Bezirk Lichtenberg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen von Lichtenberg
Wappen von Berlin
Lichtenberg
11. Bezirk von Berlin
Bezirk Mitte Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg Bezirk Pankow Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Bezirk Spandau Bezirk Steglitz-Zehlendorf Bezirk Tempelhof-Schöneberg Bezirk Neukölln Bezirk Treptow-Köpenick Bezirk Marzahn-Hellersdorf Bezirk Lichtenberg Bezirk Reinickendorf BrandenburgOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
Koordinaten 52° 32′ 0″ N, 13° 30′ 0″ OKoordinaten: 52° 32′ 0″ N, 13° 30′ 0″ O.
Fläche 52,29 km²
Einwohner 280.721 (30. Jun. 2016)
Bevölkerungsdichte 5369 Einwohner/km²
Ausländeranteil 14,3[1] % (31. Dez. 2016)
Arbeitslosenquote 8,2[2] % (30. Jun. 2016)
Postleitzahl 10315, 10317, 10318, 10319, 10365, 10367, 10369, 13051, 13053, 13055, 13057, 13059
Vorwahl 030
Adresse der
Verwaltung
Rathaus Lichtenberg
Möllendorffstraße 6
10367 Berlin
Website www.lichtenberg.berlin.de
Durchschnittsalter 42,7 Jahre[1] (31. Dez. 2016)
Gliederung
Bezirksschlüssel 11
Gliederung des Bezirks

10 Ortsteile

Politik
Bezirksbürgermeister Michael Grunst (LINKE)
Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD)
Sitzverteilung (Bezirksverordnetenversammlung)
Linke SPD AfD CDU Grüne
18 13 12 7 5
Sitzverteilung in der BVV

Lichtenberg ist der elfte[3] Verwaltungsbezirk von Berlin und hatte 280.721 Einwohner per 31. Dezember 2015. Er entstand 2001 durch die Fusion der bis dahin eigenständigen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen.

Alle Ortsteile des heutigen Bezirks gehören seit der Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920 zum Berliner Stadtgebiet, darunter der namensgebende Ortsteil Lichtenberg.

Lichtenberg ist bekannt durch seinen Standort als Olympiastützpunkt an dem viele Spitzensportler ausgebildet werden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landschaftspark Herzberge ist ein Landschaftsschutzgebiet im Bezirk Lichtenberg. Die Parkanlage wird landwirtschaftlich genutzt durch die Beweidung der Flächen mit Rauwolligen Pommerschen Landschafen.

Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk besteht aus zehn Ortsteilen. Die heutigen Ortsteile Lichtenberg, Friedrichsfelde, Karlshorst, Rummelsburg und Fennpfuhl gehörten bis zur Bezirksfusion 2001 zum damals eigenständigen Stadtbezirk Lichtenberg. Die heutigen Ortsteile Alt-Hohenschönhausen, Neu-Hohenschönhausen, Wartenberg, Falkenberg und Malchow bildeten von 1985 bis 2001 den eigenständigen Berliner Bezirk Hohenschönhausen.

Innerhalb der amtlichen Ortsteile werden durch Tradition auch einzelne Gebiete unterschieden. Diese sind unter dem Ortsteilnamen gesondert angegeben.

Berlin-Rummelsburg
Haus Lemke (Mies van der Rohe Haus) in Alt-Hohenschönhausen
Ortsteile Fläche
(km²)
Ein­wohner[4]
30. Juni 2016
Ein­wohner
pro km²
Lage
1101 Friedrichsfelde 5,55 51.371 9.256
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1102 Karlshorst 6,55 26.780 4.089
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1103 Lichtenberg 7,22 41.079 5.690
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1104 Falkenberg 3,06 1.599 523
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1106 Malchow 1,54 554 360
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1107 Wartenberg 6,92 2.486 359
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1109 Neu-Hohenschönhausen 5,16 55.315 10.720
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1110 Alt-Hohenschönhausen 9,33 46.139 4.945
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1111 Fennpfuhl 2,12 32.545 15.351
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild
1112 Rummelsburg 4,52 22.853 5.056
Berlin Brandenburg Wartenberg Falkenberg Malchow Neu-Hohenschönhausen Alt-Hohenschönhausen Fennpfuhl Lichtenberg Rummelsburg Friedrichsfelde KarlshorstOrtsteile des Bezirks Lichtenberg
Über dieses Bild

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frühesten archäologischen Funde auf dem Gebiet des heutigen Bezirks datieren aus der mittleren Steinzeit, aber auch Funde aus der Bronzezeit, Eisenzeit und dem Frühmittelalter zeugen von einer wiederkehrenden Besiedelung vor der mittelalterlichen deutschen Landnahme.[5]

Der Verwaltungsbezirk Lichtenberg entstand durch Zusammenlegung von mehreren historisch lange Zeit voneinander unabhängigen Dörfern und Stadtteilen. Das eigentliche Dorf Lichtenberg, seit dem 21. Jahrhundert auch als Alt-Lichtenberg bezeichnet, ist nur eine dieser Siedlungen. Zu den weiteren ehemaligen Dörfern im Bezirk Lichtenberg zählen Friedrichsfelde, Hohenschönhausen, Falkenberg und Malchow. Viele Ortsteile des Verwaltungsbezirks Lichtenberg tragen die Namen dieser Dörfer.

