Bioggio

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Bioggio
Wappen von Bioggio
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Luganow
Kreis: Kreis Agno
BFS-Nr.: 5151i1f3f4
Postleitzahl: 6934 Bioggio
6935 Bosco Luganese
6992 Cimo
6993 Iseo
UN/LOCODE: CH BIO
Koordinaten: 713777 / 96990Koordinaten: 46° 0′ 54″ N, 8° 54′ 28″ O; CH1903: 713777 / 96990
Höhe: 314 m ü. M.
Höhenbereich: 274–941 m ü. M.[1]
Fläche: 6,40 km²[2]
Einwohner: 2689 (31. Dezember 2020)[3]
Einwohnerdichte: 420 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
20,3 %
(31. Dezember 2020)[4]
Gemeindepräsident: Eolo Alberti
Website: www.bioggio.ch
Bioggio, dahinter Agno und Luganersee im Hintergrund

Bioggio, dahinter Agno und Luganersee im Hintergrund

Lage der Gemeinde
Lago MaggioreLago DelioLago di PianoLago di OriglioLago di MuzzanoLuganerseeComer SeeItalienItalienItalienKanton GraubündenBezirk BellinzonaBezirk LocarnoBezirk MendrisioAgno TIBioggioCademarioMuzzano TIVernate TIAlto MalcantoneArannoMigliegliaNovaggioCapriascaCapriascaOriglioPonte CapriascaPonte CapriascaKommunanz Capriasca/LuganoCollina d’OroGranciaMelide TIMorcoteParadiso TIVico MorcoteArognoBissoneBrusino ArsizioVal MaraLuganoCaslanoCurio TICurio TIMagliasoNeggioTresa TIPura TIAstanoBediglioraBediglioraCurio TIBedanoGravesanoManno TIMezzovico-ViraMezzovico-ViraMonteceneriTorricella-TaverneCadempinoCanobbioComano TICuregliaLamoneMassagnoPorzaSavosaSorengoVeziaKarte von Bioggio
Über dieses Bild
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Bioggio ist eine politische Gemeinde im Kreis Agno, in der Region Malcantone im Bezirk Lugano des Kantons Tessin in der Schweiz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bioggio liegt im Süden des Malcantone und in der Ebene des Flusses Vedeggio, 2 Kilometer südwestlich von Lugano, zu dessen Agglomeration die Gemeinde besteht. Bioggio besteht aus den Dörfern Bioggio, Bosco Luganese, Cimo und Iseo und zahlreichen kleinen Weilern.

Die Nachbargemeinden sind am Norden Alto Malcantone, am Osten Manno, Vezia und Lugano, am Süden Muzzano, Agno, Vernate, Curio, am Westen Aranno und Cademario.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Die Anwesenheit der Römer rund um den Luganersee ist ab dem 1. Jh. v.Chr. belegt; sie hatten nördlich des Sees in Bioggio zumindest ein wichtiges Zentrum.“[5]

Die erste urkundliche Erwähnung von Bioggio datiert aus dem Jahre 1022 erwähnt als Biegio. 1992 wurden bei Ausgrabungen Reste eines römischen Gebäudes aus dem 3. Jahrhundert entdeckt, das wahrscheinlich als Therme genutzt wurde. Im Mittelalter waren Adelsfamilien aus Lugano und Como in Bioggio begütert. Bioggio hing von der Pfarrei Agno ab, wurde aber 1708 eine selbständige Unterpfarrei. Die Kirche des heiligen. Maurizius, erwähnt 1261, wurde nach dem Bau der gegenwärtigen, vom Architekten Gerolamo Grossi errichteten und am 7. Juli 1791 eingeweihten Pfarrkirche abgebrochen.

Ab 1960 entstand östlich des Vedeggio eine Industriezone, die heute zur Agglomeration Lugano gehört.

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 4. April 2004 wurde die alte Gemeinde Bioggio mit den bis dahin selbstständigen Gemeinden Bosco Luganese und Cimo fusioniert. Die neue Grossgemeinde übernahm den Namen Bioggio. Auf den 20. April 2008 wurde die Gemeinde Iseo in die Gemeinde Bioggio integriert.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[6]
Jahr 1591 1801 1850 1858 1900 1902[7] 1910 1940 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010 2020
Einwohner 35 Haushaultungen 323 990 501 568 603 967 941 970 1094 1290 1374 1769 2205 2379 2689

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde führen die Hauptstrasse von Manno und von Lugano nach Ponte Tresa. An das öffentliche Verkehrsnetz ist die Gemeinde durch zwei Haltestellen der Lugano-Ponte-Tresa-Bahn angeschlossen. Ein Teil des Flughafens Lugano-Agno liegt auf dem Gemeindegebiet.

Wirtschaft und Finanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Maurizio erwähnt 1261, wurde nach dem Bau der gegenwärtigen, vom Architekten Gerolamo Grossi errichteten und am 7. Juli 1791 eingeweihten Pfarrkirche abgebrochen.[11][12]
  • Glockenturm der Pfarrkirche.[11]
  • San Maurizio di Bioggio (archäologischer Fundplatz)[13]
  • Archäologische Strecke: Römische Kultstätte und antike Siedlung von San Maurizio[14]
  • Oratorium Sant’Ilario mit Stuckarbeiten, reicht wahrscheinlich auf das 13. Jahrhundert zurück; sie wurde 1680 fast vollständig wiederaufgebaut[11][15]
  • Oratorium Beata Vergine dei Mulini mit Ölgemälde Riposo durante la fuga in Egitto des Malers Giuseppe Antonio Maria Torricelli aus Lugano, zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts[11]
  • Betkapelle San Rocco[11]
  • Palast Riva[11]
  • Villa Rusca (Gemeindehaus)[11]
  • Turm Cuccarello[11]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Football Club Bioggio[16]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Bioggio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BFS – generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Höhen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  2. Generalisierte Grenzen 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Flächen aufgrund Stand 1. Januar 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. Mai 2021.
  3. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  4. Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeitskategorie, Geschlecht und Gemeinde, definitive Jahresergebnisse, 2020. Bei späteren Gemeindefusionen Ausländeranteil aufgrund Stand 2020 zusammengefasst. Abruf am 17. November 2021
  5. Historisches Lexikon der Schweiz: HLS, Bern: Lugano, Römerzeit. Abruf: 26. März 2021.
  6. Bernardino Croci Maspoli: Bioggio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 11. Januar 2017, abgerufen am 31. Dezember 2019.
  7. Bioggio. In: Geographisches Lexikon der Schweiz, Erster Band, Aa - Emmengruppe, Gebrüder Attinger, Neuenburg 1902
  8. Banca Raiffeisen Bioggio auf banksuche.com/ch (abgerufen am: 9. Mai 2016.)
  9. Guess Bekleidungsindustrie auf swissfirms.ch (abgerufen am: 9. Mai 2016.)
  10. Soho Flordis International Switzerland SA (italienisch/englisch) auf farmaindustriaticino.ch
  11. a b c d e f g h Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 394–399.
  12. San Maurizio di Bioggio auf ETHorama
  13. San Maurizio di Bioggio auf ETHorama
  14. Kultgebäude 5./6. Jahrhundert, Thermenanlage usw. (PDF; 49 kB)
  15. Bioggio auf biblio.unibe.ch/digibern/hist_bibliog_lexikon_schweiz (abgerufen am 26. Juni 2017)
  16. Football Club Bioggio