Bibiana Zeller

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bibiana Zeller bei der Romyverleihung 2010

Bibiana Zeller-Stark (* 25. Februar 1928 in Mauer bei Wien[1]) ist eine österreichische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibiana[2] Zeller lebte mit ihren Eltern am Wiener Rudolfsplatz. Nach dem Gymnasium absolvierte sie eine Schauspielausbildung am heutigen Franz Schubert Konservatorium.[3] Weil sie den Zweiten Weltkrieg unter der nationalsozialistischen Herrschaft so grausam gefunden habe, sei sie aus einer Flucht aus der Realität Schauspielerin geworden.[4] 1951 begann sie ihre schauspielerische Laufbahn mit einem Engagement am Theater in der Josefstadt. Ab 1952 arbeitete sie in einigen deutschen Großstädten, wobei sie immer wieder zu Gastspielen in die Josefstadt zurückkam.[1] Ab 1956 arbeitete sie für fünfzehn Jahre als freie Schauspielerin, war im Ensemble von Herbert Wochinz im Theater am Fleischmarkt und bei den Komödienspielen in Spittal an der Drau. Außerdem war sie dem Theater am Kurfürstendamm in Berlin, der Komödie in Stuttgart und dem Theater Bonn eng verbunden. 1972 folgte dann ihr Wechsel ins Ensemble des Wiener Burgtheaters, dem sie bis heute angehört.

Sie wirkte ab Anfang der 1950er Jahre in zahlreichen Filmen, Fernsehspielen, Verfilmungen von Theaterstoff und in Fernsehserien mit. Darunter in Carl MerzPassion eines Politikers (Regie Otto Anton Eder), in der sie die weibliche Hauptrolle Melanie, Gattin des Nationalrat Bröschls (Helmut Qualtinger), spielte. Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde sie in Helmut Zenkers Kult-Krimiserie Kottan ermittelt (Regie Peter Patzak), mit der sie als Ilse Kottan brillierte. In Julia – Eine ungewöhnliche Frau spielte sie 1999 und 2000 die Rolle der Hertha Mähr und von 2008 bis 2011 die Hilde Horrowitz in der Fernsehserie Oben ohne. Weitere bekanntere Kino- und Fernsehfilme mit ihrer Mitwirkung waren Wanted (Harald Sicheritz) und Zuckeroma (Xaver Schwarzenberger). In Live is Life – Die Spätzünder (Wolfgang Murnberger) stellte sie ein Mitglied einer Rentner-Rock-Band dar. Mit Kottan ermittelt: Rien ne va plus spielte sie in dem Kinofilm von Jan Zenker (Drehbuch; Sohn von Helmut Zenker) und Peter Patzak (Regie) noch einmal Kottans Ehefrau.

Bei den Salzburger Festspielen stand Bibiana Zeller 2005 als Jedermanns Mutter auf der Bühne am Domplatz. Sie beeindruckt in vielen Rollenfächern, vor allem aber als Darstellerin von etwas skurrilen Frauentypen. Sie ist eine exzellente Sprecherin. Im Jahr 2000 wurde sie von der Ö1-Hörspieljury mit dem ORF-Hörspielpreis als Schauspielerin des Jahres ausgezeichnet.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bibiana Zeller ist mit ihrem Schauspielkollegen Eugen Stark verheiratet. Aus ihrer ersten Ehe mit dem Regisseur Otto Anton Eder hat sie zwei Söhne. Einer davon ist der Kameramann Fabian Eder, der mit der Schauspielerin Katharina Stemberger verheiratet ist.

Zitate[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Standard: „Ganz berühmt hat Sie Ihre Rolle in Kottan gemacht. …“
„… mit dem Kottan ist das etwas Besonderes. Wo ich auch hinfliege: Alle kennen Kottan, sprechen mich darauf an.“[4]
  • Der Standard: „Letzte Frage: Worum geht‘s im Leben?“
„Live is life. Ja?“[4]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kino[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bibiana Zeller, Marina C. Watteck: Bitte lasst mich mitspielen! – Erinnerungen. Wien, Amalthea-Verlag 2015. ISBN 978-3-85002-909-4[8]
  • Christine Dobretsberger: Was ich liebe, gibt mir Kraft. Bühnenstars aus Oper und Theater erzählen. U.a. mit einem Interview mit Bibiana Zeller, Styria Premium, Wien 2015, ISBN 978-3-222-13517-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Zeller Bibiana Kammerschauspielerin. Eintrag im Who is Who in Österreich, abgerufen am 7. November 2011
  2. Anm.: irrtümlich wird Bibiana oft als Bibiane geschrieben
  3. Ehemalige Studenten des Schubert Konservatoriums
  4. a b c Renate Graber: Ganz Nette haben am Theater nichts verloren. Interview in: Der Standard, Printausgabe 30. April 2010, abgerufen am 7. November 2011
  5. Bibiana ZELLER auf der Website der Agentur Kelterborn,abgerufen am 7. November 2011
  6. Bibiana Zeller. In rtv media, ohne Datum, abgerufen am 7. November 2011
  7. Karlheinz Töchterle gratuliert Schauspielerin Bibiane Zeller und Regisseur Hüseyin Tabak. In: Pressemeldung vom 17. Juni 2011 des Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung, abgerufen am 7. November 2011
  8. Profil: Das ewige Mädchen: Bibiana Zellers ergreifende Memoiren. Artikel vom 21. März 2015, abgerufen am 22. März 2015