Entwicklung der Dörfer (1200–1800)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Lichtenberg selbst entstand im Zuge der deutschen Kolonisation des Barnim um 1230. Es wurde allerdings erst am 24. Mai 1288 urkundlich in einem Grenzvertrag erwähnt. Der erste historische Nachweis für das Dorf Rosenfelde (1699 in Friedrichsfelde umbenannt) stammt aus dem Jahr 1265. Das Dorf Wartenberg wurde 1270 erstmals in einer brandenburgischen Urkunde genannt. 1344 folgte die Nennung von Malchow in einer Schenkungsurkunde von Ludwig dem Älteren an (Markgraf von Brandenburg). Die Nennung von Henricus bilrebeke (Heinrich Billerbeck) als Pfarrer der Kirche von Hohenschönhausen im Jahr 1352 war der erste direkte Nachweis dieses späteren Ortsteils. Falkenberg wird in der Schreibung Valkenberg 1370 erstmals in einer Urkunde des Markgrafen Otto V. genannt.

Ab 1684 ließ der Gutsbesitzer Paul von Fuchs in Malchow ein zweigeschossiges Herrenhaus, das Schloss Malchow sowie ein Brauhaus und weitere Gebäude errichten.

Im Jahr 1783 erwarb der spätere preußische Staatsminister Otto von Voß Dorf und Gut Wartenberg. Er errichtete ein Herrenhaus mit Wirtschaftsgebäuden, die seit den 1980er Jahren unter Denkmalschutz stehen.[6]

Marie-Elisabeth von Humboldt, Mutter von Alexander und Wilhelm von Humboldt, erhielt 1791 das Rittergut Falkenberg. Nach ihrem Tod wurde sie in der Falkenberger Kirche beigesetzt.

Karlshorst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kaiserreich entstand auf dem Vorwerk Carlshorst (seit 1901: Karlshorst) die gleichnamige Villenkolonie, die schnell zum „Dahlem des Ostens“ avancierte.

Im Offizierskasino der Pionierschule I wurde in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht unterzeichnet. In Andenken an dieses Ereignis befindet sich dort das Deutsch-Russische Museum.

Große Teile von Karlshorst waren bis 1963 sowjetisches Sperrgebiet. Im danach verbliebenen Sperrgebiet befand sich bis zum vollständigen Abzug der russischen Truppen 1994 die Auslandszentrale des KGB.

Der Ortsteil hebt sich bis heute mit seiner zum Teil sehr großzügigen Vorkriegsbebauung stark von den meisten Gegenden Lichtenbergs ab, die größtenteils stark durch Großbausiedlungen in Plattenbauweise aus der ehemaligen DDR geprägt sind.

Lichtenberg als Berliner Bezirk (1920–1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Gründung von Groß-Berlin im Jahr 1920 wurde die Stadt Lichtenberg zusammen mit der Landgemeinde sowie dem Gutsbezirk Biesdorf, den Landgemeinden Friedrichsfelde, Kaulsdorf, Mahlsdorf, Marzahn und Hellersdorf einschließlich des Gutsbezirks Wuhlgarten zum neu gegründeten 17. Berliner Verwaltungsbezirk, der den Namen Lichtenberg erhielt.

Ehemaliges Ministerium für Staatssicherheit, heute: Stasi-Museum

Teile der ehemaligen Gemeinde Boxhagen-Rummelsburg, die innerhalb des S-Bahn-Rings liegen, wurden 1938 dem Verwaltungsbezirk Friedrichshain zugeschlagen.

Im Jahr wies 1965 Lichtenberg 168.897 Einwohner auf, deren Zahl sich 1979 verringerte, weil die Ortsteile Marzahn, Mahlsdorf, Kaulsdorf, Biesdorf und Hellersdorf ausgegliedert wurden. Der Magistrat schuf daraus den eigenständigen Stadtbezirk Marzahn, der 1986 noch einmal in die Stadtbezirke Marzahn und Hellersdorf geteilt wurde.

In der Normannenstraße befand sich seit den späten 1960er Jahren die Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit, in dessen Räumen sich heute die Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße befindet.

Nach der Wiedervereinigung (seit 1990)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die im Jahr 2001 vom Senat beschlossene Verwaltungsreform führte zur Fusion von Lichtenberg mit dem zuvor eigenständigen Stadtbezirk Hohenschönhausen. Der so entstandene elfte Berliner Bezirk trägt weiterhin den Namen Lichtenberg.

Im Jahr 2008 erhielt der Bezirk den von der Bundesregierung verliehenen Titel Ort der Vielfalt.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungspyramide des Bezirks Lichtenberg 2010

Am 31. Dezember 2015 zählte der Bezirk Lichtenberg 280.721 Einwohner auf einer Fläche von 52,3 Quadratkilometern.[7] Somit lag am Stichtag die Bevölkerungsdichte bei 5.369 Einwohnern pro Quadratkilometer. Die Arbeitslosenquote bezifferte sich am 30. Juni 2016 auf 8,2 Prozent.[2] Am 31. Dezember 2016 betrug das Durchschnittsalter der Bevölkerung 42,7 Jahre.[1]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgelistet sind die Einwohnerzahlen des Berliner Verwaltungsbezirks Lichtenberg seit seiner Gründung im Jahre 1920 sowie in einigen Jahren davor in den entsprechenden Gebietsgrenzen.[8] Historisch weiter zurückreichende Einwohnerzahlen des Dorfes und der Stadt Lichtenberg vor ihrer Eingemeindung nach Berlin finden sich im Artikel über den Ortsteil Lichtenberg.

