Birkenhördt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Birkenhördt
Birkenhördt
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Birkenhördt hervorgehoben
Koordinaten: 49° 7′ N, 7° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Südliche Weinstraße
Verbandsgemeinde: Bad Bergzabern
Höhe: 253 m ü. NHN
Fläche: 8,58 km2
Einwohner: 638 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 76889,
76887 (Gehlmühle)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 06343
Kfz-Kennzeichen: SÜW
Gemeindeschlüssel: 07 3 37 008
Adresse der Verbandsverwaltung: Königstraße 61
76887 Bad Bergzabern
Website: www.birkenhoerdt.de
Ortsbürgermeister: Matthias Ackermann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Birkenhördt im Landkreis Südliche Weinstraße
Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)Kirrweiler (Pfalz)MaikammerSankt Martin (Pfalz)Herxheim bei Landau/PfalzHerxheimweyherRohrbach (Pfalz)InsheimBornheim (Pfalz)Essingen (Pfalz)Hochstadt (Pfalz)Offenbach an der QueichBilligheim-IngenheimBirkweilerBirkweilerBöchingenBöchingenBöchingenEschbach (Pfalz)FrankweilerFrankweilerGöcklingenHeuchelheim-KlingenIlbesheim bei Landau in der PfalzIlbesheim bei Landau in der PfalzImpflingenKnöringenLeinsweilerRanschbachSiebeldingenSiebeldingenWalsheimWalsheimWalsheimBad BergzabernBarbelrothBirkenhördtBöllenbornDierbachDörrenbachGleiszellen-GleishorbachHergersweilerKapellen-DrusweilerKapsweyerKlingenmünsterNiederhorbachNiederotterbachOberhausen (bei Bad Bergzabern)OberotterbachOberschlettenbachPleisweiler-OberhofenSchweigen-RechtenbachSchweighofenSteinfeld (Pfalz)VorderweidenthalAlbersweilerAlbersweilerAnnweiler am TrifelsAnnweiler am TrifelsDernbach (Pfalz)EußerthalGossersweiler-SteinMünchweiler am KlingbachRamberg (Pfalz)RinnthalSilz (Pfalz)VölkersweilerWaldhambach (Pfalz)WaldrohrbachWernersbergAltdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Altdorf (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)Böbingen (Pfalz)BurrweilerBurrweilerEdenkobenEdenkobenEdesheimEdesheimEdesheimEdesheimFlemlingenFlemlingenFlemlingenFreimersheim (Pfalz)GleisweilerGleisweilerGommersheimGommersheimGommersheimGroßfischlingenHainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)Hainfeld (Pfalz)KleinfischlingenRhodt unter RietburgRhodt unter RietburgRoschbachRoschbachVenningenVenningenVenningenWeyher in der PfalzWeyher in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandau in der PfalzLandkreis GermersheimRhein-Pfalz-KreisLandkreis Bad DürkheimNeustadt an der WeinstraßeLandkreis Bad DürkheimLandkreis KaiserslauternLandkreis SüdwestpfalzFrankreichKarte
Über dieses Bild

Birkenhördt ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Bergzabern an und ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort befindet sich im Wasgau, der vom Südteil des Pfälzerwaldes und dem Nordteil der Vogesen gebildet wird. Zu Birkenhördt gehört zusätzlich der Wohnplatz Gehlmühle.[3] Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Silz, Bad Bergzabern, Dörrenbach, Böllenborn, Erlenbach bei Dahn und Vorderweidenthal.

Erhebungen und Gewässer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Südwesten an der Gemarkungsgrenze zu Erlenbach erstreckt sich der 431 Meter hohe Hohe Kopf. In Birkenhördt entspringt der Erlenbach. Der Anbach, der von links in diesen mündet, bildet im Osten die Gemarkungsgrenze zu Bad Bergzabern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war Birkenhördt in den Kanton Annweiler eingegliedert und besaß eine eigene Mairie, die zusätzlich Bellenborn und Reichsdorf sowie Blankenborn umfasste. 1815 hatte die Gemeinde insgesamt 464 Einwohner. Im selben Jahrwurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort in das Königreich Bayern. Ab 1817 gehörte Birkenhördt zum Kanton Bergzabern. Von 1818 bs 1862 war Birkenhördt Bestandteil des Landkommissariat Bergzabern, das anschließend in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.

1928 hatte Birkenhördt 545 Einwohner, die in 112 Wohngebäuden lebten. Die Katholiken besaßen seinerzeit einer Pfarrei vor Ort, die Protestanten zu derjenigen von Dörrenbach gehörten.[4] 1939 wurde der Ort in den Landkreis Bergzabern eingegliedert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wechselte der Ort am 7. Juni 1969 in den neu geschaffenen Landkreis Landau-Bad Bergzabern, der 1978 in Landkreis Südliche Weinstraße umbenannt wurde. 1972 wurde Birkenhördt der ebenfalls neu gebildeten Verbandsgemeinde Bad Bergzabern zugeordnet.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Pfarrkirche St. Gallus

2012 waren 60,3 Prozent der Einwohner katholisch und 20,6 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[5] Die Katholiken gehören zum Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Birkenhördt besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Birkenhördt
Blasonierung: „Von Schwarz und Gold schräglinks geteilt, oben rechts ein aufwärts schreitender linksgewendeter rotbewehrter, -bezungter und -bekrönter goldener Löwe, unten links ein grüner Birkenzweig mit drei grünen Blättern.“[7]
Wappenbegründung: Es wurde 1969 von der Bezirksregierung Neustadt genehmigt. Der Pfälzer Löwe erinnert an die ehemalige Zugehörigkeit zur Kurpfalz und der Birkenzweig verweist redend auf den Ortsnamen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kulturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Gemarkung der Gemeinde befinden sich insgesamt sechs Objekte, die unter Denkmalschutz stehen, darunter die Pfarrkirche St. Gallus.[8]

Rittersteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Westen der Gemarkung befinden sich jeweils in einer Felswand die Rittersteine 31 und 32. Ersterer trägt die Bezeichnung Neues Landlöchel und befindet sich an der Straße nach Lauterschwan. Letzterer hat den Namen Altes Landlöchel und liegt am Scheitelpunkt der Straße nach Vorderweidenthal; beim Begriff „Landlöchel“ dabei handelt es sich um ein umgangssprachliches Wort für „Straßendurchbruch“.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mitten durch den Ort verläuft die Bundesstraße 427. Birkenhördt ist über die Buslinien 525 (Bad Bergzabern-Annweiler am Trifels) und 548 (Bad Bergzabern-Dahn) des Verkehrsverbundes Rhein-Neckar an das Nahverkehrsnetz angeschlossen. Nächstgelegener Bahnhof ist der derjenige in Bad Bergzabern. Zudem liegt die Gemeinde an der Südroute der Pfälzer Jakobswege.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Karl Albrecht von Ritter (1836–1917), bayerischer Forstbeamter, Regierungsdirektor und Gründungsvorsitzender des Pfälzerwald-Vereines, war zeitweise vor Ort Revierförster

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birkenhördt – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 101 (PDF; 2,2 MB).
  4. daten.digitale-sammlungen.de: Ortschaftenverzeichnis für den Freistaat Bayern. Abgerufen am 28. Juli 2018.
  5. KommWis, Stand: 31. Dezember 2012
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Karl Heinz Debus: Das große Wappenbuch der Pfalz. Neustadt an der Weinstraße 1988, ISBN 3-9801574-2-3.
  8. Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Kreis Südliche Weinstraße. Mainz 2019, S. 16 (PDF; 10 MB).