Bio Suisse

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Bio Suisse, Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen
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Rechtsform Verein
Gründung 1981 (Vorgängerorganisation)
Sitz Basel, Schweiz Schweiz
Vorläufer Vereinigung schweizerischer biologischer Landbauorganisationen (VSBLO)
Zweck Förderung des biologischen bzw. ökologischen Landbaus.[1]
Vorsitz Urs Brändli
(Präsident des Vorstandes)
Geschäftsführung Balz Strasser
(Geschäftsführer)
Beschäftigte 71 (2019)
Mitglieder 6'962 (2019)
Website www.bio-suisse.ch

Der Dachverband Bio Suisse ist ein Zusammenschluss von 32 Organisationen der biologischen Landwirtschaft in der Schweiz.

Mitglieder sind rund 7300 Biobetriebe aus der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein (Stand 2019),[2] die in 22 regionalen Mitgliedorganisationen organisiert sind. Hinzu kommen zehn weitere Mitgliedorganisationen, darunter die fünf Gründungsorganisationen der Vorgängerorganisation.[3] Die Delegiertenversammlung besteht aus 100 Delegierten der 32 Mitgliedorganisationen und ist das oberste Organ von Bio Suisse.[4] Weitere über 1000 lizenzierte Verarbeitungs- und Handelsbetriebe stellten Knospe-Lebensmittel her oder handelten damit.[5]

Die Geschäftsstelle mit rund 70 Mitarbeitenden befindet sich in Basel. Zu den Aufgaben des Verbandes gehören die Weiterentwicklung der Richtlinien, die Markttransparenz und Marktentwicklung, übergeordnete Aufgaben in der Qualitätssicherung, die Prüfung von Lizenzgesuchen und die Beratung der lizenzierten Verarbeiter und Händler sowie die Interessensvertretung ihrer Mitglieder am Markt, in der Politik und in der Öffentlichkeit.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. September 1981 wurde die Vereinigung schweizerischer biologischer Landbauorganisationen (VSBLO) von der Biofarm Genossenschaft[6], dem Verein für biologisch-dynamische Landwirtschaft (Demeter Schweiz), der Schweizerischen Gesellschaft für biologischen Landbau (Bioterra)[7], der Coopérative Progana[8] sowie dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) gegründet. 1989 ist die Anbau- und Verwertungsgenossenschaft Galmiz dem VSBLO beigetreten.[9] Als 1992 der biologische Landbau staatlich anerkannt wurde, sind die ersten Bio Suisse-Verarbeitungsrichtlinien erschienen.[10] 1997 folgte die Umbenennung der Vereinigung in Bio Suisse.[9][11] Im gleichen Jahr gründete Bio Suisse die bio.inspecta AG, an welche 1998 die Zertifizierung von Knospe-Landwirtschaftsbetrieben ausgelagert wurde.[12] Fortan wurde die Knospe auch für verarbeitete Produkte vergeben.[9]

2015 wurde das Nationale Bioforschungsforum (NBFF) von Agroscope, dem FiBL und Bio Suisse gegründet.[13] Bio Suisse ist u. a. Mitglied beim Schweizer Bauernverband und beim Verein SwissGAP, welcher den GLOBALG.A.P.-Standard in der Schweiz umsetzt.[14][15]

Martin Bossard, Leiter Politik Bio Suisse, ist für das Lobbying zuständig.[16][A 1] Die Zutrittsberechtigung für das Parlamentsgebäude erhielt er von Maya Graf.[17]

Gütesiegel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bio-Knospe auf einer Milchpackung

Bio Suisse ist Eigentümerin der eingetragenen Marke „Knospe“ (frz. „Bourgeon“, ital. „Gemma“, engl. „Bud“). Die Produkte der von Bio Suisse zertifizierten schweizerischen Produzenten können mit dem Gütesiegel Bio Suisse Knospe ausgezeichnet werden. Das Gütesiegel (in der Schweiz Label genannt) geniesst in der Schweiz eine hohe Glaubwürdigkeit. Rund 60 bis 70 % der Knospe-Produkte stammen aus Schweizer Produktion und werden in der Schweiz verarbeitet. Ausländische Produkte, die dieselben Kriterien erfüllen, werden mit Bio Knospe ausgezeichnet.[18]

Verarbeitungs- und Handelsbetriebe, die mit der Bio Suisse einen Lizenzvertrag abgeschlossen haben dürfen unter Einhaltung der Richtlinien die Marke Knospe nutzen.