Jahr Einwohner-
zahlen
1900 1 58.030
1910 1 164.221
1919 1 183.706
1925 198.832
1932 232.209
1933 241.186
1939 2 196.811
1945 145.388
1946 157.721
1947 158.700
1949 162.500
1950 163.375
1961 157.668
Jahr Einwohner-
zahlen
1965 168.897
1970 170.133
1981 186.605
1987 3 178.187
1990 167.362
1993 167.261
1994 168.135
1995 168.280
1997 163.200
2000 154.375
2001 4 260.994
2002 260.500
2003 258.900
Jahr Einwohner-
zahlen
2004 257.585
2005 258.894
2006 258.738
2007 258.098
2008 258.869
2009 259.663
2010 261.617
2011 5 254.188
2012 258.586
2013 262.760
2014 268.465
2015 275.142
2016 283.121


1 auf dem Territorium des erst 1920 gebildeten Berliner Verwaltungsbezirks Lichtenberg
2 nach der Neuabgrenzung der Berliner Verwaltungsbezirke am 1. April 1938
3 1987 wurden Teile Lichtenbergs den Bezirken Hohenschönhausen und Marzahn zugeordnet
4 nach der 2001 erfolgten Fusion mit dem Bezirk Hohenschönhausen
5 basierend auf dem Ergebnis des Zensus 2011

Bevölkerungsgruppen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 31. Dezember 2016 lag der Ausländeranteil bei 14,3 %, während der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund bei 22,2 % lag.[1] Die Anzahl der Migranten variiert jedoch zwischen den verschiedenen Ortsteilen: So hatten 2010 im nördlich gelegenen Hohenschönhausen 3,5 % einen Migrationshintergrund, während im südlichen Ortsteil Lichtenberg rund 25 % der Einwohner einen Migrationshintergrund aufwiesen.[9] Die größten ausländischen Herkunftsländer stellen die Staaten der ehemaligen Sowjetunion dar, von denen die meisten Aussiedler bzw. Russlanddeutsche sind. Die zweitgrößte Gruppe bilden Südostasiaten, vornehmlich Vietnamesen. Rund 15 % der Schüler an Lichtenberger Gymnasien haben einen vietnamesischen Migrationshintergrund.[10] Des Weiteren gibt es einen vermehrten Zuzug von Menschen mit muslimischen Wurzeln. So entstammten am 30. Juni 2011 rund 8.800 Einwohner (3,3 % der Bevölkerung des Bezirks) einem muslimischen bzw. nahöstlichen Land.[11]

Infrastruktur der ostasiatischen Zuwanderer; das Dong Xuan Center
Bevölkerung nach Herkunft (2011)[11]
Deutsche ohne Migrationshintergrund 85,8 % (224.000)
Deutsche mit Migrationshintergrund bzw. Ausländer 14,2 %  (37.000)
ehemals sowjetischer Migrationshintergrund (Aussiedler aus Russland, Kasachstan) 5,0 % (13.000)
Muslimischer/nahöstlicher Migrationshintergrund (Türkei, Arabische Liga, Iran) 3,3 %  (8.800)
Vietnamesischer Migrationshintergrund 2,3 %  (6.000)
Jugoslawischer Migrationshintergrund 1,1 %  (3.000)
Sonstige (u. a. China, Philippinen, Polen, Afrodeutsche usw.) 2,5 %  (6.200)

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft Lichtenbergs ist geprägt von einer Vielzahl kleiner und mittlerer Unternehmen im Handel, Handwerk und Dienstleistungsbereich.

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenso prägend für die Wirtschaftsstruktur des Bezirks sind moderne und exportintensive Industrie- und Technologieunternehmen der Metallverarbeitung, des Werkzeug- und Fahrzeugbaus, des wissenschaftlichen Gerätebaus und der Elektrotechnik. Darüber hinaus finden sich Druckereien und Lebensmittelhersteller sowie industrienahe Dienstleister.[12]

Der Bezirk hat zehn Gewerbegebiete mit insgesamt über 460 Hektar Fläche. 2015 konnten etwa 20.000. Betriebe registriert werden. Im Gewerbegebiet um die Herzbergstraße nahm der Bestand im Jahr 2015 um 97 Betriebe zu.[13]

In Würdigung des gesellschaftlichen und ökonomischen Engagements der Lichtenberger Unternehmerschaft für den Standort wird in jedem Jahr ein „Lichtenberger Unternehmen des Jahres“[14] ausgezeichnet. Als einziges Berliner Bezirksamt bietet Lichtenberg als Serviceleistung ein Unternehmensportal (UPL)[15] als Informations- und Kommunikationsplattform für die Unternehmen der Region an und gestaltet jährlich mehrere Netzwerktreffen der Portalmitglieder.[16]

Gewerbe und medizinische Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arkaden an der Landsberger Allee

Im Bezirk Lichtenberg liegen der Fern- und Regionalbahnhof Lichtenberg sowie die Regionalbahnhöfe Hohenschönhausen und Karlshorst. Der Bahnhof Ostkreuz liegt zu einem kleinen Teil auf Lichtenberger Gebiet.

Individualverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Bezirk führt eine der längsten Straßen Berlins, die Landsberger Allee. Sie war bis zur Bezirksfusion 2001 die Grenze zwischen dem Bezirk Lichtenberg (südlich der Straße) und Hohenschönhausen (nördlich der Straße). Ein längeres Teilstück der – auf gemeinsamer Trasse geführten – Bundesstraßen B 1/B 5, die den Bezirk in Ost-West-Richtung durchquert, sind ein Abschnitt der Frankfurter Allee und die Straße Alt-Friedrichsfelde. Die Bundesstraße B2 führt ebenfalls durch Lichtenberg. Die Fertigstellung der Tangentiale Verbindung Ost (TVO), deren dritter Bauabschnitt durch Lichtenberg verläuft, wurde 2011 beschlossen und befindet sich gegenwärtig (Stand:2017) in der Planungsphase.

Öffentlicher Personennahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Nahverkehr ist der Bezirk durch die S-Bahn-Linien S3, S41, S42, S5, S7, S75, S8, S85 und S9 sowie die U-Bahn-Linie U5 erschlossen. Mehrere Straßenbahn- und Omnibuslinien führen durch den Bezirk. Der größte Teil des Berliner Straßenbahnnetzes befindet sich in Lichtenberg. In der Siegfriedstraße gibt es darüber hinaus einen Betriebshof für Straßenbahn und Omnibus, der bis 1973 den einzigen Ost-Berliner Obus-Fuhrpark beherbergte.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wahl zur Bezirksverordnetenversammlung 2016[17]
Wahlbeteiligung: 60,1 %
 %
30
20
10
0
29,8
21,7
19,2
12,6
8,2
2,9
2,9
2,7
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2011[17]
 %p
 20
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-4,4
-7,6
+19,2
+0,6
+0,7
-6,3
+2,1
-4,4

Bezirksverordnetenversammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Politik im Bezirk Lichtenberg war nach 1990 durch eine absolute Mehrheit der PDS in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bestimmt. Lichtenberg war auch einer der drei Bundestagswahlkreise, die die PDS bei der Bundestagswahl 2005 direkt gewinnen konnte. Kritiker argumentieren, die starke Position der heutigen Linkspartei in Lichtenberg begründe sich in der noch aus DDR-Zeiten stammenden Sozialstruktur.

Bei der Wahl zur BVV 2006 verlor die PDS (nun: Linkspartei.PDS) neun Sitze und damit ihre absolute Mehrheit, blieb jedoch stärkste Fraktion. Zweitstärkste Fraktion wurde die SPD mit 17 Sitzen.

Bürgerbeteiligung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2005 gibt es einen Bürgerhaushalt, der erstmals für das Haushaltsjahr 2007 aufgestellt wurde.[18]

Am 17. September 2006 fand mit der Wahl auch der erste Bürgerentscheid Berlins auf Bezirksebene statt. Konkret konnten die Wahlberechtigten Lichtenbergs über die Fusionspläne der drei südlichen Gymnasien des Bezirks abstimmen. Eingebracht wurde der Bürgerentscheid von Eltern, Schülern und Lehrern des Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasiums, die eine geplante Fusion mit dem Immanuel-Kant-Gymnasium ablehnten und alternativ eine Fusion zwischen Immanuel-Kant-Gymnasium und Georg-Forster-Gymnasium bewirken wollten. Der letztere Vorschlag wurde dann umgesetzt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen des Bezirks Lichtenberg wurde nach der Fusion der ehemaligen Bezirke Lichtenberg und Hohenschönhausen neugestaltet. Während der Name für den Bezirk schnell feststand, zog sich der Prozess der Wappenfindung knapp über fünf Jahre hin. Es gab bereits 2004 einen Entwurf, der den heraldischen Anforderungen durch den Senatsbeauftragten nicht genügte und deshalb überarbeitet werden musste. Das seitdem gültige Wappen wurde am 28. Februar 2006 durch den Senat von Berlin verliehen.

