Birgit Schrowange

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Birgit Schrowange beim Kölner Treff, 2012

Birgit Schrowange (* 7. April 1958 in Nehden (heute ein Stadtteil von Brilon), Nordrhein-Westfalen; eigentlich Birgit Schrowangen)[1] ist eine deutsche Fernsehmoderatorin.

Leben[Bearbeiten]

Birgit Schrowange bei der Goldenen Kamera 2012

Birgit Schrowangen wuchs mit ihren drei Geschwistern auf einem Bauernhof auf,[2] war sich jedoch schon früh über ihren Wunsch bewusst, Moderatorin zu werden.[3] Sie schloss die Marienschule, eine Realschule in der Trägerschaft des Erzbistums Paderborn, in Brilon ab und erlernte im Anschluss den Beruf der Rechtsanwalts- und Notargehilfin.[4][5]

Ihre Fernsehkarriere begann sie 1978 im Alter von 19 Jahren beim Westdeutschen Rundfunk als Redaktionsassistentin und nahm währenddessen Schauspielunterricht.[6] 1983 wechselte sie zum ZDF, wo sie als Programmansagerin bis 1994 tätig war.[6] Gleichzeitig moderierte sie bis 1984 das WDR-Regionalmagazin Aktuelle Stunde und danach bis 1985 die wöchentliche Nachmittags-Talkshow Wiedersehen macht Freude im ZDF.[6] Am 22. Mai 1987 spielte Schrowange in der Folge Irgendwann der Krimiserie Ein Fall für zwei als Nebendarstellerin Rosi mit,[7] außerdem in derselben Rolle 1990 und 1993 in den Folgen Blutige Rosen und Rache.[2] 1998 hatte sie einen Auftritt in der Episode Schatten im Paradies der ARD-Serie Klinik unter Palmen.[2]

Von Januar bis September 1994 moderierte Schrowange die monatliche Sendung Die deutsche Schlagerparade im damaligen Südwestfunk, ehe sie im Oktober 1994 zu RTL wechselte. Seit dem 13. Oktober 1994 moderiert sie dort die wöchentliche Infotainment-Sendung Extra – Das RTL-Magazin. Im April 2000 machte sie dabei in einer Anmoderation mit dem Satz über behinderte Menschen „Es gibt Menschen, die sind so hässlich, dass sie froh sein können, sich selber nie auf der Straße zu begegnen“ Negativschlagzeilen.[8] Außerdem moderierte sie vom 23. November 1995 bis 2004 das Lifestyle-Magazin Life! – Die Lust zu leben. Seit 1998 präsentiert sie an Neujahr, bis 2009 gemeinsam mit Hans Meiser, die Pannenshow Life! Dumm gelaufen, in der ein Ranking der letztjährigen Fernsehpannen-Clips vorgenommen wird.[6][9]

Seit Beginn ihrer Karriere betätigt sich Schrowange (u. a. mit ihrer Freundin Isabel Varell) gelegentlich auch als Sängerin,[10][11][12] so zum Beispiel auch schon im Fernsehen bei Andrea Berg – Die 20 Jahre Show (2012) oder Florian Silbereisens Das große Fest der Besten und 20 Jahre Feste (2014).[13][14] Bei Silbereisen stellte sie auch ihre Schlager‑CD vor, die drei Titel enthält und ihrem Buch Es darf gern ein bisschen mehr sein! beigelegt ist.[14]

Birgit Schrowange war von 1998 bis 2006 mit ihrem damaligen RTL-Kollegen Markus Lanz (Explosiv – Das Magazin) liiert, mit dem sie einen im September 2000 geborenen gemeinsamen Sohn hat.

Soziales Engagement[Bearbeiten]

Birgit Schrowange singt mit Isabel Varell auf einem Benefizkonzert, 2006

Ehrungen[Bearbeiten]

Werke[Bearbeiten]

Schriften

  • So viel Lust zu leben. Marion von Schröder Verlag, München 1998, ISBN 3-547-78075-6.
  • Es darf gern ein bisschen mehr sein! Nymphenburger Verlag, München 2014, ISBN 978-3-485-02815-8. (mit Shirley Michaela Seul)

Musik

  • Fragen, HMV Musik- und Video-Vertriebsges., Barsbüttel 1986 (mit Werner Magnus)
  • Frohe Weihnachten, Edel AG, Hamburg 1999 (mit Peter Schreier und Max Raabe)
  • Wir wärn so gern im Kaufhaus eingesperrt auf dem Album Da geht noch was, Telamo Palm, München 2013 (Gastsängerin von Isabel Varell)
  • Musik-CD zum Buch Es darf gern ein bisschen mehr sein! 2014

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Birgit Schrowange – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Auftritt in der Sendung Zimmer frei! vom 30. März 2014
  2. a b c Profil in der IMDb
  3. WAS SIE WISSEN SOLLTEN - BIOGRAFIE,abgerufen am 5. Januar 2016
  4. a b c d Ab 40 ist jeder für sein Gesicht selbst verantwortlich. In: WAZ. 7. April 2015, abgerufen 12. April 2015.
  5. Petra Kleine: Ein Traum wurde wahr - Die beispiellose Karriere von Birgit Schrowange aus Nehden. W.O.L.L. Herbst 2014. S. 46-47.
  6. a b c d Biografie Birgit Schrowange offizielle Website, aufgerufen am 5. Januar 2016
  7. Biografie Birgit Schrowange (Memento vom 2. März 2011 im Internet Archive), Moderatoren-Agentur MSC Promotion
  8. spiegel.de: Strafantrag gegen Birgit Schrowange, 4. Mai 2000. Abgerufen am 27. August 2011.
  9. "Life! Dumm gelaufen" verliert weiter an Boden, abgerufen am 5. Januar 2016
  10. Eintrag des Albums Fragen von 1986 im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2016
  11. Eintrag des Albums Frohe Weihnachten von 1999 im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek, abgerufen am 5. Januar 2016
  12. Aids-Gala in Köln Echt sexy: Birgit Schrowange spielt Schlager-Andrea, abgerufen am 5. Januar 2016
  13. Andrea Berg: Gesangs-Trio mit Birgit Schrowange, abgerufen am 5. Januar 2016
  14. a b Birgit Schrowange: ihr Buch beinhaltet eine Schlager-CD, abgerufen am 5. Januar 2016
  15. Paten. Abgerufen am 11. Juli 2010.
  16. Deutscher Kinderpreis 2007
  17. Birgit Schrowange TV-Moderatorin und Journalistin
  18. Kaiser-Augustus-Orden geht an Birgit Schrowange, abgerufen am 6. Januar 2016