Bildprogramm

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Bernwardstür (Hildesheim): Bildprogramm Sünde (links, absteigend) und Erlösung (rechts, aufsteigend)

Bildprogramm nennt man in der Kunstgeschichte die thematische Unterordnung der Einzelbilder eines Zyklus oder der bildnerischen Ausgestaltung eines Gebäudes unter ein Leitmotiv. Dieses kann die Biografie einer Person, ein allegorischer Ideenkreis wie Künste, Tugenden oder Jahreszeiten oder, in der christlichen Ikonografie, z. B. das Credo, die sieben Sakramente oder die Geheimnisse des Rosenkranzes sein. Dabei bestimmen zeitliche Abfolgen, symbolische Analogien und Kontraste, in der christlichen Kunst oft typologische Beziehungen die Bildthemen und ihre Anordnung. Im Kirchenbau sind häufig Patrozinium und Patronat maßgeblich für das Bildprogramm. Die Kenntnis des Bildprogramms ist ein entscheidender Schlüssel zum Verständnis des Einzelbilds.

Literatur[Bearbeiten]

  • Frank Büttner, Andrea Gottdang: Einführung in die Ikonographie: Wege zur Deutung von Bildinhalten. C.H.Beck, 2006, ISBN 978-3-40-653579-6.