Birgit Kober

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Birgit Kober (April 2013)

Birgit Kober (* 10. Juli 1971 in München) ist eine deutsche Behindertensportlerin.

Leben[Bearbeiten]

Kober wuchs in München auf. Im Zusammenhang mit einer Antibiotika-Behandlung wurde sie mit 16 schwerhörig, mit 17 bekam sie erstmals epileptische Anfälle. Sie zog ins Ruhrgebiet, um dort eine Schule für Hörgeschädigte in Essen zu besuchen.

Anschließend studierte sie Medizin und Pädagogik. 2006 unterbrach sie ihr Studium, um ihre krebskranke Mutter zu pflegen, die im April 2007 starb. Im Juni 2007 erlitt sie einen Status epilepticus, der im Krankenhaus behandelt wurde. Dort unterlief den Ärzten ein Behandlungsfehler, in dessen Folge sie eine schwere Ataxie erlitt und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Sie lebt von Hartz IV und befindet sich in einem Rechtsstreit mit einem Münchner Klinikum über den Schadensersatz für ihre Ataxie.

Sport[Bearbeiten]

2008 wurde Kober Mitglied im TSV Bayer 04 Leverkusen. 2011 errang sie bei der WM in Christchurch die Goldmedaille in den Disziplinen Speer und Kugelstoß. 2012 holte sie Gold bei der EM in Stadkanaal in Speer und Kugelstoß und siegte im gleichen Jahr bei den Sommer-Paralympics in London in ihren beiden Disziplinen.

2012 wurde sie zur „Behindertensportlerin 2012“ gekürt.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Behindertensportler des Jahres 2012 gekürt, sportmuseum.de, abgerufen am 25. Januar 2013