Biologische Heilmittel Heel

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Bürogebäude in Baden-Baden

Die Biologische Heilmittel Heel GmbH ist einer der weltweit größten Hersteller von Homöopathika mit Sitz in Baden-Baden und ist eine Tochtergesellschaft der DELTON AG, Bad Homburg.

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde 1936 in Berlin von Hans-Heinrich Reckeweg (1905–1985) gegründet. „Heel“ setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des lateinischen Satzes: „Herba est ex luce“ („die Heilpflanze bezieht ihre Kraft aus dem Sonnenlicht“) zusammen. Neben Deutschland verfügt Heel über weitere Standorte in Belgien, Brasilien, Chile, Kanada, Kolumbien, Niederlande, Polen, Spanien, Südafrika und den USA. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt weltweit 1300, davon rund 800 in Deutschland.[1]

Der Fokus von Heel liegt auf homöopathischen Kombinationspräparaten. Die Präparate von Heel unterstützen die Homotoxikologie. Das homotoxikologische System liefert wie auch die Homöopathie ein wissenschaftlich nicht anerkanntes alternativmedizinisches Modell[2] der Entstehung von Erkrankungen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen finanziert die Stiftungsprofessur des Leiters des wissenschaftlich umstrittenen Institutes für transkulturelle Gesundheitswissenschaften an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder Harald Walach.[3]

Heel finanzierte mit Claus Fritzsche einen Betreiber mehrerer Websites, der sich selbst als Journalist bezeichnete und sich auf diesen der Diffamierung von Kritikern komplementärmedizinischer Praktiken widmete. Dabei verwendete Fritzsche verschiedene Server, die sich gegenseitig verlinkten, um so die Suchergebnisse u. a. von Google zu manipulieren und so die Kritik in den Vordergrund zu rücken. Ein Opfer dieser Praxis war z. B. der britische Forscher Edzard Ernst.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Koordinaten: 48° 46′ 52,5″ N, 8° 10′ 56″ O

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Heel Facts and Figures (Stand: 5. April 2012) (Memento des Originals vom 3. März 2012 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.heel.de
  2. Stiftung Warentest (Hrsg.): Die andere Medizin. Nutzen und Risiken sanfter Heilmethoden. Berlin, 2. Aufl. 1992, S. 184 f.
  3. Esoterik-Institut vor dem Aus? (18. Juni 2012)
  4. Homöopathie-Lobby im Netz – Schmutzige Methoden der sanften Medizin, Artikel in der Süddeutschen vom 30. Juni 2012, abgerufen am 8. August 2012.