Biebelried

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Biebelried
Biebelried
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Biebelried hervorgehoben
Koordinaten: 49° 46′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kitzingen
Verwaltungs­gemeinschaft: Kitzingen
Höhe: 277 m ü. NHN
Fläche: 22,73 km2
Einwohner: 1256 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 97318
Vorwahl: 09302
Kfz-Kennzeichen: KT
Gemeindeschlüssel: 09 6 75 113
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 4
97318 Biebelried
Webpräsenz: www.biebelried.de
Bürgermeister: Roland Hoh (CSU)
Lage der Gemeinde Biebelried im Landkreis Kitzingen
Landkreis BambergLandkreis SchweinfurtLandkreis WürzburgLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimWiesenbronnSegnitzRüdenhausenRödelseeObernbreitMartinsheimMarktsteftMarkt EinersheimMarktbreitMainstockheimMainbernheimKleinlangheimKitzingenGeiselwindCastell (Unterfranken)BuchbrunnAlbertshofenAbtswindWillanzheimWiesentheidVolkachSulzfeld am MainSommerachSeinsheimSchwarzach am MainPrichsenstadtNordheim am MainIphofenGroßlangheimDettelbachBiebelriedLandkreis HaßbergeKarte
Über dieses Bild

Biebelried ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Kitzingen und ein Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biebelried liegt in der Region Kitzingen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biebelried hat drei Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Biebelried, Kaltensondheim und Westheim.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Dettelbach, Mainstockheim, Buchbrunn, Kitzingen, Ochsenfurt, Randersacker, Theilheim und Rottendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Gemeindegründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biebelried wurde schon im 9. Jahrhundert erwähnt. Nach dem Aussterben der Herren von Biebelried 1244 ging das Dorf in den Besitz des Johanniterordens bzw. später des Malteserordens über. Letzterer wurde 1806 aufgehoben, und der Ort fiel mit dem Beitritt zum Rheinbund an das Großherzogtum Würzburg, mit dem er 1814 zum Königreich Bayern kam. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.
In der Hauptstr. 11 befinden sich die Reste des Johanniterkastells.

Verwaltungsgemeinschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biebelried gehört seit der Gemeindegebietsreform 1978 zur Verwaltungsgemeinschaft Kitzingen.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Kaltensondheim und Westheim eingegliedert.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1961: 1015 Einwohner[3]
  • 1970: 0954 Einwohner[3]
  • 1987: 1040 Einwohner
  • 1991: 1097 Einwohner
  • 1995: 1099 Einwohner
  • 2000: 1160 Einwohner
  • 2005: 1176 Einwohner
  • 2010: 1190 Einwohner
  • 2015: 1256 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Roland Hoh (CSU).[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung

Über blauem Bogenschildfuß mit vier silbernen Pfählen in Rot zwischen zwei wachsenden silbernen Ähren ein schwebendes eingekerbtes silbernes Johanniterkreuz.

Wappengeschichte

Im Jahr 1978 entstand aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Biebelried, Kaltensondheim und Westheim die heutige Gemeinde Biebelried. Das Wappen enthält Hinweise auf diese drei ehemaligen Gemeinden. Das Johanniterkreuz erinnert an den gleichnamigen Orden, der in allen drei Orten begütert war und in Biebelried eine Kommende einrichtete. Er übte von 1244 bis 1806 in Biebelried überwiegend die Ortsherrschaft aus. Der Schildfuß stammt aus dem Wappen der Herren von Seinsheim-Schwarzenberg, welche die Herrschaft in Kaltensontheim besaßen. Die silbernen Ähren wurden dem untergegangenen Wappen von Westheim entnommen und weisen gleichzeitig auf die landwirtschaftliche Ausrichtung der Gemeinde hin.

Das Wappen wurde von der Regierung von Unterfranken am 26. September 1991 verliehen.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biebelried ist überwiegend katholisch geprägt, Westheim evangelisch und Kaltensondheim jeweils zur Hälfte katholisch und evangelisch.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Den Mittelpunkt des Dorfes bildet die katholische Pfarrkirche St. Johannis Enthauptung
  • Ein Hinweis auf die Vergangenheit des Dorfes steht mit dem Johanniterkastell an der Hauptstraße
  • Mehrere alte Wohnhäuser, darunter das alte Pfarrhaus von 1870 haben sich im Dorf erhalten
  • Einige Bildstöcke und Kleindenkmäler stehen in den Fluren um Biebelried

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höhepunkt des Jahres ist das Johanniter-Fest, das auf dem Johanniter-Platz stattfindet.

Sage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eines Nachts mussten zwei Männer von Biebelried her kommend das sogenannte Käferhölzchen durchqueren. Nach kurzer Zeit sprang plötzlich ein feuriges Männchen aus dem Wald und lief in zehn Metern Entfernung vor ihnen her. Eigentlich wäre das Waldstück innerhalb einer halben Stunde zu durchqueren gewesen, aber die Männer wanderten die ganze Nacht hindurch hinter dem Männchen her. Erst als die Glocken der nahen Kirche erklangen verschwand das Männchen und die Männer konnten den Wald verlassen.[5]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 105 und im Bereich Handel und Verkehr neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 372. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 67 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2689 Hektar, davon waren 2595 Ackerfläche und 81 Dauergrünfläche.[6]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biebelried liegt an der Kreuzung der A 3 (Frankfurt-Nürnberg) mit der A 7 (Kassel-Ulm): Autobahnkreuz Biebelried.

Außerdem wird das Gemeindegebiet von den Bundesstraßen 8 und 22, der Staatsstraße 2272 und den Kreisstraßen KT 74, KT 22 und KT 54 durchquert.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundschule ist im Ortsteil Kaltensondheim und wird von 35 Kindern in zwei Klassen besucht. Der Kindergarten der Gemeinde Biebelried liegt im Ortsteil Westheim. Derzeit besuchen 37 Kinder den Kindergarten, darunter 16 Krippenkinder (Stand: November 2014).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111113/232509&attr=OBJ&val=1650
  3. a b c Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 748.
  4. Gemeinde Biebelried:Bürgermeister. Abgerufen am 25. März 2016.
  5. Treutwein, Karl: Sagen aus Mainfranken. S. 14 f.
  6. Statistik kommunal des Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung Enthält aktuelle Daten zu Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Biebelried – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien