der Wälder. Bettingen wurde Hauptort einer Mairie. Nach der Übernahme der Region durch das Königreich Preußen (1815) wurde Bettingen Verwaltungssitz der gleichnamigen Bürgermeisterei im Kreis Bitburg.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Bettingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][3]

Jahr Einwohner
1815 635
1835 856
1871 954
1905 795
1939 1.099
1950 1.154
Jahr Einwohner
1961 1.161
1970 1.150
1987 1.041
1997 1.057
2005 1.012
2015 994

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bettingen besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl SPD CDU GRÜNE WGR Gesamt
2014 9 2 3 2 16 Sitze
2009 9 3 4 16 Sitze
2004 10 3 3 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bettingen
Wappenbegründung:

Sparrenbalken und Widerkreuze deuten auf eines der ältesten Geschlechter im Südeifelraum hin, die Edelfreien von Bettingen bzw. die späteren Herren, die Grafen von Manderscheid.[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Burgruine
  • Wegekreuz in der Ortsmitte
  • Kirchturmruine in Alt-Bettingen
  • Skulptur „Kieselkläpa“ am Frenkinger Platz in der Ortsmitte
  • Pfarrkirche St. Maximin
Siehe auch

Naturschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Am 8. September 1988 wurde das Naturschutzgebiet Scharren am Altenhof bei Bettingen mit der Nummer NSG-7232-098 ausgewiesen.
  • Am 23. Juni 1989 wurde das Naturschutzgebiet Im Odendell bei Bettingen mit der Nummer NSG-7232-058 ausgewiesen.[6]
Siehe auch

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Drenda: Der Bettinger Ortsdialekt - Anmerkungen zum Vokal „ü“. In: Beiträge zur Geschichte des Bitburger Landes. 87, 22. Jahrgang, Heft 2(2012) S. 27–33.
  • Helmut Fink: Bettingen im Spiegel einer wechselvollen Geschichte. In: Heimatkalender des Kreises Bitburg-Prüm 1995. S. 185–193.
  • Inge Kreutz: Beim Credo fielen die Bomben. Bettingen zur Zeit des Nationalsozialismus – Eine Rekonstruktion nach Zeitzeugenberichten. hrsg. vom Förderkreis Bettinger Geschichte e. V., Bettingen 2013.
  • Claus Rech: Gips und Kalk aus Bettingen. Abbau und Verarbeitung im 18. und 19. Jahrhundert. In: Heimatkalender des Kreises Bitburg-Prüm 2013. S. 100–106.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 62 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  6. Die Naturschutzgebiete in Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 28. September 2016.