Bienrode

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Bienrode
Wappen von Bienrode
Koordinaten: 52° 19′ 1″ N, 10° 31′ 45″ O
Höhe: 71 m
Einwohner: 1688 (31. Dez. 2015)[1]
Eingemeindung: 1. März 1974
Postleitzahl: 38110
Vorwahl: 05307
Karte
Lage von Bienrode in Braunschweig
Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit
Kirche zur Heiligen Dreifaltigkeit

Bienrode ist ein Ortsteil der Stadt Braunschweig und liegt im Norden der 250.000-Einwohner-Großstadt in Niedersachsen.

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bienrode leben 1698 Bürger in rund 900 Haushalten.[1] Die Ersterwähnung des Ortsteils mit dem Namen Ibanroth fand in der Weiheurkunde der Magnikirche von 1031 des Bischofs Branthag von Halberstadt statt. Der Ortsname deutet darauf hin, dass der Ortsteil durch eine Rodung entstanden ist. Nach Bornstedt[2] ist der Ort nach 800 entstanden.

In Bienrode steht die evangelische Kirche Zur Heiligen Dreifaltigkeit, die im 12. Jahrhundert erbaut wurde. Der Nachbarort Bechtsbüttel, der aber schon zur Landeskirche Hannover gehört, wird seit über 300 Jahren von der Gemeinde Bienrode aus kirchlich betreut.

Seit der Eingemeindung 1974 gehört der Ortsteil zur kreisfreien Stadt Braunschweig. Sehr bekannt ist der Bienroder See (frühere Nutzung als Kiesgrube) im Osten des Ortsteils. Heute liegt Bienrode in einem der zentralen Einzugsbereiche der Stadt. Ein großes Industriegebiet, aber auch eine große Wohngemeinschaft bestimmen das Klima im Ort.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flughafen und direkte Anbindungen an die zentralen Einfallstraßen der Stadt sowie die Bundesautobahnen 2 und 391 sorgen für eine Anbindung an das Zentrum.

In Bienrode gibt es einen Sportverein, die Freiwillige Feuerwehr Bienrode und einen Kindergarten. Die Grundschule liegt am östlichen Ortsrand, sie gehört jedoch bereits zur Nachbargemarkung Waggum.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen Braunschweig-Bienrode.png

Das Wappen von Bienrode wurde von Wilhelm Krieg entworfen und am 24. Februar 1965 offiziell durch den Verwaltungspräsidenten der Stadt Braunschweig genehmigt. Es zeigt ein goldenes Wasserrad unter zwei goldenen Sparren auf einem blauen Schild. Einer der Sparren steht für die Abstammung der ehemaligen Dorfbewohner von den Wenden, die diesen ebenfalls im Wappen führten. Die Farben Blau-Gelb stehen für das ehemalige Land und den Landkreis Braunschweig.

Der Braunschweiger Dichter Wilhelm Raabe hat die Mühle, auf die das Mühlrad hindeutet, in seiner Erzählung Pfisters Mühle verewigt. Diese Wassermühle an der Schunter wurde im Jahr 1311 von den Wenden an das Kloster Riddagshausen verkauft.[3]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieter Schidor (1948–1987), Schauspieler

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Einwohnerstatistik auf braunschweig.de
  2. Wilhelm Bornstedt: Zur Urkunde von 1031: Die Gründe des Eingehens der 11. Pfarrdörfer von St. Magni und ihre Lage im heutigen Stadtbilde. Eine Siedlungsgeographie. In: Kirchenvorstand zu Magni (Hrsg.): St. Magni 1031–1981. Braunschweig 1981.
  3. Arnold Rabbow: Neues Braunschweigisches Wappenbuch. Braunschweiger Zeitungsverlag, Meyer Verlag, Braunschweig 2003, ISBN 3-926701-59-5, S. 17.