Als erste Gemeinde wurde 2019 Lancy mit der Knospe ausgezeichnet.[19] Daneben gibt es mit Stand 2020 schweizweit 12 Restaurants welche mit der Knospe ausgezeichnet wurden.[20]

Zur Bewerbung von Schweizer Biomilch wird den Bio-Bauern von den Schweizer Milchproduzenten einen Betrag pro Kilogramm vermarkteter Milch in Rechnung gestellt, welcher über die Biomilch-Organisationen einkassiert wird. Anschließend wird der entsprechende Betrag an Bio Suisse ausbezahlt, welche die Mittel zweckgebunden für die Vermarktung von Biomilch einsetzt.[21]

Bewertung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Label erzielte 2015 im Ranking der Stiftung Pusch, des WWF Schweiz, der Helvetas und der Stiftung für Konsumentenschutz SKS «in allen Bewertungsbereichen und Produktsortimenten überdurchschnittliche Resultate, weil es sowohl in den Bewertungskriterien der Umweltbereiche Wasser, Boden, Biodiversität und Klima als auch in den Bereichen Tierwohl und Soziales hohe bis sehr hohe Anforderungen stellt.»[22]

Bewertung Knospe Bio / Knospe Bio Suisse – 161 Punkte, Ausgezeichnet
Bio-ch-bio-eu-161-pt.png

Richtlinien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die vereinseigenen Richtlinien sind strenger als die vom Schweizer Gesetzgeber in der Bio-Verordnung[23] vorgeschriebenen Mindestanforderungen für den biologischen Landbau. Bio Suisse hat auch umfangreiche Richtlinien zu Verarbeitung und Handel. Produkten, die dem Image der Knospe abträglich sind, kann die Zulassung verweigert werden.

Nur Produkte, deren Rohstoffe zu mindestens 90 % aus der Schweiz stammen, tragen die Bio-Knospe mit dem Vermerk Bio Suisse. Produkte, die mehr als 10 % im Ausland produzierte Rohstoffe enthalten, tragen die Knospe mit dem Vermerk Bio. Auch für im Ausland produzierte Waren müssen die Bio-Suisse-Richtlinien erfüllt sein.[18]

Importe sind eingeschränkt auf Produkte, die in der Schweiz nicht wachsen oder nicht in genügender Menge verfügbar sind. Aus Übersee dürfen nur Frischprodukte importiert werden, wenn sie in Europa nicht wachsen oder saisonal nicht verfügbar sind. Flugtransport sei zwar generell verboten; Dennoch werden gewisse Produkte per Flugzeug hin und her geschickt, bevor sie mit dem Bio Suisse-Label in den Verkauf gelangen.[24]

Importeure von Bioprodukten zur Vermarktung mit der Knospe benötigen einen Lizenzvertrag mit Bio Suisse mit Importbewilligung für die entsprechenden Produkte sowie Bio Suisse zertifizierte Lieferanten (über alle Handelsstufen vom Anbau bis zum Export). Zudem müssen die Vorgaben der Schweizer Bio-Verordnung in jedem Fall erfüllt sein. Die Zertifizierung der ausländischen Betriebe erfolgt durch die International Certification Bio Suisse (ICB AG, Tochterfirma der Bio Suisse[25]) oder die Easy-Cert Group AG.

