Biebelried

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Biebelried
Biebelried
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Biebelried hervorgehoben
49.76666666666710.083333333333277Koordinaten: 49° 46′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Kitzingen
Höhe: 277 m ü. NHN
Fläche: 22,7 km²
Einwohner: 1247 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km²
Postleitzahl: 97318
Vorwahl: 09302
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 113
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 4
97318 Biebelried
Webpräsenz: [1]
Bürgermeisterin: Renate Zirndt[2] (Allgemeine BürgerListe)
Lage der Gemeinde Biebelried im Landkreis Kitzingen
Landkreis Bamberg Landkreis Schweinfurt Landkreis Würzburg Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Wiesenbronn Segnitz Rüdenhausen Rödelsee Obernbreit Martinsheim Marktsteft Markt Einersheim Marktbreit Mainstockheim Mainbernheim Kleinlangheim Kitzingen Geiselwind Castell (Unterfranken) Buchbrunn Albertshofen Abtswind Willanzheim Wiesentheid Volkach Sulzfeld am Main Sommerach Seinsheim Schwarzach am Main Prichsenstadt Nordheim am Main Iphofen Großlangheim Dettelbach Biebelried Landkreis HaßbergeKarte
Über dieses Bild

Biebelried ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Biebelried liegt in der Region Kitzingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die politische Gemeinde Biebelried hat drei amtlich benannte Ortsteile[3]:

Es gibt die Gemarkungen Biebelried, Kaltensondheim und Westheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Dettelbach, Mainstockheim, Buchbrunn, Kitzingen, Ochsenfurt, Randersacker, Theilheim und Rottendorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Biebelried wurde schon im 9. Jahrhundert erwähnt. Nach dem Aussterben der Herren von Biebelried 1244 ging das Dorf in den Besitz des Johanniterordens bzw. später des Malteserordens über. Letzterer wurde 1806 aufgehoben und der Ort fiel mit dem Beitritt zum Rheinbund an das Großherzogtum Würzburg, mit dem er 1814 zum Königreich Bayern kam. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde. Biebelried gehört seit der Gemeindegebietsreform 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Kaltensondheim und Westheim eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 1015[4]
  • 1970: 0954[4]
  • 1987: 1040
  • 2000: 1160
  • 2011: 1193

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeisterin ist Renate Zirndt (Allgemeine BürgerListe).

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung
Über blauem Bogenschildfuß mit vier silbernen Pfählen in Rot zwischen zwei wachsenden silbernen Ähren ein schwebendes eingekerbtes silbernes Johanniterkreuz

Wappengeschichte
Im Jahr 1978 entstand aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Biebelried, Kaltensondheim und Westheim die heutige Gemeinde Biebelried. Das Wappen enthält Hinweise auf diese drei ehemaligen Gemeinden. Das Johanniterkreuz erinnert an den gleichnamigen Orden, der in allen drei Orten begütert war und in Biebelried eine Kommende einrichtete. Er übte von 1244 bis 1806 in Biebelried überwiegend die Ortsherrschaft aus. Der Schildfuß stammt aus dem Wappen der Herren von Seinsheim-Schwarzenberg, welche die Herrschaft in Kaltensontheim besaßen. Die silbernen Ähren wurden dem untergegangenen Wappen von Westheim entnommen und weisen gleichzeitig auf die landwirtschaftliche Ausrichtung der Gemeinde hin.
Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 26. September 1991 verliehen

Religion[Bearbeiten]

Biebelried ist überwiegend katholisch geprägt, Westheim evangelisch und Kaltensondheim jeweils zur Hälfte katholisch und evangelisch.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Höhepunkt des Jahres ist das Johanniter-Fest, das auf dem Johanniter-Platz stattfindet.

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 105 und im Bereich Handel und Verkehr 9 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 372. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe 4 Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2689 Hektar, davon waren 2595 Ackerfläche und 81 Dauergrünfläche.[5]

Verkehr[Bearbeiten]

Biebelried liegt an der Kreuzung der A 3 (Frankfurt-Nürnberg) mit der A 7 (Kassel-Ulm): Autobahnkreuz Biebelried.

Bildung[Bearbeiten]

Es gibt einen Kindergarten mit 40 Kindern (Stand: 1999).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Volkszählung und Bevölkerungsfortschreibung: Gemeinden, Bevölkerung (Volkszählungen und aktuell) vom 5. Juli 2013 (XLS-Datei; 2,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. „Renate Zirndt: Von Null auf Hundert“ Artikel auf mainpost.de
  3. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111113/232509&attr=OBJ&val=1650
  4. a b c  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 748.
  5. Statistik kommunal des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung Enthält aktuelle Daten zu Wirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Biebelried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien