Bezirk Lienz

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Lage
Bezirk Imst Innsbruck Bezirk Innsbruck-Land Bezirk Kitzbühel Bezirk Kufstein Bezirk Landeck Bezirk Lienz Bezirk Reutte Bezirk SchwazLage des Bezirks Lienz im Bundesland Tirol (anklickbare Karte)
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Basisdaten
Bundesland Tirol
NUTS-III-Region AT-333
Verwaltungssitz Lienz
Fläche 2019,87 km²
Einwohner 49.033 (1. Jänner 2016)
Bevölkerungsdichte 24 Einw./km²
Kfz-Kennzeichen LZ
Bezirkshauptmannschaft
Bezirkshauptmann Dr. Olga Reisner
Webseite www.tirol.gv.at/bh-lienz
Karte
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Der Bezirk Lienz [ˈli:ɛnt͜s] ist ein Politischer Bezirk des österreichischen Bundeslandes Tirol.

Er ist der flächenmäßig größte Bezirk des Landes und deckungsgleich mit der Region Osttirol.

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Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Lienz, flächenmäßig der größte Bezirk Tirols und fünftgrößte von Österreich, ist durch einen etwa 9,5 km langen Streifen Südtiroler und Salzburger Gebiets (das Südtiroler Ahrntal) von Nordtirol getrennt und bildet eine Exklave des Bundeslands Tirol (siehe auch Liste der Exklaven und Enklaven). Osttirol grenzt an die Bundesländer Salzburg und Kärnten sowie die italienischen Regionen Trentino-Südtirol und Venetien. Die Haupttäler des Bezirkes sind das Pustertal, das Iseltal, das Defereggental, das Virgental, das Kalser Tal und das Tiroler Gailtal; große Flächen des Bezirkes werden von den Gebirgen der Hohen Tauern und der Karnischen Alpen eingenommen.

Flüsse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptflüsse des Bezirks sind die Drau und die in Lienz in die Drau einmündende Isel. Die wichtigsten Zuflüsse der Isel sind der Tauernbach, der Kalserbach und die Schwarzach, die Drau wird in Osttirol wiederum vom Villgratenbach und Debantbach gespeist. Ein weiterer wichtiger Fluss im Bezirk ist die Gail, die durch das Tilliacher Tal (Gailtal) fließt und letztlich in Villach (Kärnten) ebenfalls in die Drau mündet.

Gebirge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Osttirol hat großen Anteil an den Hohen Tauern, wobei Venedigergruppe, Granatspitzgruppe, Glocknergruppe, Schobergruppe, Goldberggruppe, Rieserfernergruppe, Kreuzeckgruppe und Villgratner Berge ganz oder teilweise auf Osttiroler Gebiet liegen. Im Süden hat Osttirol auch Anteil an den Gailtaler Alpen (Lienzer Dolomiten) und dem Karnischen Hauptkamm. In Osttirol liegen mehr als 150 selbständige Berggipfel mit einer Höhe von wenigstens 3000 Meter über Adria.

Benachbarte Gebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nordtirol Bezirk Zell am See/Pinzgau (Salzburg)
Bezirksgemeinschaft Pustertal/Bruneck (Südtirol/Prov. Bozen, Italien) Nachbargemeinden Bezirk Spittal an der Drau (Kärnten)
Provinz Belluno∗∗ (Italien) Bezirk Hermagor (Kärnten)
Der zweite Landesteil des Bundeslands Tirol, Nordtirol, grenzt nicht direkt an Osttirol, weil sich das oberste Südtiroler Ahrntal dazwischen schiebt.
∗∗ Talschaft Ampezzo

NUTS-Gliederung: AT333 Osttirol[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der für die amtliche Statistik der EU geführten NUTS-Gliederung ist Osttirol eine der fünf Gruppen von Bezirken (Ebene NUTS:AT-2) in Tirol, trägt den Code AT333 und umfasst den politischen Bezirk.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die historische Region Tirol, welche die heutige Europaregion Tirol–Südtirol–Trentino darstellt
Hauptartikel: Geschichte Osttirols

