Biffontaine

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Biffontaine
Wappen von Biffontaine
Biffontaine (Frankreich)
Biffontaine
Region Grand Est
Département Vosges
Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges
Kanton Bruyères
Gemeindeverband Saint-Dié-des-Vosges
Koordinaten 48° 13′ N, 6° 48′ OKoordinaten: 48° 13′ N, 6° 48′ O
Höhe 456–662 m
Fläche 8,88 km2
Einwohner 416 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 47 Einw./km2
Postleitzahl 88430
INSEE-Code

Rathaus- und Schulgebäude in Biffontaine

Biffontaine ist eine französische Gemeinde mit 416 Einwohnern (1. Januar 2016) im Département Vosges in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Saint-Dié-des-Vosges und zum 2017 gegründeten Gemeindeverband Saint-Dié-des-Vosges.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt am Oberlauf des Flusses Neuné, einem Nebenfluss der Vologne, etwa 18 Kilometer südwestlich der Stadt Saint-Dié-des-Vosges. Nachbargemeinden von Biffontaine sind Bois-de-Champ im Norden, La Houssière im Osten, La Chapelle-devant-Bruyères im Süden, Les Poulières im Südwesten sowie Belmont-sur-Buttant im Nordwesten.

Im Gemeindegebiet von Biffontaine teilt sich der Fluss Neuné aufgrund des niedrigen Gefälles in mehrere Flussarme, die sich wenige Kilometer flussabwärts wieder vereinigen. Der Norden der Gemeinde ist bewaldet (Forêt Communale de Biffontaine) und stark gegliedert. Einige Erhebungen erreichen über 590 m Meereshöhe. Zu diesen gehören:

  • Tête de la Louvière 625 m
  • Col de la Croisette 623 m
  • Tête du Bacon 605 m
  • Tête de Chétimont 608 m
  • Tête du Poly 598 m

Den höchsten Punkt in der Gemeinde mit 662 m bildet eine namenlose Erhebung im Nordosten an der Grenze zur Gemeinde La Houssière.

Zur 8,88 km² großen Gemeinde Biffontaine gehören die Ortsteile L’Épaxe und Les Censes des Arbois.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Ancien Régime lag Biffontaine und seine Umgebung im Einflussgebiet der Pfarrei von Champ-le-Duc als Teil des Kapitels Remiremont, deren Stiftsdamen Steuern erhoben. Die Kirche St. Antonius (Église Saint-Antoine) wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts anstelle eines baufälligen Vorgängerbaues errichtet. Sie enthält eine Orgel aus dem Jahr 1853 und erhielt 1931 einen Anbau. Aus dem 18. Jahrhundert stammt auch ein Kalvarienberg unmittelbar neben der heutigen Kirche. Biffontaine erhielt 1876 einen Eisenbahnanschluss an der Bahnlinie von Épinal nach Saint-Dié-des-Vosges. Im Oktober 1944 fanden zwischen Biffontaine und Bruyères schwere Kämpfe zwischen den vorrückenden amerikanischen Truppen und der deutschen Wehrmacht statt. Auf amerikanischer Seite operierte das 442. Infanterie-Regiment und das 100. Infanterie-Bataillon mit vielen hawaiischen Soldaten japanischer Herkunft.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2015
Einwohner 395 376 353 308 393 399 445 423

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Gemeinde Biffontaine sind noch mehrere Landwirtschaftsbetriebe im Voll- oder Nebenerwerb tätig. Sie beschäftigen sich unter anderem mit Rinderzucht, Milchviehhaltung, Damwild- und Fasanenzucht. Daneben spielt das Handwerk und der Tourismus zunehmend eine Rolle.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptstraße in der Gemeinde verbindet als Départementsstraße D31 Biffontaine mit den Kleinstädten Bruyères und Corcieux. Nach Norden führt eine Nebenstraße nach Les Rouges-Eaux im oberen Mortagnetal.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Biffontaine – Sammlung von Bildern