Coat of arms of borough Lichtenberg.svg

Blasonierung: Das obere grüne Feld des geteilten Schildes zeigt einen silbernen Berg, der zu beiden Seiten jeweils mit einem kleinen silbernen Hügel verbunden ist. Hinter dem Berg zeigt sich eine wachsende goldene strahlende Sonne. Die Sonne wird von zwei silbernen Laubbäumen mit schwarzen Ästen und schwarz-silbernem Stamm begleitet, die auf den kleinen Hügeln stehen. Im unteren blauen Feld befinden sich nebeneinander drei schwebende goldene Ähren, die Mittlere etwas tiefer. Auf dem Schild ruht eine rote dreitürmige Mauerkrone, deren mittlerer Turm mit dem Berliner Wappenschild belegt ist.[19]

Wappenbegründung: Das quergeteilte Schild zeigt im oberen Feld Elemente aus dem ehemaligen Bezirkswappen Lichtenbergs und im unteren Feld Elemente aus dem Bezirkswappen Hohenschönhausens. Das obere Feld mit der Sonne hinter dem Berg verweist auf die erhöht gelegene helle Lichtung, die dem Bezirk den Namen gab. Das untere Feld mit den drei Ähren symbolisiert die mit dem Bezirk Hohenschönhausen eingebrachten drei historischen Dörfer Malchow, Wartenberg und Falkenberg. Das Blau des unteren Feldes greift das blaue Wellenband des alten Lichtenberger Wappens auf und verweist damit auf die Lage am Rummelsburger See und dem Spreeufer. Das Grün und die Bäume im oberen Feld sind Ausdruck des Waldreichtums. Die Mauerkrone ist das verbindende Element aller Berliner Bezirke.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Lichtenberg verfolgt mit seinen Städtepartnerschaften das Ziel, einen Beitrag zur Völkerverständigung und friedlichen Miteinander zu leisten. Lichtenberg unterhält sieben Partnerschaften mit Städten in sechs verschiedenen Ländern.

Besonders die Kooperationen mit den folgenden Institutionen und Vereinen haben dazu beigetragen, die Kontakte zu Lichtenbergers Partnerstädten zu intensivieren und lebendig zu halten:

Verein Solidaritätsdienst International (SODI), Verein für Solidarität und Entwicklung von Selbsthilfe in Mosambik (Associação de Solidariedade e Desenvolvimento de Auto-Ajuda, ASDA),[20] Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (EJF), Verein Osteuropa Zentrum Berlin (OEZB), Alexander-Puschkin-Schule, Barnim-Gymnasium, Verein der Vereinigung der Vietnamesen in Berlin & Brandenburg (VdVBB e. V.), Verein für ambulante Versorgung Hohenschönhausen, Bürgerverein Fennpfuhl und Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (BGZ).

Der Bezirk Lichtenberg unterhält Partnerschaftsbeziehungen mit

MosambikMosambik Maputo in Mosambik, seit 22. August 1995

Im Jahr 2015 wurde der 20. Jahrestag dieser Städtepartnerschaft begangen. Dazu besuchte eine Delegation aus dem bevölkerungsreichsten Bezirk (ca. 280.000 Menschen) der mosambikanischen Hauptstadt Maputo den Berliner Bezirk.[21] Im Herbst 2015 startete der Bezirk Lichtenberg mit seiner Partnerkommune Kamubukwana das Projekt „Nachhaltige Kommunalentwicklung durch Partnerschaftsprojekte“ (NAKOPA) mit einem Förderzeitraum vom 1. November 2015 bis 30. Oktober 2018.[22]

PolenPolen Białołęka, Stadtbezirk von Warschau in Polen, seit 8. März 2000

Am 2. November 2016 unterzeichneten die ehemalige Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro und ihre Amtskollegin Ilona Soja-Kozlowska die neuen Schwerpunkte der polnisch-deutschen partnerschaftlichen Zusammenarbeit für die Jahre 2016–2018.[23]

RusslandRussland Kaliningrader Gebiet in Russland, seit 26. April 2001

Das Rathaus Lichtenberg ist Sitz des Bezirksbürgermeisters und der Bezirksstadträte
Die beiden Partnerstädte verständigten sich im Herbst 2011 auf eine engere Zusammenarbeit, vor allem auf dem Gebiet des Tourismus und dem damit verbundenen Marketing. Des Weiteren sollen Schulpartnerschaften abgeschlossen und der Jugend- und Sportleraustausch intensiviert werden.[24] Erfahrungsaustausche, gegenseitige Besuche zum Kaliningrader Stadtfest oder zu den Deutsch-Russischen Festtagen in Karlshorst prägen die Partnerschaft. Zusammen mit dem Verein Osteuropazentrum Berlin organisierte das Bezirksamt auch Veranstaltungen zu Vergangenheit und Gegenwart der Stadt unter dem Titel „Königsberg-Kaliningrad“ im Kulturhaus Lichtenberg.[25]

PolenPolen Hajnowka, Kreis in Polen, seit 21. September 2001

Der am 1. Dezember 2014 gewählte Landrat Miroslaw Romaniuk der Partnergemeinde Hajnowka, Region empfing am 2. Oktober 2015 Andreas Prüfer, den damaligen stellvertretenden Bezirksbürgermeister, Mitarbeiterin Karin Strumpf, Beauftragte für Städtepartnerschaften und Bezirksverordnete Jutta Feige. In Anwesenheit des Vorstandes des Kreises Hajnowka wurde der Partnerschaftsvertrag 2015-2017 unterzeichnet. Ein Schwerpunkt liegt auf inklusive Jugendbegegnungen.[26]