Übersicht der Kriterien[5]

  • Ganzheitlichkeit – Bio für den gesamten Betrieb und für die ganze Produkteverarbeitung
  • Biodiversität – vielfältige Lebensräume für Pflanzen und Tiere
  • Tierwohl – artgerechtes Futter (bei Kühen max. 10 % Kraftfutter; 5 % ab 2022 mit Ausnahme von Mühlennebenprodukten wie z. B. Ölschrot), tiergerechter Stall (bei Kühen sind Anbindeställe erlaubt), viel Auslauf und Weide.[26][27]
  • Ressourcenschutz – Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Kunstdünger. Schutz von Boden, Wasser, Luft und Klima (Hofdünger darf unter Umständen zu 50 % von nicht biologischen Betrieben stammen[28]:S. 101; In Anzuchtsubstraten ist ein Anteil von bis zu 70 Prozent Torf erlaubt (inkl. Erdpresstopf, Trays und Terminkulturen), bei Topfkräutern bis zu 50 Prozent,[28]:S. 80 Versuche des BAFU ergaben, dass Erdpresstöpfe auch mit nur 40 Prozent Torfanteil gepresst werden können und Topfkräuter sogar torffrei.[29])
  • Geschmack – schonende Verarbeitung (UHT-Milch wurde 2002 zugelassen[30]), frei von Aroma und Farbstoffen, authentische Produkte
  • Vertrauen – strikte Kontrollen, Verzicht auf Gentechnik (vgl. Abschnitt Gentechnik), strenge Vorschriften für Importe
  • Fairness – Richtlinien für soziale Anforderungen und faire Handelsbeziehungen

Um die Emissionen von Mikroplastik nicht weiter zu Befördern, wollte Bio Suisse zuerst ab 2018,[31] dann ab 2019 und schliesslich ab 2020 keine Gärreste mehr aus Biogasanlagen in denen auch in Kunststoff verpacktes Material vergärt wird auf seinen Feldern verteilen.[32] Seit 2021 gilt nun, dass nur noch Gärreste genutzt werden dürfen, bei welchem der Anteil an Kunststoffen 0,1 Prozent nicht überschreitet; 0,05 Prozent ab 2024 (gemessen in der Trockensubstanz).[28]:S. 101 Der Wert von 0,1 Prozent deckt sich indes ohnehin mit den gesetzlichen Vorgaben der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung.[33] Im Oktober 2021 wurde bekannt, dass Bio Suisse bei internationalen Tätigkeiten künftig enger mit Naturland, in Form einer Kooperation, zusammenarbeiten wird.[34]

Markenvergabepolitik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kassensturz berichtete 2010, dass «Bio Suisse [2009] entschieden hat, dass Discounter ihre Bio-Produkte nicht mit der Knospe auszeichnen dürfen.» Ein direkter Preisvergleich in Bio-Betrieben hergestellten Produkte sei durch diese Labelvergabepolitik und die Eigenlabel der Discounter erschwert.[35]

Die Markenvergabepolitik stellt sich 2017 folgendermassen dar:

Bio Suisse ist offen für die Zusammenarbeit mit allen Handelspartnern. Die Voraussetzung zur Verwendung der Knospe ist ein nachhaltiges Engagement in der biologischen Landwirtschaft. Dazu gehört, dass die Handelspartner Grundsätze, Ziele und Werte von Bio Suisse verfolgen, z. B.:

  • Repräsentatives, ganzjähriges Angebot von Schweizer Knospe-Produzenten
  • Klare, offene und unmissverständliche Produktpräsentation und Kommunikation
  • Langfristige und nicht von kurzfristigen Opportunitäten bestimmte Zusammenarbeit und Sortimentspolitik
  • Einsatz für faire wirtschaftliche und soziale Rahmenbedingungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette
  • Nachhaltige Entwicklung, Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts oder Ausfüllen des Bio Suisse Nachhaltigkeitschecks

2019 wurde diesbezüglich ein Drei-Stufen-Modell für den Detailhandel beschlossen.[36] Mit der Knospe gekennzeichnete, verpackte Produkte können in jedem Laden verkauft werden.

