Bill Camp

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Bill Camp auf dem Tribeca Film Festival (2018)

William "Bill" Camp (* 13. Oktober 1961 in Massachusetts) ist ein US-amerikanischer Schauspieler. Bekanntheit erlangte er vor allem durch die Rolle des Dennis Box aus der Miniserie The Night Of – Die Wahrheit einer Nacht, die ihm unter anderem eine Nominierung für einen Emmy Award einbrachte.

Leben und Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bill Camp stammt aus dem US-Bundesstaat Massachusetts und begann seine Schauspielkarriere am Theater, wo er bis heute sehr aktiv ist, noch bevor er auch in Film und Fernsehen zu sehen war. Am Theater trat er in Stücken wie Heartbreak House, Tod eines Handlungsreisenden oder in Hexenjagd auf. Für letzteres erhielt er 2016 eine Nominierung für einen Tony Award in der Kategorie Bester Hauptdarsteller und gewann in derselben Kategorie einen Drama Desk Award.[1]

Seit dem Jahr 1990 ist Camp in Film und Fernsehen aktiv, nachdem er eine Nebenrolle im Film Die Affäre der Sunny von B. übernahm. Weitere Filmauftritte folgten zunächst in In & Out – Rosa wie die Liebe, Rounders und Ten Hundred Kings. Erste Gastrollen im Fernsehen übernahm er in New York Undercover, Die himmlische Joan und Criminal Intent – Verbrechen im Visier. 2007 übernahm er im Filmdrama Ein einziger Augenblick eine kleine Nebenrolle. So anschließend auch in The Guitar, Deception – Tödliche Versuchung und Public Enemies.

2010 war er als Glen McCreavy im Film Immer Drama um Tamara zu sehen. Es folgten Auftritte in Boardwalk Empire, Good Wife und eine Nebenrolle in Damages – Im Netz der Macht. In der Folge trat Camp vermehrt in Filmdramen auf, etwa als Mr. Jolly in Lincoln, als Radburn in 12 Years a Slave, in der Rolle eines Verrückten auf der Straße in Birdman oder (Die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit), als John Callahan in Black Mass oder als Malcolm Smith in Jason Bourne 2016. Ebenfalls in diesem Jahr übernahm er die Rolle des Dennis Box in der Miniserie The Night Of – Die Wahrheit einer Nacht des Senders HBO. Seine Leistung in der Serie brachte ihm 2017 eine Nominierung für einen Primetime-Emmy-Award in der Kategorie Bester Nebendarsteller in einer Miniserie oder Fernsehfilm ein. Zwischen 2015 und 2017 hatte er außerdem eine kleine Nebenrolle in The Leftovers

Weitere Filmnebenrollen folgten seitdem etwa in Gold – Gier hat eine neue Farbe, The Killing of a Sacred Deer, Feinde – Hostiles, Molly’s Game – Alles auf eine Karte, Wildlife, Red Sparrow, Land der Gewohnheit, Vice – Der zweite Mann oder Native Son. 2018 war er zudem in der Miniserie The Looming Tower als Robert Chesney zu sehen. 2019 übernahm er die Rolle des Det. Garrity in Todd PhillipsJoker.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bill Camp ist der Sohn eines ehemaligen stellvertretenden Schulleiters und einer Bibliothekarin.[2][3] Er ist seit 2004 mit seiner Schauspielkollegin Elizabeth Marvel verheiratet. Gemeinsam sind sie Eltern eines Sohnes.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Drama Desk Award
Obie Award
  • 2002: Auszeichnung als Bester Darsteller für Homebody/Kabul
Primetime Emmy Award
  • 2017: Nominierung als Bester Nebendarsteller in einer Miniserie oder Fernsehfilm für The Night Of – Die Wahrheit einer Nacht
Tony Award

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bill Camp. Abgerufen am 3. März 2019 (englisch).
  2. Elizabeth Marvel, Bill Camp
  3. Simonson, Robert: One Man's Method for Better Acting: Just Stop Doing It. In: The New York Times. 16. Dezember 2007.