LitauenLitauen Jurbarkas, Rajon in Litauen, seit 29. Oktober 2003

Aus Anlass des zehnjährigen Bestehens dieser Partnerschaft wurde beim Fennpfuhlfest Wir von hier im Oktober 2013 ein Erinnerungsbäumchen in Anwesenheit von Vertretern beider Verwaltungen gepflanzt.[27] Jurbarkas beging 2014 sein 755-jähriges Stadtjubiläum. Eine Lichtenberger Delegation angeführt vom damaligen stellvertretenden Bezirksbürgermeister Andreas Prüfer hatte den Feierlichkeiten beigewohnt.[28]

OsterreichÖsterreich Margareten, Stadtbezirk von Wien in Österreich, seit 20. April 2015[29]

Im Rahmen der „Wiener Wochen für Beruf und Weiterbildung“ besuchten Birgit Monteiro, der damalige Baustadtrat Wilfried Nünthel, der ehemalige BVV-Vorsteher Rainer Bosse und Karin Strumpf, Beauftragte für Städtepartnerschaften, vom 19. bis 21. April 2015 den 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten. Beide Partner hatten sich darüber verständigt, auch weiterhin Erfahrungen auszutauschen hinsichtlich der Themen Klimaschutz, Wirtschaftsplattform für lokale Unternehmen, familienfreundlicher Bezirk, Kunst und Kultur sowie Jugendarbeit.[30]

VietnamVietnam Hanoi, Hauptstadt von Vietnam

Im Herbst 2015 wurde die Partnerschaft mit dem Stadtteil Hoan Kiem der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi durch die ehemalige Bürgermeisterin Birgit Monteiro bei einem Vor-Ort-Besuch besiegelt.[31] Verstärkt wurde die Zusammenarbeit in den Bereichen Ausbildung, Jugend, Soziales / Tourismus, Kultur und Sport / Wirtschaft und städtische Entwicklung und die Kooperation der Verwaltungsämter angestrebt.[32]

Polizei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuständig für die innere Sicherheit im Bezirk Lichtenberg ist die Direktion 6 der Berliner Landespolizei.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hochschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Robinson-Grundschule
  • Adam-Ries-Grundschule im Ortsteil Friedrichsfelde
  • Bernhard-Grzimek-Grundschule im Ortsteil Friedrichsfelde
  • BIP-Kreativitäts-Schule, im Ortsteil Karlshorst
  • Brodowin-Grundschule im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Bürgermeister-Ziethen-Grundschule im Ortsteil Friedrichsfelde
  • Evangelische Schule Lichtenberg, im Ortsteil Friedrichsfelde
  • Feldmark-Schule, im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Friedrichsfelder Grundschule im Ortsteil Friedrichsfelde
  • Grundschule am Roederplatz im Ortsteil Fennpfuhl
  • Grundschule am Wäldchen im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Grundschule am Wilhelmsberg im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Grundschule auf dem lichten Berg im Ortsteil Lichtenberg
  • Grundschule im Grünen im Ortsteil Malchow
  • Grundschule im Gutspark im Ortsteil Lichtenberg
  • Hermann-Gmeiner-Grundschule im Ortsteil Lichtenberg
  • Karlshorster Grundschule im Ortsteil Karlshorst
  • Katholische Schule Sankt Mauritius, im Ortsteil Lichtenberg
  • Kirsten-Boie-Grundschule im Ortsteil Rummelsburg
  • Lew-Tolstoi-Grundschule im Ortsteil Karlshorst
  • Martin-Niemöller-Grundschule im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Matibi-Grundschule im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Obersee-Grundschule im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Paul-und-Charlotte-Kniese-Schule, im Ortsteil Friedrichsfelde
  • Randow-Grundschule im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Richard-Wagner-Grundschule im Ortsteil Karlshorst
  • Robinson-Grundschule im Ortsteil Rummelsburg
  • Schule Am Faulen See, im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Schule an der Victoriastadt, im Ortsteil Rummelsburg
  • Schule im Ostseekarree, im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Sonnenuhr-Grundschule im Ortsteil Fennpfuhl
  • Selma-Lagerlöf-Schule (Sprachheilschule) im Ortsteil Fennpfuhl

Oberschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alexander-Puschkin-Schule im Ortsteil Friedrichsfelde, seit 2003 „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“
  • Barnim-Oberschule (Gymnasium), Latein ab der 5. Klasse,[33] im Ortsteil Falkenberg
  • Kreativitätsgymnasium (Privatschule)
  • Fritz-Reuter-Oberschule im Ortsteil Wartenberg
  • Hans-und-Hilde-Coppi-Gymnasium im Ortsteil Karlshorst
  • George-Orwell-Oberschule im Ortsteil Friedrichsfelde
  • Gutenberg-Oberschule (UNESCO-Projektschule) im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Immanuel-Kant-Gymnasium, 1904 gegründet, älteste Schule des Bezirks, im Ortsteil Rummelsburg
  • Johann-Gottfried-Herder-Gymnasium im Ortsteil Fennpfuhl
  • Keith-Haring-Oberschule im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Manfred-von-Ardenne-Gymnasium im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Mildred-Harnack-Oberschule, Sekundarschule und Europaschule im Ortsteil Lichtenberg
  • Oberschule am Rathaus im Ortsteil Lichtenberg
  • Paul-Schmidt-Oberschule im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Philipp-Reis-Oberschule im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen
  • Vincent-van-Gogh-Schule im Ortsteil Neu-Hohenschönhausen
  • Werner-Seelenbinder-Schule (Schul- und Leistungssportzentrum Berlin) im Ortsteil Alt-Hohenschönhausen

