Biokybernetische Medizin

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Hans D. Gosau

Die Biokybernetischen Medizin nach Gosau ist ein alternativmedizinisches Diagnose- und Therapie-System, über das die individuellen Ursachen von Erkrankungen sorgfältig ermittelt und gezielt therapiert werden.

Diagnostisch verfügt sie über eine dreistufige Methodik, die Gewähr dafür bietet, alle Faktoren der jeweiligen Erkrankung (Bereiche: Eigenregulation, gefährdete Organe und deren Hauptbelastungen) zu erfassen. Therapierbar sind damit ambulant behandelbare akute und chronische Gesundheitsstörungen. Die Methoden sind frei von Nebenwirkungen. Die Wirkungen der Behandlung sind kurzfristig spürbar.

Diese Heilkunde geht ab von der Verwendung stofflicher Substanzen. Ihre Wirkung beruht ausschließlich auf dem Prinzip der „Löschung“ von Erkrankungsfaktoren mittels geeigneter, aufbereiteter Information in Form von Isopathika. Sie basiert neben den wissenschaftlichen Erkenntnissen der dogmenfreien tradierten Medizin auf dem Wissen über Biophysik, Kybernetik und Informatik bedient sich ausschließlich des Informationssystems des Körpers.

Informationsmedizin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Wurzeln hat die Informationsmedizin in der Allgemeinen Systemtheorie, die Ludwig von Bertalanffy entworfen hat. Er arbeitete auf dem Gebiet der Biophysik offener Systeme, und sein Begriff des Fließgleichgewichtes hat das Wissen um die Thermodynamik lebender Systeme wesentlich geprägt.

Die Eigenschaft „Ordnung im System“ ist die sogenannte Entropie, deren Maß zeigt, wie nahe sich ein System dem Gleichgewicht, der inneren Ordnung befindet. Die hier zugrundeliegenden Prinzipien stammen aus der Thermodynamik, einem Teilgebiet der Wärmelehre, die Rudolf Clausius mitbegründet hat.

In Kombination mit der Kybernetik nach Norbert Wiener und den Theorien der biologischen Informationsverarbeitung, zu denen er Grundlagen zur Entwicklung der Informationstheorie beitrug, konnte das Bild „System Mensch“ deutlich werden.

Das Grundverständnis für die Vernetzung des „Systems Mensch“ bedeutet, dass dieses interne System nur systemgerechte Informationen zweckgerichtet verarbeitet, solche also, die das System erkennt und versteht – alle anderen Einflüsse müssen als Störeinflüsse identifiziert und vom System ausreguliert werden.

Auch informative Einwirkungen, die nicht systemkonform und nur auf Einzelphänomene gerichtet sind (z. B. auf Symptome), können niemals ursächlich normalisierende Wirkungen im zentralen Regelungssystem bewirken.

Biologische Informatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „Organ“, in dem diese komplex funktionierende Einrichtung wirksam wird, ist das Grundsystem nach Pischinger. Im weichen Bindegewebe mit seiner Grundsubstanz findet die Grundregulation statt.

Die bisherige Denkweise geht davon aus, dass Wirkungen durch mechanische oder chemische Mediatoren erzeugt werden müssen, um bestimmte Prozesse ablaufen zu lassen oder zu beeinflussen. Daher erscheint das Bild „Mensch als Maschine“ immer noch plausibel und durch die Einfachheit dieses linearen Denkmodells so attraktiv.

Vester hat die Abkehr vom linearen und die Hinwendung zum vernetzten Denken gefordert. Unser Gehirn ist Beispiel dafür, wie Vernetzungen angelegt sein müssen; mit linearen Verknüpfungen wären wir nicht in der Lage zu denken, zu reflektieren und intelligent gesteuert zu handeln.

Die Regelung vernetzter Systeme ist nur nach den Regeln der Kybernetik durchführbar. Die notwendige Effizienz dieser Vorgänge ist dann gewährleistet, wenn alle beteiligten Funktionen in diesem funktionellen Sinne einwandfrei ablaufen.

Die Messungen basieren darauf, dass sich als pathologisch zu deutende Messwerte auf den Normwert verändern lassen, wenn für die Beseitigung des pathologischen Geschehens in diesem Bereich notwendige Einflussfaktoren (relevante aufbereitete Isopathika) in den Messkreis eingeführt werden.