Zertifizierung und Kontrolle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Einhaltung der Bio Suisse-Richtlinien auf Betrieben in der Schweiz wachen als Kontrollinstitutionen die Firmen bio.inspecta AG[37][12] und Bio Test Agro AG.[38][39]

Bio.inspecta war früher mehrheitlich im Besitz von Bio Suisse. Dies hat zu Kritik geführt, nachdem sich die zweite Kontrollstelle im Bereich Landwirtschaft aus der Zertifizierung von Bio-Suisse-Produkten zurückziehen wollte, den Entscheid später aber revidierte.[40] Bio.inspecta befindet sich im Besitz von verschiedenen Organisationen und Einzelunternehmen aus der Biobranche – 2017 waren es:

im weiteren insgesamt:

  • 64,21 % – Produzenten/-innen, Lizenznehmer/-innen der beiden Bio-Labels Knospe und Demeter sowie Konsumenten/-innen, Mitarbeiter/-innen, Umwelt- und Bio-Organisationen.[41]

Im Kontrollverfahren werden Produktion, Verarbeitungsverfahren, Rezepturen, Transport und Lagerung der Waren geprüft.

Betriebe ausländischer Zulieferer werden auf Wunsch eines Lizenznehmers überprüft, wenn er die Produkte im Inland nicht oder nicht in genügender Menge findet. Diese Betriebe haben die Bio Suisse Organic-Richtlinien einzuhalten, welche gleichwertig mit den Bio Suisse Richtlinien für die Schweiz sind; ergänzt um einige Anforderungen wie zum Beispiel eine nachhaltige Wassernutzung in Gebieten mit knappen Wasserressourcen. Die jährlichen Kontrollen der Betriebe erfolgen durch akkreditierte Kontrollstellen vor Ort. Anhand dieser Kontrollberichte beurteilen die International Certification Bio Suisse (ICB AG) und bio.inspecta die Konformität der Prozesse und Praktiken der Betriebe mit den Anforderungen von Bio Suisse und erteilen bei Erfüllung ein Bio Suisse Organic-Zertifikat. Dieses ist die wichtigste Voraussetzung für den Import von Bio-Produkten in die Schweiz zwecks Verkauf mit dem «Knospe»-Label.[42]

Am 7. Juni 2019 haben sich Austria Bio Garantie (ABG) und die bio.inspecta AG zur Dachorganisation Easy-Cert Group AG zusammengeschlossen.[43][44]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gentechnik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pflanzenzucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bio Suisse Delegierten haben 2013 beschlossen für Bio-Pflanzen grundsätzlich nur noch naturnahe Zuchtmethoden zu erlauben. Sorten die auf CMS-Technik basieren sind nicht naturnah und sollen langfristig bei Bio Suisse nicht mehr zugelassen werden.[45] Bei Bio Suisse sind CMS-Sorten seit Anfang 2019, mit Ausnahme von Blumenkohl (inkl. Romanesco, farbige Blumenkohltypen), Brokkoli, Weißkohl, Wirsing und Chicorée, nicht mehr zugelassen.[32]

Tierzucht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäss den Richtlinien von Bio Suisse sollte Gentechnik eigentlich auch in der Tierzucht ausgeschlossen sein. Trotzdem wurde 2018 in der Geflügelproduktion, zur Bekämpfung der Gumboro-Krankheit, praktisch flächendeckend auf einen Gentech-Impfstoff gesetzt. Aufgrund von hohen Verlusten sah sich der Bio Suisse-Vorstand gezwungen diese Massnahme vorübergehend zuzulassen.[46][47] Derweil werde nach einer Alternative gesucht.[48] Im November 2019 haben die Delegierten beschlossen, die Zulassung für den Gentech-Impfstoff Vaxxitek nicht zu verlängern und somit die Zulassung Ende 2019 auslaufen zu lassen.[49]

Pflanzenschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um den Kartoffelkäfer zu bekämpfen, wurde 2018 die Anwendung von Spinosad und Neem, zwei im Biolandbau zugelassenen Pflanzenschutzmitteln, während drei Monaten auch für Kartoffeln zugelassen.[50] Der Grund war eine starke Vermehrung des Kartoffelkäfers und eine mangelnde Verfügbarkeit des üblichen dagegen eingesetzten Mittels. Da Spinosad potentiell Bienen gefährdet, müssen sich die Bauern an die Auflage halten, dieses nur frühmorgens oder abends anzuwenden.