Weitere Schulen und Bibliotheken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max-Taut-Schule (Oberstufenzentrum)
  • Carl-von-Linné-Schule Berlin, eine der größten Schulen für Körperbehinderte und Preisträger des Deutschen Schulpreises 2007
  • Nils-Holgersson-Schule Berlin, Schule mit Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
  • Oberstufenzentrum Max-Taut-Schule im Ortsteil Rummelsburg
  • Schostakowitsch-Musikschule Berlin-Lichtenberg, Musikschule die auch eine Ausbildung in traditioneller vietnamesischer Musik bietet
  • Volkshochschule Berlin-Lichtenberg
  • Im Bezirk befinden sich verschiedene Bibliotheken wie z. B. die Anna-Seghers-Bibliothek (Bezirkszentralbibliothek),[34] die Anton-Saefkow-Bibliothek (Mittelpunktbibliothek), die Bodo-Uhse-Bibliothek (Mittelpunktbibliothek) und die Egon-Erwin-Kisch-Bibliothek (Mittelpunktbibliothek).

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Empfang der Eisbären Berlin im Roten Rathaus nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft im Jahr 2005

Im Bezirk Lichtenberg sind 93 Sportvereine mit 112 Standorten ansässig, das Angebot umfasst 66 Sportarten (Stand: 2004). Insgesamt sind etwa 23.000 Vereinsmitglieder in Lichtenberg registriert.

Zu den bekanntesten Sportvereinen im Bezirk gehören der mehrmalige deutsche Eishockey-Meister EHC Eisbären Berlin, der frühere DDR-Serienmeister im Fußball BFC Dynamo sowie der SC Berlin (Leichtathletik und Schwimmsport), die allesamt auf dem Gelände des Sportforums Hohenschönhausen beheimatet sind.

Weitere bekannte Vereine des Bezirks sind die Fußballvereine SV Sparta Lichtenberg und SV Lichtenberg 47. Letzterer trägt seine Heimspiele in der HOWOGE-Arena „Hans Zoschke“ aus.

Das Sportforum ist Teil des Olympiastützpunktes Berlin und war bzw. ist Trainingsstätte für zahlreiche bekannte deutsche Sportler (wie die Eisschnelllauf-Weltmeisterin Claudia Pechstein oder die ehemalige Schwimm-Welt- und -Europameisterin Franziska van Almsick).

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater an der Parkaue für junges Publikum in Lichtenberg
Skulptur im Tierpark Berlin

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 2007 findet jährlich die Lange Nacht der Bilder in den Bezirken Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg statt. An verschiedenen Standorten in den Bezirken werden bei dieser Veranstaltung Ausstellungen präsentiert, offene Ateliers gezeigt sowie Konzerte, Lesungen und Gesprächsrunden veranstaltet.[35]

