Billie Jean King

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Billie Jean King Tennisspieler
Billie Jean King
Billie Jean King (2011)
Nation: Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geburtstag: 22. November 1943
Größe: 164 cm
Spielhand: Rechts
Preisgeld: 1.966.487 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 695:155
Karrieretitel: 78 WTA
Höchste Platzierung: 2 (11. Dezember 1977)
Grand-Slam-Bilanz
Doppel
Karrierebilanz: 87:37
Karrieretitel: 6 WTA
Grand-Slam-Bilanz
Mixed
Grand-Slam-Bilanz
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA und ITF (siehe Weblinks)
Billie Jean King signature.png
Billie Jean King (1978)

Billie Jean King (* 22. November 1943 in Long Beach, Kalifornien) ist eine ehemalige US-amerikanische Tennisspielerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die als Billie Jean Moffitt Geborene heiratete 1965 Lawrence King und wurde unter dem Namen ihres Ehemanns weltweit bekannt. Billie Jean King ist eine von insgesamt acht Spielerinnen, die im Einzel alle vier Grand-Slam-Titel gewonnen haben. Bei den US Open und in Wimbledon gewann sie sowohl im Einzel und Doppel als auch im Mixed. In Wimbledon ist sie neben Martina Navrátilová mit insgesamt 20 Titeln in verschiedenen Wettbewerben Rekordsiegerin. Bei ihrem letzten Turniersieg am 6. Juni 1983 in Birmingham war sie 39 Jahre alt; damit ist sie bis heute die älteste Einzelsiegerin auf der Tour.[1]

1972 wurde sie von der Zeitschrift Sports Illustrated zur Sportlerin des Jahres gewählt. King war es auch, die 1973 in London die heutige WTA gründete.[2] Ein wichtiges Anliegen für sie war die Gleichberechtigung von Frau und Mann im Sport. In einem als Battle of the Sexes, 2017 gleichnamig verfilmt, stilisierten Schaukampf besiegte sie 1973 vor 30.492 Zuschauern (der zweitgrößten Kulisse, die je ein Tennisspiel hatte) den damals 55-jährigen Bobby Riggs. Vierzig Jahre nach dem Schaukampf kam die Theorie auf, dass Riggs dieses Duell – im Gegensatz zum ersten Match, das er gegen Margaret Court klar gewann – absichtlich verlor, um Spielschulden zu begleichen.[3] Im selben Jahr wurde King von Associated Press als Sportlerin des Jahres geehrt. Es war ihre zweite Auszeichnung nach 1967.

Die Philadelphia Freedoms war eine Mannschaft in der damaligen World-Team-Tennis-League. 1974 wurde King zur Trainerin dieses Teams bestellt; sie war die erste Frau, die ein professionelles amerikanisches Tennisteam trainierte, das sowohl aus Frauen als auch aus Männern bestand.

Vor dem Hintergrund ihrer Erfolge als Tennisspielerin, Coach und, allen Widerständen zum Trotz, Verfechterin der Gleichstellung von Mann und Frau, widmete ihr der Sänger Elton John 1975 das Lied Philadelphia Freedom, das ein Bestseller wurde.

1987 wurde Billie Jean King in die Hall of Fame des Tennissports aufgenommen. 1990 wurde sie vom Life Magazine in die Liste der 100 wichtigsten US-Amerikaner des 20. Jahrhunderts aufgenommen. Im Jahr 2000 wurde sie mit dem Capitol Award der Gay and Lesbian Alliance Against Defamation (GLAAD) für ihr Engagement als offen lesbisch lebende Person ausgezeichnet. Speziell herausgestellt wurde ihre Unterstützung eines Lehrfilms für die öffentlichen Schulen in Chicago sowie ihr Einsatz in den Gremien der Elton John AIDS Foundation und des National AIDS Fund.

King zählt zu den neun Spielerinnen, den Original 9, die 1970 das Virginia Slims Invitational bestritten haben, das von Gladys Heldman veranstaltet und gesponsert wurde.[4]

Billie Jean King lebt mit ihrer Lebensgefährtin Ilana Kloss in New York und Chicago.

Erfolge bei Grand-Slam-Turnieren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rekord-Grand-Slam-Siegerinnen im Dameneinzel
Rang Tennisspielerin Titel
1. AustralienAustralien Margaret Court 24
2. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Serena Williams 23
3. DeutschlandDeutschland Steffi Graf 22
4. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Helen Wills Moody 19
5. Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Evert 18
TschechoslowakeiTschechoslowakei / Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Martina Navratilova
7. FrankreichFrankreich Suzanne Lenglen 12
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Billie Jean King
Stand: 28. Januar 2017

Einzel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nr. Datum Turnier Kategorie Belag Finalgegnerin Ergebnis
1. 1966 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen Brasilien 1968Brasilien Maria Bueno 6:3, 3:6, 6:1
2. 1967 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ann Haydon-Jones 6:3, 6:4
3. 1967 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten U.S. Championships Grand Slam Rasen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ann Haydon-Jones 11:9, 6:4
4. 1968 AustralienAustralien Australian Championships Grand Slam Rasen AustralienAustralien Margaret Court 6:1, 6:2
5. 1968 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen AustralienAustralien Judy Tegart 9:7, 7:5
6. 1971 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Rosie Casals 6:4, 7:6
7. 1972 FrankreichFrankreich French Open Grand Slam Sand AustralienAustralien Evonne Goolagong 6:3, 6:3
8. 1972 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen AustralienAustralien Evonne Goolagong 6:3, 6:3
9. 1972 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Rasen AustralienAustralien Kerry Melville 6:3, 7:5
10. 1973 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Chris Evert 6:0, 7:5
11. 1974 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten US Open Grand Slam Rasen AustralienAustralien Evonne Goolagong 3:6, 6:3, 7:5
12. 1975 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Wimbledon Grand Slam Rasen AustralienAustralien Evonne Cawley 6:0, 6:1

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Billie Jean King – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker online (27. September 2009): Sieg mit fast 39! Date-Krumm wundert sich selbst
  2. wtatennis.com (24. Januar 2013): WTA To Celebrate 40th Anniversary In 2013
  3. Hendrik Ternieden: Der Geschlechterkampf und die Mafia Spiegel Online 28. August 2013 (zuletzt abgerufen am 15. November 2017)
  4. wtatennis.com: Original 9 Reunion: It’s A Wrap!
  5. The Irish Times: Obama names Robinson for top civilian honour, 31. Juli 2009 (englisch)
  6. Honorary Doctorates. In: ussa.edu. United States Sports Academy, archiviert vom Original am 4. Mai 2014; abgerufen am 4. Mai 2014 (englisch). i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/009-hwo-0726.ussa.edu