Bindfelde

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Bindfelde
Stadt Stendal
Koordinaten: 52° 35′ 24″ N, 11° 54′ 13″ O
Höhe: 35 m ü. NN
Fläche: 9,14 km²
Einwohner: 273 (1. Feb. 2007)
Bevölkerungsdichte: 30 Einwohner/km²
Eingemeindung: 15. April 1999
Postleitzahl: 39576
Vorwahl: 03931
Bindfelde (Sachsen-Anhalt)
Bindfelde
Bindfelde
Lage in Sachsen-Anhalt

Bindfelde ist ein Ortsteil der Kreisstadt Stendal im Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bindfelde liegt etwa zwei Kilometer südöstlich der Kreisstadt Stendal unmittelbar an der ICE-Strecke HannoverBerlin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Bindfelde im Jahre 1212 als Buntueld und 1353 in einer Schenkung des Markgrafen Ludwig an die Jakobikirche Stendal als Villa Buntveld. Das Kirchdorf entwickelte sich als langgezogenes Straßendorf und behielt lange seine landwirtschaftliche Prägung. 1988 nahm das Heizwerk Bindfelde seinen Betrieb auf, das die neu entstandenen Wohngebiete im Süden von Stendal mit Fernwärme versorgte. Am 23. März 1994 bildete Bindfelde zusammen mit Staffelde und Stendal die Verwaltungsgemeinschaft Stendal mit Stendal als Trägergemeinde. Fünf Jahre später verlor die Gemeinde nach einem Bürgerentscheid ihre politische Selbständigkeit und wurde zum 15. oder 30. April 1999 nach Stendal eingemeindet.[1][2] Zum Ort gehört heute das ehemalige Vorwerk Charlottenhof, das ursprünglich zum Rittergut Uenglingen gehörte.[3]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorfbild wird geprägt von der Dorfkirche, einer Feldsteinkirche aus der Mitte des 13. Jahrhunderts mit einem aufgesetzten Fachwerkturm. Eine Grabstätte auf dem Ortsfriedhof erinnert an zwei polnische Kriegsgefangene, die während der Zeit des Nationalsozialismus Opfer der Zwangsarbeit wurden.

Nahverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Haltepunkt Bindfelde liegt an der Bahnstrecke Stendal–Tangermünde. Er wird mit Regionalbahnen im Stundentakt bedient. Im benachbarten Stendal bestehen überregionale Bahnanschlüsse nach Wolfsburg, Berlin, Magdeburg und Schwerin. Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Regionalverkehr Westsachsen (RVW) unter dem Markennamen stendalbus.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, Salzwedel 1928, S. 112.
  • Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 53.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gemeindegebietsveränderungen vom 01.07.1994 bis 30.06.2007 Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt. Abgerufen am 20. Mai 2017.
  2. Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1999. StBA
  3. J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Topographischer Teil. Verlag Heinrichshofen, 1842, Band 2, S. 290