Bibelbund

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Bibelbund e. V.
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Zweck: Stärkung des Vertrauens in die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift
Vorsitz: Michael Kotsch
Geschäftsführer: Armin Schönebeck
Gründungsdatum: 1894
Sitz: Berlin
Website: www.bibelbund.de

Der Bibelbund ist ein 1894 in Pommern gegründeter christlicher Verein, der sich für die „Stärkung des Vertrauens in die Irrtumslosigkeit der Heiligen Schrift“ und gegen die „Bibelkritik und die von ihr geprägte moderne Theologie“ einsetzt.[1] Er bekennt sich zur Chicago-Erklärung.

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich als Zusammenschluss lutherischer Pfarrer gegründet, gehören dem Bibelbund mittlerweile auch Freikirchler und Nichttheologen an. Bekannte Mitglieder waren u.a. Eduard Rupprecht, Georg von Viebahn, Hans Bruns, Wilhelm Busch, Fritz Rienecker, Erich Sauer, Heinrich Jochums, Kurt E. Koch und Samuel R. Külling (Gründer der Staatsunabhängigen Theologischen Hochschule Basel). Der heutige Vorsitzende ist Michael Kotsch (Dozent an der Bibelschule Brake). Theologischer Referent ist Karl-Heinz Vanheiden.

Zeitschrift[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptorgan des Bibelbundes ist die seit 1901 erscheinende Zeitschrift Bibel und Gemeinde (bis 1954 Nach dem Gesetz und Zeugnis), in der während der NS-Zeit, z. B. 1938/39, auch Grundzüge des Nationalsozialismus bejahende und antisemitische Beiträge erschienen.[2] In dieser Zeitschrift finden sich Textauslegungen der Bibel, die dem Schriftverständnis des Bibelbundes entsprechen, und Beiträge aus dem Gemeindeleben, in denen vor allem auch neu aufkommende religiöse Strömungen anhand der Bibel beurteilt werden. Es wird versucht, mit der Zeitschrift sowohl Theologen als auch theologisch interessierte Laien in der Gemeinde zu erreichen. „Schwärmerische“ Tendenzen und „unnüchterne“ Entwicklungen in christlichen Kreisen werden kritisiert.

Bekannte Autoren, die in Bibel und Gemeinde veröffentlichen oder veröffentlichten, sind Friedhelm Jung (Southwestern Baptist Theological Seminary und Bibelseminar Bonn), Benedikt Peters, Stephan Holthaus (Dekan Freie Theologische Hochschule Gießen), Christine und Thomas Schirrmacher (Rektor Martin Bucer Seminar), Heinrich von Siebenthal (Freie Theologische Hochschule Gießen), Helge Stadelmann (Rektor Freie Theologische Hochschule Gießen), Jacob Thiessen (Rektor Staatsunabhängige Theologische Hochschule Basel), Abraham Meister.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stephan Holthaus: Bibelbund. In: Helmut Burkhardt und Uwe Swarat (Hrsg.): Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde. Band 1. R. Brockhaus Verlag, Wuppertal 1992, ISBN 3-417-24641-5, S. 257.
  2. Jana Husmann: Das ‹Problem Judentum und Altes Testament›. Literalismus und Antisemitismus im Bibelbund. Ein Textbeispiel aus den Jahren 1938/39. In: Ulrike Auga u. a. (Hg.): „Dämonen, Vamps und Hysterikerinnen. Geschlechter- und Rassenfigurationen in Wissen, Medien und Alltag um 1900.“ transcript, Bielefeld 2011, S. 185–196.