Importe aus Übersee[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um Bio-Wein aus Argentinien mit der Knospe zu kennzeichnen, hatte Bio Suisse im August 2017 eine Lizenz an Coop vergeben. Dieses Vorgehen steht nicht im Gegensatz zu den eigenen Grundprinzipien, denn Importe sind unter bestimmten Bedingungen möglich (siehe #Richtlinien). Bio Genève war damit nicht einverstanden[51] und stellte an der Delegiertenversammlung am 18. April 2018 einen Antrag für eine Richtlinienänderung zu Importen aus Übersee. Die Bewilligung für Importe von Wein aus Übersee war inzwischen vom Vorstand der Bio Suisse sistiert worden. Zudem beantragte der Vorstand eine breite Diskussion der erarbeiteten Import-Strategie an der Präsidentenkonferenz im Sommer 2018 und eine Verschiebung der Abstimmung über die Import-Richtlinien. Diesem Antrag stimmte die Delegiertenversammlung am 18. April 2018 zu.[52]

Bei den Schweizer Geranien werden die Flugtransporte von konventionellen Stecklingen aus Afrika kritisiert.[24] Auch die Zertifizierung von Palmölplantagen, welche auf gerodeten Urwaldflächen angelegt wurden, sorgte bereits für Kritik.[53]

