Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich

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BhW Niederösterreich
(BhW NÖ)
Zweck Erwachsenenbildung, Kulturarbeit
Vorsitz: Bettina Rausch
Gründungsdatum: 1946 (NÖ Heimatwerk)
Sitz: St. Pölten Linzer Straße 7
Website: www.bhw-n.eu

Das BhW Niederösterreich (BhW NÖ) ist eine niederösterreichische Einrichtung der allgemeinen Erwachsenenbildung.

Geschichte des Vereins[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das BhW NÖ wurde 1946 als NÖ Heimatwerk gegründet.[1] Im Vordergrund standen zunächst praktische und wissenschaftlich motivierte Traditions- und Brauchtumspflege sowie die Förderung der künstlerischen Aktivitäten. In dem von Zweiten Weltkrieg verwüsteten und geteilten Land sollte sich ein „neues Landesbewusstsein“ entwickeln, das auch einen ebenso kritischen wie innovationsbewussten Umgang mit der Tradition implizierte. Das NÖ Heimatwerk erfüllte damit auch einen österreichweit geltenden bildungspolitischen Auftrag – die Marke Heimatwerk ist in Österreich gesetzlich geschützt und kann nur von Organisationen geführt werden, welche der Zielsetzung der Heimatwerkidee entsprechen.

Bereits in den 1950er Jahren erfolgte eine Ausweitung der Tätigkeiten auf alle Bereiche der allgemeinen Erwachsenenbildung und gemeinwesenorientierter Vorhaben, was sich nicht zuletzt in den Namensänderungen NÖ Bildungs- und Heimatwerk im Jahr 1953 und Bildungs- und Heimatwerk NÖ im Jahr 1997 widerspiegelt.

Die Konstituierung von örtlichen Bildungswerken und Gründung von Bezirksstellen in allen Landesvierteln Niederösterreichs ging zügig voran. Damit wurden die Rahmenbedingungen für eine bedarfsbezogene- und kundenorientierte Erwachsenenbildungsorganisation geschaffen.

Seit 1. Jänner 2015 ist die BhW Niederösterreich GmbH eine Tochtergesellschaft der Kultur.Region.Niederösterreich GmbH. Zweiter GmbH-Gesellschafter ist der Verein BhW Niederösterreich.

Ziele und Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich will allen Menschen Niederösterreichs den freien Zugang zu Bildung und Kultur im Sinne eines lebensbegleitenden Lernens und einer ganzheitlichen Entwicklung der Person ermöglichen. Bei der Konzeption und Durchführung der Veranstaltungen wird auf Qualität im Sinne von erwachsenengerechter Bildung geachtet.[2]

Geschäftsfelder in der BhW Niederösterreich GmbH sind:

  • Basisbildung: Lesen, Schreiben, Rechnen und digitale Kompetenzen für Erwachsene, die diese Kompetenzen auffrischen oder nachholen wollen
  • Bildungs- und Berufsberatung: Beratung online oder vor Ort zu allen Fragen rund um berufliche Neuorientierung, Förderung, Aus- und Weiterbildung
  • Zeit Punkt Lesen: die niederösterreichische Leseinitiative motiviert zu einem erweiterten Lesebegriff
  • Barrierefrei: die Kompetenzstelle für Gemeinden zur Beratung und Sensibilisierung
  • Support Ehrenamt: Unterstützung und Vernetzung für die Bildungsehrenamtlichen in den Bildungswerken

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Hofer, Brigitte Pokorny: Das Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich von 1946 bis 1985 – die „Ära Gruber“, Hrsg. Verlag Bildungs- und Heimatwerk Niederösterreich, 2001, ISBN 3-9501521-1-3.
  • Ernst Bruckmüller: Nation Österreich: kulturelles Bewusstsein und gesellschaftlich-politische Prozesse. Band 4 von Studien zu Politik und Verwaltung, Böhlau, Wien, 1996, ISBN 3-205-98000-X, S. 191 ff.
  • Olaf Bockhorn, Klaus Beitl: Volkskunde-Institutionen in Österreich. Band 5 von Bio-bibliographisches Lexikon der Volkskunde; Band 26 von Veröffentlichungen des Österreichischen Museums für Volkskunde, Verlag des Österreichischen Museums für Volkskunde, Wien, 1992. ISBN 978-3-900359-56-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NÖ Landesakademie (Memento des Originals vom 14. Juni 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bildung4you.at abgerufen am 17. April 2010
  2. Internetseite der Landeshauptstadt St. Pölten abgerufen am 17. April 2010