Restaurants und Kinos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk in der Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Tierheim Berlin in Falkenberg diente mehrmals als Film- und Fotokulisse, wie z. B. im Science-Fiction-Film Aeon Flux (2005).[37][38]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jan Feustel: Spaziergänge in Lichtenberg. Haude und Spener, Berlin 1996, ISBN 3-7759-0409-3.
  • Bezirksamt Lichtenberg von Berlin (Hrsg.): Rathaus Lichtenberg. Nicolaische Verlagsbuchhandlung, Berlin 1994, ISBN 3-87584-532-3 (Geschichte Lichtenbergs und viel altes Kartenmaterial, Schwerpunkt auf dem Rathaus Lichtenberg).
  • Museum Lichtenberg im Stadthaus (Hrsg.): 725 Jahre Lichtenberg – Große Geschichten der kleinen Dörfer. Ausstellungskatalog (Berlin 2013).
  • Bezirksamt Lichtenberg von Berlin (Hrsg.): Lust auf Lichtenberg. Berlin 2004.
  • Jürgen Hofmann: Lichtenberg – Kurze Geschichte eines Berliner Bezirks. Bezirksamt Lichtenberg von Berlin (Hrsg.), Berlin 2013, ISBN 978-3-00-043170-8.
  • Museum Lichtenberg im Stadthaus (Hrsg.): Faszination Archäologie. Funde aus Ur- und Frühgeschichte in Lichtenberg und Hohenschönhausen. Begleitbroschüre zur Ausstellung (Berlin 2012).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bezirk Lichtenberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Lichtenberg – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Statistischer Bericht – Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 31. Dezember 2016 (PDF; 3,1 MB). Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Abgerufen am 25. Juni 2016.
  2. a b Jobcenter. Lichtenberg registriert niedrigste Arbeitslosigkeit seit der Wende. In: Berliner Zeitung, 7. Juli 2016. Abgerufen am 25. November 2016.
  3. Nummerierung gemäß Bezirksschlüssel
  4. Melderechtlich registrierte Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2016, Daten des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 24. September 2016 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  5. Joachim Krüger/Reena Perschke/Thomas Thiele: Faszination Archäologie. Funde aus Ur- und Frühgeschichte in Lichtenberg und Hohenschönhausen. In: MuseumsJournal Berlin, 26. Jg., Nr. 3, Juli–September 2012 (Berlin 2012) 62–63.
  6. Baudenkmalsensemble Dorfstraße Wartenberg
  7. Fortgeschriebene Bevölkerungszahlen vom 31. Dezember 2015 des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 15. Juli 2016 (PDF-Datei) (Hilfe dazu).
  8. Statistisches Landesamt Berlin; Statistisches Jahrbuch der Stadt Berlin. 27. Jahrgang (1900–1902); Statistisches Taschenbuch der Stadt Berlin. 1. Jahrgang 1924; Statistisches Jahrbuch der Stadt Berlin. 9. Jahrgang 1933 und 11. Jahrgang 1935; Berlin in Zahlen. 1942, 1946/1947 und 1948/1949; Statistisches Jahrbuch. des Statistischen Landesamtes Berlin 1988, 1995 und 1996; Statistisches Jahrbuch der Deutschen Demokratischen Republik. 1988
  9. Einwohner sowie Personen mit Migrationshintergrund im Bezirk Lichtenberg am 31. Dezember 2010 (PDF). Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, abgerufen am 17. Juni 2013.
  10. Strenge Erziehung – Die besten deutschen Schüler stammen aus Vietnam. In: Die Welt, 6. Februar 2011, abgerufen am 17. Juni 2013.
  11. a b Einwohnerinnen und Einwohner im Land Berlin am 30. Juni 2011 (PDF; 2,6 MB). Statistik Berlin-Brandenburg, abgerufen am 17. Juni 2013.
  12. Wirtschaftsstandort Lichtenberg. Abgerufen am 25. Oktober 2016.
  13. Bezirksamt Lichtenberg von Berlin Abteilung Wirtschaft, Personal und Finanzen - Büro für Wirtschaftsförderung (Hrsg.): Wirtschaftsbericht 2015. Februar 2016, S. 3.
  14. Unternehmen des Jahres 2016 auf meinostberlin-tv.de. Abgerufen am 1. November 2016.
  15. Unternehmensportal Lichtenberg. Abgerufen am 1. November 2016.
  16. Bezirksamt Lichtenberg von Berlin Abteilung Wirtschaft, Personal und Finanzen – Büro für Wirtschaftsförderung (Hrsg.): Wirtschaftsbericht 2015. Februar 2016, S. 6.
  17. a b Die Landeswahlleiterin für Berlin, abgerufen am 28. Oktober 2016
  18. Berlin-Lichtenberg – Bürgerhaushalt
  19. Hoheitszeichen von Berlin – Bezirkswappen
  20. Verein für Solidarität und Entwicklung von Selbsthilfe in Mosambik. Abgerufen am 16. April 2017.
  21. Partnerstadt Maputo. Abgerufen am 16. April 2017.
  22. Landkarte zu NAKOPA-Projekten. Abgerufen am 16. April 2017.
  23. Bürgermeisterinnen verlängern Partnerschaft. Abgerufen am 16. April 2017.
  24. Zusammenarbeit: Städtepartnerschaft wird ausgebaut. In: Berliner Morgenpost, Wochenend-Extra, Ausgabe Lichtenberg, 12./13. November 2011
  25. Partnerstadt Kaliningrad. Abgerufen am 16. April 2017.
  26. Bezirksamt Lichtenberg von Berlin (Hrsg.): Jahresbericht 2015. S. 17.
  27. Monika Arnold: Ein bunter Kulturnachmittag bei „Wir von hier“, dem 11. Fennpfuhlfest. (Memento vom 13. Oktober 2013 im Internet Archive) Auf www.morgenpost.de/leserreporter, abgerufen am 1. November 2013
  28. Jubarkas feiert. Delegation aus dem Bezirk gratuliert. In: Lichtenberger Rathausnachrichten. 4. Oktober 2014, S. 8.
  29. Städtepartnerschaft mit Margareten (Wien). Abgerufen am 2. August 2016.
  30. Margareten von Wien. Abgerufen am 16. April 2017.
  31. Sabine Deckwerth: Auf nach Vietnam! In: Berliner Zeitung, 15. Oktober 2015, S. 15.
  32. Partnerschaft mit Hoàn Kiếm von Hanoi. Abgerufen am 16. April 2017.
  33. Monika Arnold: Inklusion – kein leeres Wort am Barnim-Gymnasium; in: Berliner Morgenpost Online; 10. Oktober 2013 (Memento vom 9. Dezember 2014 im Internet Archive)
  34. Stadtbibliothek Berlin-Lichtenberg
  35. Lange Nacht der Bilder in Lichtenberg. Abgerufen am 2. August 2016.
  36. Heimatliebe in der Himmelsküche. In: FAZ, abgerufen am 30. Juni 2017.
  37. Aeon Flux Pictures: Aeon Flux Images. Szenenbild mit Haupteingang des Tierheims Berlin. IGN, archiviert vom Original am 23. Februar 2014, abgerufen am 23. Dezember 2010.
  38. Aeon Flux Pictures: Image 81 of 117. Szenenbild mit Außenfassade der Hundehäuser des Tierheims Berlin. IGN, abgerufen am 13. Januar 2014.