Betzigau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Betzigau
Betzigau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Betzigau hervorgehoben

Koordinaten: 47° 44′ N, 10° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Schwaben
Landkreis: Oberallgäu
Höhe: 728 m ü. NHN
Fläche: 29,28 km2
Einwohner: 2939 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 100 Einwohner je km2
Postleitzahl: 87488
Vorwahl: 0831
Kfz-Kennzeichen: OA
Gemeindeschlüssel: 09 7 80 114
Gemeindegliederung: 33 Gemeindeteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rotkreuzstr. 2
87488 Betzigau
Website: www.betzigau.de
Erster Bürgermeister: Roland Helfrich[2] (Überparteiliche Wählergruppe Betzigau / Wählergruppe Hochgreut)
Lage der Gemeinde Betzigau im Landkreis Oberallgäu
ÖsterreichBaden-WürttembergLandkreis Lindau (Bodensee)Kempten (Allgäu)Landkreis UnterallgäuLandkreis OstallgäuKempter Wald (gemeindefreies Gebiet)WildpoldsriedWiggensbachWertachWeitnauWaltenhofenSulzberg (Landkreis Oberallgäu)SonthofenRettenbergOfterschwangOberstdorfOberstaufenObermaiselsteinOy-MittelbergMissen-WilhamsLauben (Landkreis Oberallgäu)Immenstadt im AllgäuBad HindelangHaldenwang (Landkreis Oberallgäu)Fischen im AllgäuDurachDietmannsriedBurgberg im AllgäuBuchenbergBolsterlangBlaichachBetzigauBalderschwangAltusriedKarte
Über dieses Bild

Betzigau ist eine Gemeinde im schwäbischen Landkreis Oberallgäu. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.

Geografie und Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betzigau liegt östlich von Kempten (Allgäu) am Rand des Kempter Waldes. Die Höhenlage der Gemeinde reicht von 709 m ü. NHN (Wagegger Weiherwiesen) bis 946 m ü. NHN (Haldiger Rain im Kempter Wald).

Es existiert nur die Gemarkung Betzigau. Es gibt 33 amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[3]

Betzigau liegt nahe der Bahnstrecke München–Lindau.

Leiterberg ist der zweitgrößte Ortsteil der Gemeinde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort wurde erstmals im Jahre 1238 als Bezzingowe erwähnt. Betzigau gehörte lange zum Fürststift Kempten. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss und der Säkularisation 1803 gehört der Ort zu Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen im Königreich Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
siehe auch Burgruine Baltenstein, Burgruine Schöneberg

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1988 bis 2008 wuchs Betzigau um 440 Einwohner bzw. um ca. 19 %. Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 2320 auf 2926 um 606 Einwohner bzw. um 26,1 %.

Die nachfolgenden Zahlen beziehen sich auf den Gebietsstand vom 25. Mai 1987.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1840 1900 1939 1950 1961 1970 1987 1991 1995 2000 2005 2010 2015 2016
Einwohner 1092 1265 1319 1747 1648 1803 2280 2499 2637 2775 2830 2747 2845 2876

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Bürgermeister ist Roland Helfrich (Überparteiliche Wählergruppe Betzigau / Wählergruppe Hochgreut).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2017 2.841.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 606.000 €.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bechhofen
Blasonierung: „Gespalten; vorne geteilt von Rot und Blau, hinten in Silber ein rotbewehrter schwarzer Bär.“[4]

Wappengeschichte: Die vordere Schildhälfte mit den Farben Rot und Blau weist auf das Stift Kempten hin, das von etwa 1440 bis zur Aufhebung des Klosters 1803 die Herrschaft über den Ort Betzigau innehatte. Der Bär steht redend für den Ortsnamen. Er bedeutet �Gau eines Betzo�. Dieser Name ist die Kurzform von Bernhard, der im ersten Namensteil auf �Bär� hinweist. Gau bedeutet waldfreies und daher siedlungsgünstiges Gebiet. Der Legende nach kam der Bär ins Wappen, weil sich vor der Besiedlung in dieser Gegend ein Urwald befand, in dem viele Bären lebten. Die Farben der hinteren Schildhälfte sind so gewählt, um sich von anderen schwäbischen Gemeinden, die den Bären als Hinweis auf die schweizerische Abtei St. Gallen ebenfalls in ihrem Wappen haben, zu unterscheiden. Ministerialentschließung vom 9. September 1958.[5]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 2017 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft elf, im produzierenden Gewerbe 315 und im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe 74 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 117 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.176. Im verarbeitenden Gewerbe gab es drei und im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2016 70 landwirtschaftliche Betriebe.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 2018):

  • Kindergärten: 165 Kindergartenplätze mit 156 Kindern
  • Grundschulen: eine mit 7 Lehrern und 103 Schülern

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Betzigau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Mitglieder des Gemeinderats Mai 2020 bis 2026. Gemeinde Betzigau, abgerufen am 30. Mai 2020.
  3. Gemeinde Betzigau in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 15. August 2019.
  4. Eintrag zum Wappen von Betzigau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  5. Zitat Eintrag zum Wappen von Betzigau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte