Bildungskatastrophe

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Mit dem Schlagwort Bildungskatastrophe wurde in der Bundesrepublik Deutschland in den 1960er Jahren der Zustand des Bildungswesens beschrieben.

In die Diskussion gebracht hat den Begriff Georg Picht mit einer 1964 in der Zeitschrift Christ und Welt publizierten Artikelserie. In eine ähnliche Richtung ging das Buch von Ralf Dahrendorf Bildung ist Bürgerrecht von 1965, in dem er durch zu geringe Bildung die bundesdeutsche Demokratie gefährdet sah. Die Folge waren zahlreiche Reformbemühungen, aus denen etwa 1970 der Strukturplan für das deutsche Bildungs- und Erziehungswesen und die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsfragen entstanden. Aus dieser Debatte ging in den 1970er Jahren die Einführung von Gesamtschulen in Schulversuchen hervor.

Die Reformeuphorie geriet ab 1973 allerdings wieder ins Stocken und auch die öffentlichen Bildungsausgaben liegen noch heute zum Teil deutlich unter dem Durchschnitt der OECD.

Auf den Titel Bezug nimmt Die Jungenkatastrophe von Frank Beuster, ein 2006 erschienener Erziehungsratgeber, der statt des katholischen Arbeitermädchens vom Lande wie bei Picht im Bildungssystem benachteiligte Jungen thematisierte.

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Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]