Durch diese Methode ist eine enge Verbindung zwischen der oben beschriebenen Diagnose und der Therapie gegeben.

Zugang zum Regulationssystem und Behandlungsmethode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erst durch das Versagen des körpereigenen Abwehrsystems entsteht eine Erkrankung, d. h. das Immunsystem ist nicht mehr in der Lage, gezielt zu reagieren. Diese Regulationsfähigkeit des Körpers kann eingeschränkt oder ganz aufgehoben sein. Um herauszufinden, welche individuellen Störungen einer Erkrankung zugrunde liegen, ist der erste Schritt die Grunduntersuchung. Hier wird die Regulationsqualität des Organismus in den verschiedenen Organbereichen ermittelt. Die wichtigsten Ausgangsorte für eine Gesundheitsstörung sind dadurch meist schon darstellbar. Das ist wichtig, denn der Ausgangsort einer Erkrankung stimmt oft nicht mit dem Sitz der Beschwerden überein.

Im zweiten Schritt erfolgt ein ausführlicher Organstatus mit über 150 elektronischen Messungen, in dem funktionelle und strukturelle Störungen der einzelnen Organe festgestellt werden. Diese Diagnostik schafft Klarheit über die ursächlichen Zusammenhänge, und die so sorgfältig ermittelten Daten sind notwendig für die nachfolgenden ursächlich wirkenden Behandlungen.

Biokybernetische Diagnose und Therapie im „System Mensch“ haben den Vorteil, dass sie nicht in der Peripherie ansetzen, sondern dass die Resultate an hoher Instanz im System bewirkt werden.

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Laserstrahl-Therapie, 64 Seiten, ISBN 3-927223-02-6
  • Biokybernetische Medizin – Konzept der Zukunft, 1978, 244 Seiten, ISBN 3-927113-04-2
  • Lehrbuch der Biokybernetischen Medizin, 870 Seiten, 3. Auflage, Akademie für Biokybernetische Medizin Burggen 2010, ISBN 3-927113-05-0 ([1])
  • Materia medica der Biokybernetischen Medizin, 2010, 420 Seiten, Addendum zum Lehrbuch, 3. Auflage, Akademie für Biokybernetische Medizin Burggen 2010, ISBN 3-927113-05-0
  • Herderkrankungen, Verdacht – Diagnose – Therapie (Monographie), 540 Seiten, 2. Auflage, Akademie für Biokybernetische Medizin Burggen 2007, ISBN 3-927113-07-7 ([2])
  • Schädigungen aus der Umwelt, Verdacht – Diagnose – Therapie, 502 Seiten, 2. Auflage, Akademie für Biokybernetische Medizin Burggen 2007, ISBN 3-927113-08-5 ([3])

Aufsätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Raison d'etre der Biokybernetischen Medizin nach Gosau – Veröffentlichung der Akademie für Biokybernetische Medizin 01/2004
  • Biokybernetische Medizin – Warum brauchen wir sie jetzt? – Veröffentlicht in "CO'MED" 12/2004
  • Paradigmawechsel in der Medizin: Ja – aber der neuen Zeit gemäß – Veröffentlicht in "Erfahrungsheilkunde" 7/2000
  • Krebs – Gedanken zu Ätiologie und Pathogenese – Veröffentlichung der Akademie für Biokybernetische Medizin 01/2006
  • Umgang mit pathogenen Keimen – Ende der Erregertheorie und ihrer Folgen? – Veröffentlicht in "Erfahrungsheilkunde" 12/2000
  • Mastopathien – Schicksal ohne Chance? – Veröffentlichung der Akademie für Biokybernetische Medizin 10/2004
  • Herderkrankungen – Verkannte Ursache vieler Leiden? – Veröffentlicht in "Biologische Zahnmedizin" 01/1999
  • Herderkrankungen – Diagnostische und therapeutische Probleme – Veröffentlicht in "CO'MED" 04/2001
  • Dental-Werkstoffe – Wirkungen im Biologischen System – Veröffentlicht in "Biologische Zahnmedizin" 9, 04/1992
  • Amalgam-Sanierung – aber richtig! - Veröffentlicht in "Biologische Zahnmedizin" 8, 04/1992
  • Materialplanung für dentale Prothetik – Veröffentlicht in "Biologische Zahnmedizin" 10, 02/1994

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]