Bilohirsk

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Bilohirsk
(Білогірськ)
Wappen von Bilohirsk
Bilohirsk (Ukraine)
Bilohirsk
Bilohirsk
Basisdaten
Oblast: Autonome Republik Krim
Rajon: Rajon Bilohirsk
Höhe: keine Angabe
Fläche: 5,42 km²
Einwohner: 18.420 (2004)
Bevölkerungsdichte: 3.399 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 97600
Vorwahl: +380 6559
Geographische Lage: 45° 3′ N, 34° 36′ O45.05444444444434.602222222222Koordinaten: 45° 3′ 16″ N, 34° 36′ 8″ O
KOATUU: 120710100
Verwaltungsgliederung: 1 Stadt
Bürgermeister: Mykola Miranow
Adresse: вул. Луначарського 39
97600 м. Білогірськ
Statistische Informationen
Bilohirsk (Krim)
Bilohirsk
Bilohirsk
i1

Bilohirsk (ukrainisch Білогірськ; russisch Белогорск/Belogorsk [etwa „Weiße Berge“], krimtatarisch Qarasuvbazar [etwa „Basar am schwarzen Fluss“], armenisch Բելոգորսկ, Կարասու-Բազար/Belogorsk,Qarasuvbazar) ist eine Stadt in der Autonomen Republik Krim in der Ukraine. Sie liegt durchschnittlich auf 180 Metern über Meeresspiegel. Bis 1944 trug sie den Namen Karasubasar.

Umgeben von Hügeln, an einer Felsenwand am Fluss Biyuk Karasu gelegen, hatte die Handelsstadt im Jahr 1880 11.877 Einwohner, im Jahr 2006 18.400. Ihre Blütezeit erlebte sie während der Herrschaft der Genuesen, die sie im 15. Jahrhundert den Tataren überlassen mussten, wonach sie zum Osmanischen Reich gehörte. Im ständigen Streit mit Russland wurde die Stadt 1737 von den Russen eingenommen, geplündert und niedergebrannt. Nach dem Fünften Russisch-Türkischen Krieg wurde Karasu-Basar infolge des Friedens von Kütschük Kainardschi 1779 für fünf Jahre zur Hauptstadt der Krim, nach deren Annexion durch Russland im Jahre 1783 musste sie dieses Privileg an das neu gegründete Simferopol abgeben.

Die meisten Krimtschaken, eine turksprachige Volksgruppe jüdischen Glaubens, die seit dem frühen Mittelalter auf der Krim ansässig waren, wurden Ende 1941 von deutschen SS- und Polizeieinheiten ermordet und die Synagoge in Karasu-Basar aus dem Jahr 1516 wurde zerstört.

Die dort lebende krimtatarische Mehrheit der Einwohnerschaft wurde am 18. Mai 1944 auf Stalins Befehl hin wegen „Kollaboration mit der deutschen Besatzungsmacht“ (siehe Reichskommissariat Ukraine) nach Zentralasien deportiert, wobei auf dem Transport in Viehwaggons etwa die Hälfte der Krimtataren umkam.

Wenngleich die Bedeutung der Stadt im Laufe der Zeiten kontinuierlich sank, ist sie heute noch ein Zentrum des Exports von Früchten.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

  • Lasar Serebrjakow (1792–1862), Admiral
  • Bekir Vaap oğlu Çoban-zade (1893–1937), krimtatarischer Dichter

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]