Bibliothekswesen in Norwegen

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Das Bibliothekswesen in Norwegen wird von der bibliothekarischen Fachwelt als vorbildlich angesehen. Die Bibliotheken Norwegens sind Teil eines gemeinschaftlichen, gesetzlich vorgeschriebenen Netzwerks, welches in einer lokalen, regionalen und nationalen Struktur eingebunden ist. Es gibt insgesamt 892 kommunale öffentliche Bibliotheken, 336 wissenschaftliche Bibliotheken und 19 Landesbibliotheken.

Ein Bibliotheksgesetz besteht seit 1947 sowie ein Gesetz zur Schulbuchsammlungen für Schulbibliotheken seit 1827. Das norwegische Bibliotheksgesetz erklärt den kostenlosen Zugang und das kostenlose Angebot für alle Einwohner Norwegens. Zusätzlich schreibt das Gesetz den Kommunen einen fachlich ausgebildeten Bibliotheksleiter für jede öffentliche Bibliothek vor. Die Bibliotheken sollen des Weiteren ein Teil des norwegischen Bibliotheksnetzwerkes sein und zum Beispiel im Bereich der Fernleihe zusammenarbeiten. Ein weiteres Gesetz von 1827 schreibt Schulbuchsammlungen für Schulbibliotheken vor. Viele kleine Kommunen haben eine Kombinationsbibliothek aus kommunaler öffentlicher Bibliothek und Schulbibliothek entwickelt.

Norwegische kommunale öffentliche Bibliotheken sind modern, ressourcenstark und gut ausgestattet. Die öffentlichen Bibliotheken sind der angloamerikanischen Bibliothekstradition nachempfunden. In den letzten 10 Jahren wurden jährlich ca. 30 Filialen geschlossen. Außerdem wurde der Umfang an Medienanschaffungen auf Landesbasis reduziert. Aber das Publikum nutzt die Bibliotheken wie nie zuvor, Besuchs- und Ausleihzahlen steigen.

Viele der kleinen öffentlichen und privaten wissenschaftlichen Bibliotheken wurden in den vergangenen Jahren geschlossen oder zu großen Einheiten zusammengelegt. Außerdem haben viele der Bibliotheken im Ausbildungsbereich eine Zusammenarbeit mit den kommunalen öffentlichen Bibliotheken der Region begonnen. Einen ständig wachsenden Teil der bibliothekarischen Arbeit bilden elektronische Materialien, in erster Linie Datenbanken und elektronische Zeitschriften etc. Der Übergang zu elektronischen Ressourcen beinhaltet gleichzeitig eine Reihe weiterer Fragen bezüglich hoher Anforderung an Informationskompetenz, Archivierungsproblematik, alternative Publikationsformen, Copyrightklärung und Lizenzarbeit. Deshalb existiert u.a. eine Zusammenarbeit im Bereich Lizenzvereinbarungen, die vom Norwegischen Staatlichen Zentrum für Archive, Bibliotheken und Museen (Zentrum für ABM) administriert wird.

Die Norwegische Nationalbibliothek trägt die Verantwortung für den norwegischen Gesamtkatalog, der Zugang zu den Sammlungen von 400 norwegischen Bibliotheken gibt. Die Nationalbibliothek ist zusätzlich die zentrale Depotbibliothek der gesamt-norwegischen Bibliotheksgesellschaft und erhält auch Exemplare wenig genutzter Dokumente. Eine der Hauptaufgaben der Nationalbibliothek ist die Einhaltung des norwegischen Pflichtabgabegesetzes. Das geltende „Gesetz über Abgabepflicht allgemein zugänglicher Dokumente“ besteht seit 1990. Das Gesetz ist medienunabhängig, was bedeutet, dass Internetdokumente, TV- und Radioprogramm, Musik, Video, Film etc. genau wie Bücher, Zeitungen und Zeitschriften unter die Abgabepflicht fallen. Norwegen hat damit eines der umfassendsten Systeme für Pflichtexemplarabgabe in der Welt.

Die Ausbildung von Bibliothekaren erfolgt seit 1940 an der Bibliotheksschule in Oslo.

In Oslo fand vom 14. bis 18. August 2005 der Weltbibliotheks- und Informationskongress (World Library and Information Congress: 71st IFLA General Conference and Council) unter dem Motto: „Libraries – A voyage of discovery“ statt.

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