Für Biolandbau aber gegen Trinkwasserinitiative[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vorstand von Bio Suisse setzt sich bei der Trinkwasser-Initiative für eine Nein-Parole ein, da bei Annahme der Initiative zu viel Bio-Landwirtschaft und damit ein Preiszerfall drohe.[54][55] Das Konsumentenmagazin K-Tipp schreibt dazu: Im Klartext heisst das: Wenn alle Bauern biologisch wirtschaften, wäre die hohe Marge auf Bio-Lebensmittel nicht mehr zu rechtfertigen.[56] Inzwischen wurde unter anderem die Bio-Suisse-Webseite mit dem Titel «Mehr Bio – weniger Pestizide» gelöscht, ist aber noch mit der Wayback Machine abrufbar.[57] Laut K-Tipp räumte der Grossverteiler Coop ein, mit Bio-Suisse über die Trinkwasser-Initiative gesprochen zu haben. Bio-Suisse Präsident Urs Bändli dagegen erklärte: Ich habe dazu von Coop noch nie etwas gehört.[56]. Die Delegiertenversammlung bestätigte die Nein-Parole.[58][59] Dagegen hatte sich Bio-Suisse schon im November für die Eidgenössische Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» – welche ebenfalls am 13. Juni 2021 zur Abstimmung kommt – ausgesprochen.[60]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bio Suisse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bio Suisse, Vereinigung Schweizer Biolandbau-Organisationen. Handelsregisteramt des Kantons Basel-Stadt, abgerufen am 28. März 2021.
  2. Jahresbericht 2019. (PDF) In: jahresbericht.biosuisse.ch. Abgerufen am 28. März 2021.
  3. Mitgliedorganisationen. In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 28. März 2021.
  4. Portrait Bio Suisse. Abgerufen am 18. September 2017.
  5. a b Die Knospe, auf bio-suisse.ch, abgerufen am 27. August 2012.
  6. Biofarm Firmengeschichte. In: biofarm.ch. Abgerufen am 22. März 2021.
  7. Über Bioterra. In: bioterra.ch. Abgerufen am 22. März 2021.
  8. Société Coopérative Progana. In: progana-bioromandie.ch. Abgerufen am 22. März 2021.
  9. a b c Archiv für Agrargeschichte: Bio Suisse. In: histoirerurale.ch. Abgerufen am 30. Mai 2021.
  10. Geschichte. In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 4. November 2019.
  11. VSBLO nennt sich ab sofort BIO SUISSE. In: lid.ch. 25. September 1997, abgerufen am 4. November 2019.
  12. a b Archiv für Agrargeschichte: Bio.inspecta AG. In: histoirerurale.ch. Abgerufen am 30. Mai 2021.
  13. Neues Nationales Bioforschungsforum: Bio-Forschung und Praxis rücken zusammen. In: admin.ch. Agroscope, 30. November 2015, abgerufen am 14. Dezember 2020.
  14. SBV – Mitgliedorganisationen (Abgerufen am 16. März 2021)
  15. SwissGAP - der Verein. In: swissgap.ch. Abgerufen am 5. Mai 2021.
  16. Gesellschaft und Politik. In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 5. Mai 2021.
  17. Register der Zutrittsberechtigten. In: parlament.ch. Abgerufen am 5. Mai 2021.
  18. a b https://www.bio-suisse.ch/de/unser-engagement/das-knospe-prinzip/unsere-marke.html abgerufen am 18. September 2017
  19. Lancy – die erste Bio-Gemeinde der Schweiz. In: naturschutz.ch. 2. August 2019, abgerufen am 20. August 2019.
  20. Pablo Mathis: Luzerner «Quai 4» ist eines von nur zwölf «Knospen-Restaurants» der Schweiz. In: luzernerzeitung.ch. 20. September 2020, abgerufen am 22. September 2020.
  21. Bio Suisse Jahresrechnung 2020 (Seite 11). (PDF) In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 18. April 2021.
  22. Hintergrundbericht Labels für Lebensmittel WWF, SKS, STS, ACSI, FRC, Oktober 2010
  23. SR 910.18 - Verordnung vom 22. September 1997 über die biologische Landwirtschaft und die Kennzeichnung biologisch produzierter Erzeugnisse und Lebensmittel (Bio-Verordnung). In: fedlex.admin.ch. Abgerufen am 27. April 2021.
  24. a b Marianne Kägi: Geranienproduktion - Schweizer Geranien ohne Schweizer Wurzeln. In: srf.ch. 8. Mai 2019, abgerufen am 8. Mai 2019.
  25. International Certification Bio Suisse AG. Abgerufen am 24. April 2018.
  26. Tierhaltung & Fütterung. In: bio-suisse.ch. Abgerufen am 22. November 2020.
  27. Brigitte Walser: Kühe in Bewegung. In: derbund.ch. 4. Mai 2019, abgerufen am 19. Mai 2019.
  28. a b c Richtlinien für die Erzeugung, Verarbeitung und den Handel von Knospe-Produkten 2021. (PDF) Bio Suisse, 1. Januar 2021, abgerufen am 31. Januar 2021.
