Birgit Kober

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Birgit Kober Leichtathletik

Birgit Kober (April 2013)
Birgit Kober im April 2013

Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Geburtstag 10. Juli 1971
Geburtsort München
Karriere
Disziplin Speerwurf, Kugelstoßen
Verein TSV 1860 München
Trainer Joachim Lipske
Status aktiv
Medaillenspiegel
IPC logo (2004).svg Paralympische Spiele
0Gold0 2012 London Kugelstoßen
0Gold0 2012 London Speerwurf
0Gold0 2016 Rio de Janeiro Kugelstoßen
IPC logo (2004).svg Weltmeisterschaften der Behinderten
0Gold0 2011 Christchurch Speerwurf
0Gold0 2011 Christchurch Kugelstoßen
0Gold0 2013 Lyon Speerwurf
0Gold0 2013 Lyon Kugelstoßen
IPC logo (2004).svg Europameisterschaften der Behinderten
0Gold0 2012 Stadskanaal Speerwurf
0Gold0 2012 Stadskanaal Kugelstoßen
0Gold0 2014 Swansea Speerwurf
0Gold0 2014 Swansea Kugelstoßen
0Gold0 2016 Grosseto Kugelstoßen
letzte Änderung: 11. September 2016

Birgit Kober (* 10. Juli 1971 in München) ist eine deutsche Behindertensportlerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kober wuchs in München auf. Im Zusammenhang mit einer Antibiotika-Behandlung wurde sie mit 16 schwerhörig, mit 17 bekam sie erstmals epileptische Anfälle. Sie zog ins Ruhrgebiet, um dort eine Schule für Hörgeschädigte in Essen zu besuchen.

Anschließend studierte sie Medizin und Pädagogik. 2006 unterbrach sie ihr Studium, um ihre krebskranke Mutter zu pflegen, die im April 2007 starb. Im Juni 2007 erlitt sie einen Status epilepticus, der im Krankenhaus behandelt wurde. Dort unterlief den Ärzten ein Behandlungsfehler, in dessen Folge sie eine schwere Ataxie erlitt und seitdem auf den Rollstuhl angewiesen ist.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2008 wurde Kober Mitglied im TSV Bayer 04 Leverkusen. 2011 errang sie bei der WM in Christchurch die Goldmedaille in den Disziplinen Speer und Kugelstoß. 2012 holte sie Gold bei der EM in Stadskanaal in Speer und Kugelstoßen und siegte im gleichen Jahr bei den Sommer-Paralympics in London in ihren beiden Disziplinen. Bedingt durch eine Regeländerung im Bereich "Sitzend-Wurf", die allen sitzenden Werfern jeglichen Bewegungsspielraum der Beine nimmt, entschloss sie sich, im Stehen zu starten. (Den Rollstuhl benötigt sie trotzdem weiterhin für lange Gehstrecken und den Alltag)

Bei den Paralympics 2016 in Rio de Janeiro gewann sie ebenfalls im Kugelstoßen (F36) eine Goldmedaille.[1]

Dafür wurde sie am 1. November 2016 vom Bundespräsidenten Joachim Gauck mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.[2]

Im Jahr 2012 wurde sie zur „Behindertensportlerin 2012“ gekürt.[3]

Nach den Paralympics in Rio wechselt Kober vom TSV Bayer 04 Leverkusen zum TSV 1860 München in die dort neu gegründete Behindertenabteilung, um in München mitzuhelfen, den Behindertensport besonders im Bereich Leichtathletik voranzubringen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. NDR: Kober verteidigt Kugelstoß-Titel - Popow springt zu Gold. In: rio.sportschau.de. Abgerufen am 18. September 2016.
  2. Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 1. November 2016: Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. Abgerufen am 30. März 2017.
  3. Behindertensportler des Jahres 2012 gekürt, sportmuseum.de, abgerufen am 25. Januar 2013