Beuth Hochschule für Technik Berlin

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Beuth Hochschule für Technik Berlin
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Motto Studiere Zukunft
Gründung 1823
Trägerschaft staatlich
Ort Berlin-Wedding
Bundesland Berlin
Staat Deutschland
Präsidentin Monika Gross
Studenten 12.519 WS 2014/15[1]
Mitarbeiter 461 (WS 2014/15)
davon Professoren 291 (WS 2014/15)
Jahresetat 84,4 Mio. Euro (2011)
Website www.beuth-hochschule.de

Die Beuth Hochschule für Technik Berlin (kurz: Beuth Hochschule, früher Technische Fachhochschule Berlin) ist eine staatliche Hochschule in Berlin. An ihr sind über 12.000 Studierende in acht Fachbereichen in rund 70[2] Studiengängen eingeschrieben. Zudem hat sie etwa 291 Professoren.

Geschichte[Bearbeiten]

Haus Grashof der Beuth Hochschule

Im Jahr 1823 erfolgte die Gründung einer Lehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau in Berlin. 1878 entstand die Baugewerkeschule Berlin und 1880 die Erste Handwerkerschule Berlin. 1882 folgte die Fachschule für Maurer und Zimmerer. Seit 1892 bestand die Städtische Maschinenbauschule Max Eyth Berlin. Alle genannten Einrichtungen hatten verschiedene Standorte.

Im Jahr 1909 kam es zur Gründung der Ingenieurschule Beuth. Ebenfalls für die spätere Entwicklung bedeutend war die um 1910 eingerichtete Technische Mittelschule im Wedding, Lütticher Straße 37–39.[3] 1919 entstand die Gewerbeschule Charlottenburg, 1922 folgte die Ingenieurschule Gauß. Am 3. Mai 1936 wurde die Höhere Graphische Fachschule der Stadt Berlin eingeführt. Im Jahre 1945, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, vereinigten sich die vorgenannten Bildungseinrichtungen zu den Vereinigten Bauschulen von Groß-Berlin, aus denen 1954 die Staatliche Ingenieurschule für Bauwesen wurde. 1966 entstand die Ingenieurakademie für Bauwesen Berlin.

1971 wurde die Technische Fachhochschule Berlin gegründet, in der weitere Fachbereiche und Studiengänge auch außerhalb des Bauwesens (z. B. Lebensmitteltechnologie) zusammengefasst wurden. Diese wurden nach und nach in überwiegend neuen Gebäuden an der Luxemburger Straße in Berlin-Wedding angesiedelt. Am 17. Januar 2008 beschloss die Akademische Versammlung die Umbenennung in Beuth Hochschule für Technik Berlin zum 1. April 2009.[4][5] Die Fachhochschule ist benannt nach Christian Peter Wilhelm Beuth. Er wird als „geistiger Vater der Ingenieurausbildung in Deutschland“ seitens der Fachhochschule benannt, da er 1821 mit dem Technischen Institut in Berlin die erste derartige Schule in Preußen initiierte.

Aufgrund der langen Vorgeschichte der Beuth Hochschule mit ihren unterschiedlichen Gründungselementen in verschiedenen Bezirken gibt es kein wirkliches Hauptgebäude. Das Haus Beuth an der Lütticher Straße am Campus gilt als Zentrale der Hochschule, da sich hier die Hauptverwaltung befindet.

Fachbereiche[Bearbeiten]

Die Beuth Hochschule ist in kleinere Fachbereiche anstelle von Fakultäten gegliedert. Es bestehen acht Fachbereiche mit jeweils drei bis neun Studiengängen.

Als erste Fachhochschule in Berlin laufen sämtliche Diplom-Studiengänge seit dem Wintersemester 2005 aus und es werden nur noch Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten. Außerdem ist sie die einzige Fachhochschule Deutschlands, die als staatliche Institution ein Studium der Theater- und Veranstaltungstechnik anbietet.

Weitere Einrichtungen[Bearbeiten]

Virtuelle Fachhochschule[Bearbeiten]

Im Rahmen des Hochschulverbundes Virtuelle Fachhochschule (VFH) werden länderübergreifend mehrere Online-Studiengänge angeboten[6].

Von 1999 bis 2003 nahm die Technische Fachhochschule Berlin am Bundesleitprojekt Virtuelle Fachhochschule für Technik, Informatik und Wirtschaft teil. Ziel des Projektes war es, das FH-Studium den geänderten gesellschaftlichen und technischen Bedingungen anzupassen sowie weitergehende Anpassungsfähigkeit aufzubauen und dauerhaft sicherzustellen. Neben der Technische Fachhochschule Berlin arbeiteten an der Entwicklung der Virtuellen Fachhochschule 10 weitere Fachhochschulen, 2 Universitäten, die Tarifpartner sowie Firmen aus den norddeutschen Bundesländern und das Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen[7]. Nach erfolgreichem Projektabschluss wird die Organisation an der Beuth Hochschule vom Labor Online Learning weitergeführt.

Zentrales Fernstudieninstitut[Bearbeiten]

Die Beuth Hochschule verfügt über ein Fernstudieninstitut (FSI), das 1983 als Zentralinstitut gegründet wurde. Für dessen weiterbildende Fernstudienangebote wird ein Nutzungsentgelt erhoben. Studierende der Masterstudiengängen bekommen auch einen Studentenstatus.

Hochschulsport[Bearbeiten]

Des Weiteren verfügt die Beuth Hochschule über eine gute Zentraleinrichtung Hochschulsport, die zum Beispiel auch Olympiastützpunkt Berlin ist. Außerdem werden hier die Sicherheitskräfte im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) weitergebildet.

Professoren (Auswahl)[Bearbeiten]

Bekannte Absolventen[Bearbeiten]

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beuth Hochschule für Technik Berlin – Über uns – Zahlen und Fakten
  2. Beuth Hochschule für Technik Berlin – Über uns – Zahlen und Fakten
  3. Lütticher Str. > Techn. Mittelschule. In: Berliner Adreßbuch, 1911, III, S. 969.
  4. Beuth Hochschule für Technik Berlin, TFH wird Beuth.
  5. Berliner Gesetz zur Zusammenführung von Fachhochschulen vom 17. Juli 2008 (PDF; 329 kB).
  6. On Campus, Richtig studieren im Netz (Seite für Online-Studenten)
  7. Bundesleitprojekt Virtuelle Fachhochschule, Arbeitsgruppe der Beuth Hochschule

52.54445313.352766Koordinaten: 52° 32′ 40″ N, 13° 21′ 10″ O