  29. BAFU: Marktteilnehmer setzen gemeinsam Reduktion des Torfverbrauches um. Abgerufen am 17. April 2021.
  30. Bio Suisse: Biobauern: Ja mit Vorbehalt zu „UHT-Bio-Milch“. (DOC) 10. April 2002, abgerufen am 17. April 2021.
  31. Inkraftsetzung Weisungen per 1.1.2019. (PDF) In: Internet Archive. Bio Suisse, 2018, abgerufen am 31. Januar 2021.
  32. a b Das gilt neu im Biolandbau 2019. (PDF; 277 kB) In: shop.fibl.org (web.archive.org). Bio Suisse, 2018, abgerufen am 27. Januar 2019.
  33. Anhang 2.6 Dünger in der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung, abgerufen am 31. Januar 2021.
  34. Bio Suisse und Naturland spannen zusammen. In: schweizerbauer.ch. 7. Oktober 2021, abgerufen am 8. November 2021.
  35. Magazinsendung Bio-Produkte: Wie Preise hochgehalten werden Kassensturz SRF, Sendung vom 16. Februar 2010.
  36. Bio Suisse beschliesst Drei-Stufen-Modell für Detailhandel. (PDF; 211 kB) In: bio-suisse.ch. 2. Juli 2019, abgerufen am 9. November 2019.
  37. https://www.bio-inspecta.ch/de/home
  38. https://www.bio-test-agro.ch/
  39. Archiv für Agrargeschichte: Bio Test Agro AG. In: histoirerurale.ch. Abgerufen am 30. Mai 2021.
  40. Artikel in Zürcher Bauer (Wochenzeitschrift des Zürcher Bauernverbands), Woche 37, 2006. Die Online-Version ist offenbar nicht mehr verfügbar: @1@2Vorlage:Toter Link/www.vzsb.ch(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: (PDF)) (abgefragt am 19. Februar 2010).
  41. Aktionariat von bio.inspecta, abgefragt am 15. Februar 2013 und 27. August 2017
  42. International Certification Bio Suisse AG. Abgerufen am 29. Mai 2018.
  43. Warum zwei Kontrollstellen fusioniert haben. In: bioaktuellch. 16. Juli 2019, abgerufen am 22. März 2021.
  44. EASY-CERT group AG. Handelsregisteramt des Kantons Aargau, abgerufen am 22. März 2021.
  45. Aktualisierte Positivliste mit zellfusionsfreien Gemüsesorten erschienen In: fibl.org, 15. Mai 2018, abgerufen am 26. Mai 2018.
  46. Georg Humbel: Gentech-Spritze für Schweizer Bio-Poulets. In: srf.ch. 7. November 2018, abgerufen am 7. November 2018.
  47. Bio Suisse: Protokoll der Herbst-Delegiertenversammlung 2018. (PDF; 154 kB) In: bio-suisse.ch. 22. November 2018, abgerufen am 7. März 2021.
  48. Lucas Huber: Impfstoff hält Bio Suisse auf Trab. In: schweizerbauer.ch. 23. April 2019, abgerufen am 26. April 2019.
  49. Adrian Krebs: Bio Suisse verbietet umstrittenen GVO-Impfstoff für Pouletmast. In: bauernzeitung.ch. 13. November 2019, abgerufen am 19. November 2019.
  50. Kartoffelkäfer: Neem und Spinosad ab sofort zugelassen In: bioaktuell.ch, 13. Juni 2018, abgerufen am 17. Juni 2018.
  51. Protest gegen Knospe-Wein aus Argentinien In: schweizerbauer.ch, 4. November 2017, abgerufen am 12. April 2018.
  52. Delegiertenversammlung vom 18. April 2018 In: biosuisse.ch, abgerufen am 12. April 2018.
  53. Aline Wüst: Bio Suisse zertifiziert Palmöl aus Sao Tome, das nicht nachhaltig ist. In: blick.ch. 9. September 2021, abgerufen am 9. September 2021.
  54. Bio ist eine gute Lösung. In: bio-suisse.ch. 22. März 2021, abgerufen am 7. April 2021.
  55. Ueli Schmezer: Trinkwasser-Initiative – Aufstand der Biobauern gegen die Geschäftsleitung von Bio Suisse. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), 6. April 2021, abgerufen am 7. April 2021.
  56. a b Daniel Menning: Bio Suisse: Profit wichtiger als sauberes Wasser. Hrsg.: K-Tipp. Nr. 7, 7. April 2021, S. 4 f. (ktipp.ch).
  57. Mehr Bio - weniger Pestizide. In: bio-suisse.ch. Archiviert vom Original am 26. September 2020; abgerufen am 7. April 2021.
  58. Adrian Krebs: Die Bio Suisse-Delegierten sagen klar Nein zur Trinkwasser-Initiative. BauernZeitung, 14. April 2021, abgerufen am 14. April 2021.
  59. Sarah Jäggi: Ökologische Landwirtschaft: Dieses Vieh soll Luxus bleiben. Zeit online, 25. April 2021, abgerufen am 30. April 2021.
  60. Daniel Salzmann: Bio Suisse sagt klar Nein zur Trinkwasser-Initiative. Schweizer Bauer, 14. April 2021, abgerufen am 14. April 2021.

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bossard war von 1999 bis 2002 Geschäftsführer von ProSpecieRara. Von 2014 bis 2016 war er Präsident und seit 2016 ist er Co-Präsident der Agrarallianz. Quelle: Bossard, Martin In: histoirerurale.ch, abgerufen am 27. Mai 2021.