Bilbo Calvez

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Bilbo Calvez (* 1963[?][1][2] in Paris als Mylène Calvez) ist eine französische Filmeditorin, Regisseurin, Schriftstellerin, Sprecherin, Fotografin, Friedensaktivistin sowie Medien- und Aktionskünstlerin, die seit 1985 in Deutschland, vor allem in Berlin, lebt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Calvez wuchs in der Pariser Banlieue auf, wo sie 1980 in der Gemeinde Créteil das Baccalauréat C absolvierte. Ihre Ausbildung an der Tierarztschule brach sie aufgrund von Differenzen hinsichtlich des dortigen Umgangs mit den Tieren ab und verfiel in eine Depression. Von 1982 bis 1985 studierte sie an der Université Paris VII Film und Genetik, sowie in den Jahren 1983 und 1984 zusätzlich an der Université Paris XI Biologie, wo sie 1985 den Titel Magister in Genetik (Maitrise de Biologie des Organismes et des Populations) erwarb.[3]

Während des Studiums arbeitete sie bei einem Rundfunksender. Nach dem Studium zog sie 1987 nach Berlin, wo sie bis heute wohnt. Ihr Kurzfilmprojekt Rhythm Control (1997) gewann bei den Internationalen Kurzfilmtagen Oberhausen 1997 den zweiten Preis des deutschen Wettbewerbs[4] und war 1997 bei der 7. Semaine Internationale de Vidéo Saint-Gervais/Genève[5] und beim Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest[6], 1998 beim 11. transmediale-Videofest in Berlin[7] sowie 2001 beim Prix Ars Electronica[8] und beim Festival Internacional de Linguagem Eletronica im Paço das Artes der Cidade Universitária Armando de Salles Oliveira der Universidade de São Paulo[9] zu sehen.

Von 2004 bis 2012 war sie Dozentin für Film an der Akademie der Bundeswehr für Information und Kommunikation in Strausberg.

2013 führte sie das Fotoprojekt „Publik-Privat“[10] durch, bei dem sie unterschiedliche Leute fotografierte und dann die verschiedenen Gesichtshälften unabhängig voneinander analysierte und versuchte, jeweils die Eigenarten der einzelnen Hälften herauszuarbeiten. Nach ihrer Auffassung zeigen die jeweiligen Gesichtshälften dadurch die private und die öffentliche Seite der abgelichteten Personen.[11]

Aus persönlichen Gründen widmete sich Calvez dann schwerpunktmäßig anderen Projekten.[2] 2014 trat sie als zeitreisende Lehrerin in Berlin auf dem Pariser Platz auf und erzählte von einer friedvollen Zukunft und einer nachhaltigen Welt. Folgend zu dieser Rede begann sie 2015 mit dem Projekt „Die Bärensuppe“. Das Projekt beschäftigt sich mit der Vision einer geldlosen Gesellschaft.[12] Im Rahmen dieses Projekts kritisierte sie unter anderem die Konsumgesellschaft und den Billigwahn; dabei machte sie auch auf alternative Lösungen aufmerksam. Eine Ausstellung fand zuerst in Berlin im Herbst 2016 in der Lite-Haus Galerie[2][13] statt und es folgte eine Tour durch Deutschland und Österreich im Sommer 2017.[14]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Editorin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Regisseurin, Autorin und Editorin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Darstellerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Geburtsjahr evtl. auch Ende 1962
  2. a b c Antje Hildebrandt: Zeit statt Geld. Ein Jahr lang aussteigen und nichts tun – geht das? Die Welt/N24, 8. November 2016.
  3. Bilbo Calvec, A Frog in the Pool.
  4. Oberhausen International Short Film Festival in der Internet Movie Database (englisch)
  5. 7e Semaine internationale de vidéo. Biennale de l'image en mouvement = The 7th international video week. Biennial of moving images. [exposition, @1@2Vorlage:Toter Link/www.bmvr.marseille.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Saint-Gervais Genève, 31 octobre-8 novembre 1997.]@1@2Vorlage:Toter Link/www.bmvr.marseille.fr (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Bibliothèques de Marseille.
  6. kurz & knapp; 19.11., um 22.15 Uhr anschließend Fest (Support: DSL Record-Store). Filmladen, 1997.
  7. Rhythm Control. In: transmediale 98 – 11. Videofest – Bestandsaufnahme Sehen, S. 29.
  8. Hannes Leopoldseder, Christine Schöpf: CyberArts 2001, Springer Science & Business Media, 2001, S. 227. ISBN 978-3-211-83628-6
  9. Ricardo Barreto, Paula Perissinoto: Internet art: digital culture, Paço das Artes, São Paulo 2002.
  10. [1]
  11. Bilbo Calvez - Kunst - Multimediale Installationen - Fotografie - Berlin - Gehirnhemisphären & Gesichter - Angst vor Symmetrie - Gesichter von Liebesbeziehungen - Bärensuppe. Abgerufen am 23. Oktober 2017.
  12. Bärensuppe Home. Abgerufen am 23. Oktober 2017.
  13. www.lite-haus.de
  14. Bärensuppe Presse. Abgerufen am 23. Oktober 2017.
  15. Reise nach Trapar. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 24. April 2021. 
  16. Der gelbe Satin. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 24. April 2021. 
  17. Diese Nacht. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 24. April 2021. 
  18. Der Mantel. In: Horst Schäfer, Walter Schobert: Fischer Film Almanach, Fischer Taschenbuch Verlag, 1997, S. 264.
  19. By Night. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 25. Oktober 2017.