Das Land Tirol, ehemalige Grafschaft des Habsburgerreiches, das am Ende des Ersten Weltkrieges zwischen Österreich und Italien geteilt wurde, gliedert sich in vier Teile: Nord- und Osttirol (der Bezirk Lienz) gehören gemeinsam als Bundesland Tirol mit der Hauptstadt Innsbruck nach wie vor zu Österreich, Südtirol (die Autonome Provinz Bozen/Alto-Adige) mit der Hauptstadt Bozen und das Trentino (Welschtirol, Autonome Provinz Trient/Trento) mit der Hauptstadt Trient kamen zu Italien und bilden die italienische Region Trentino-Südtirol. Heute bilden die vier Landesteile in Österreich und Italien die gemeinsame Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino.

Siehe auch die Abschnitte Geschichte Tirols bis 1918 und 1918 bis heute

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaft des Bezirks ist durch den Dienstleistungsbereich geprägt, hier dominieren vor allem Handel und Tourismus.

Bedeutende Industrie- und Gewerbestandorte sind Lienz und Sillian, große Produktionsbetriebe sind in den Bereichen Maschinenbau und Bauwirtschaft zu finden.

Der Bezirk hat einen großen Anteil an Auspendlern, Ziele sind vor allem der Raum Innsbruck, das benachbarte Oberkärnten und das Land Salzburg.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kürzeste Straßenverbindung von Nordtirol erfolgt über die Felbertauernstraße B 108 und den Felbertauerntunnel (circa 5,3 km) in den Pinzgau. Vom Verkehrsknotenpunkt Lienz zweigt neben der Felbertauernstraße noch die Drautalstraße B 100 in das Pustertal Richtung Südtirol bzw. in das Drautal Richtung Kärnten ab.

Die Eisenbahnlinie Sillian-Lienz-(Oberdrauburg) bindet den Bezirk verkehrsmäßig an. Die öffentliche Verkehrsanbindung von Lienz zur Landeshauptstadt Innsbruck wird durch tägliche Regionalexpresszüge über Südtiroler Gebiet und den Brenner gewährleistet.

Weiters ist der Bezirk Lienz durch den Flugplatz Lienz-Nikolsdorf für Kleinflugzeuge bis 5700 kg[1] auch über den Luftweg erreichbar.

Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bezirk Lienz umfasst 33 Gemeinden, darunter die Stadt Lienz und die Marktgemeinden Matrei in Osttirol, Nußdorf-Debant und Sillian. Die größte Gemeinde Osttirols gemessen an deren Einwohnerzahl ist die Bezirkshauptstadt Lienz mit aktuell 12.046 Einwohnern. Einwohnerzahlmäßiges Gegenstück von Lienz ist die kleinste Gemeinde des Landes, die Gemeinde Untertilliach mit 245 Einwohnern.

Flächenmäßig größte Gemeinde ist Matrei in Osttirol mit einem Gemeindegebiet von 277,75 km², wobei Matrei die zweitgrößte Gemeinde Tirols ist. Die flächenkleinste Kommune des Bezirks ist die Gemeinde Gaimberg mit einem nur 7,28 km² großen Gemeindegebiet.

Gemeinden im Bezirk Lienz.png

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Holzner, Sandra Unterweger (Hrsg.): Schattenkämpfe. Literatur in Osttirol. Studien-Verlag, Innsbruck 2006, ISBN 3-7065-4199-8.
  • Uwe Ladstädter (Hrsg.): Brachland. Eine Osttirol-Anthologie. Edion Löwenzah, Innsbruck 2000, ISBN 3-7066-2215-7.
  • Katholischer Lehrerverband: Bezirkskunde Osttirol. Edion Löwenzahn, Innsbruck 2001, ISBN 3-7066-2267-X.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Flugplatz Lienz, Daten und Fakten, abgerufen am 23. April 2016

Koordinaten: 46° 50′ N, 12° 46′ O