Birgit Minichmayr

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Dieser Artikel behandelt die Schauspielerin Birgit Minichmayr. Für die gleichnamige Liedermacherin siehe Birgit Minichmayr (NGL).
Birgit Minichmayr bei der Gala zur Verleihung des Fernsehpreises Romy in Wien, 2012

Birgit Minichmayr (* 3. April 1977 in Linz, Oberösterreich) ist eine österreichische Schauspielerin. Neben diversen Filmengagements ist sie derzeit als freischaffende Theaterschauspielerin für das Wiener Burgtheater, das Münchner Residenztheater, die Berliner Volksbühne und das Hamburger Schauspielhaus tätig.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Theaterarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in Pasching aufgewachsene Schauspielerin wurde nach ihrer Matura am Max-Reinhardt-Seminar in Wien ausgebildet, unter anderem von Inge Konradi und Klaus Maria Brandauer[2], mit dem sie immer wieder zusammenarbeitet. Die Ausbildung am Seminar brach sie mit dem dritten Studienjahr ab, als sie am Burgtheater in Wien engagiert wurde.[3] Dort debütierte sie 1999 als Dirne in Schnitzlers Drama Der Reigen. 2004 spielte Minichmayr als Gast bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen die Hauptrolle in Frank Castorfs Inszenierung Gier nach Gold, die in einer Koproduktion mit der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin entstand. Nach dieser Zusammenarbeit mit Castorf entschloss sie sich, nach Berlin an die Volksbühne zu gehen. Ab 2004 war sie dort Ensemblemitglied, bis sie 2007 ans Burgtheater zurückkehrte, wo ihre erste Rolle der Narr in König Lear war.[4] 2008 verkörperte sie an der Burg u. a. den Weibsteufel und Lady Macbeth. Von 2010 bis 2012 spielte sie bei den Salzburger Festspielen die Rolle der Buhlschaft an der Seite von Nicholas Ofczarek als Jedermann. Seit Oktober 2011 ist sie Ensemblemitglied des Residenztheaters in München, das Martin Kušej als Intendant leitet.

Film[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birgit Minichmayr bei Dreharbeiten mit Sebastian Koch 2014 in Wien

Bei der Berlinale 2001 wurde Minichmayr als einer der „Shooting Stars“ des europäischen Films präsentiert. 2005 spielte sie in Tom Tykwers Film Das Parfum – Die Geschichte eines Mörders, der Verfilmung des gleichnamigen Romans von Patrick Süskind, die Mutter der Hauptfigur. 2009 war sie in Maren Ades Film Alle anderen mit Lars Eidinger als ungleiches Liebespaar zu sehen und erhielt dafür den Darstellerpreis der 59. Berlinale.

Bei der Berlinale 2012 war sie Jurymitglied des Amnesty-International-Filmpreises[5] und war neben Jürgen Vogel in der Hauptrolle von Matthias Glasners Wettbewerbsfilm Gnade zu sehen.

2015 wurde sie vom Zurich Film Festival in die Jury für die Wettbewerbskategorie "Fokus Schweiz, Deutschland, Österreich" berufen.

Musik und Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Album In aller Stille der Toten Hosen ist sie in dem Lied Auflösen im Duett mit Campino zu hören. Zusammen mit Campino schrieb sie den Text des Liedes Tage wie diese, das die erste Singleauskoppelung aus dem Album Ballast der Republik war.

Birgit Minichmayr lebt in Wien.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgtheater, Wien

Volksbühne, Berlin

Admiralspalast, Berlin

Deutsches Theater, Berlin

  • Das Pulverfass von Dejan Dukowski, 2008, Regie: Dimiter Gotscheff, Koproduktion mit der spielzeit europa

Theater Neumarkt, Zürich

Salzburger Festspiele

Residenztheater, München

Deutsches Schauspielhaus, Hamburg

Hörspiele und Feature[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Birgit Minichmayr mit den beiden Auszeichnungen des Nestroy-Theaterpreises 2009

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birgit Minichmayr – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Berliner Zeitung: Minichmayr vergisst oft Handy-Ladegerät im Hotel, 16. November 2013
  2. Max-Reinhardt-Seminar: AbsolventInnen 1999
  3. Wiener Zeitung: Birgit Minichmayr: „Ich bin nicht besessen vom Beruf“, 27. September 2013
  4. theaterkanal.de
  5. Berlinale: Amnesty-Filmpreis für Just the Wind. Amnesty.de vom 18. Februar 2012, abgerufen am 12. September 2013
  6. wien.orf.at
  7. Marlies Matejka als Österreicherin des Jahres 2015 ausgezeichnet. Artikel vom 24. Oktober 2015, abgerufen am 24. Oktober 2015.