Birkenkopf

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Dieser Artikel behandelt den Birkenkopf in Stuttgart.
Zu anderen Bedeutungen siehe Birkenkopf (Begriffsklärung).
Birkenkopf
Der Birkenkopf (obere Bildmitte); Betrachtung vom Eugenplatz; der linke Höhenzug ist der Hasenberg

Der Birkenkopf (obere Bildmitte); Betrachtung vom Eugenplatz; der linke Höhenzug ist der Hasenberg

Höhe 511 m ü. NN
Lage Stuttgart, Baden-Württemberg, Deutschland
Koordinaten 48° 45′ 55″ N, 9° 7′ 54″ OKoordinaten: 48° 45′ 55″ N, 9° 7′ 54″ O
Birkenkopf (Baden-Württemberg)
Birkenkopf
Typ Trümmerberg

Der Birkenkopf ist ein 511 m hoher Berg im Stadtgebiet von Stuttgart. Er ist der höchste Punkt im inneren Stadtgebiet und ragt fast 300 m über das Niveau des Neckars. Er liegt südlich des Stadtbezirks Stuttgart-Botnang und gehört noch zum Stadtbezirk Stuttgart-West.

Zwischen 1953 und 1957 wuchs der Berg um rund 40 Meter, da auf seiner Anhöhe über 1,5 Millionen Kubikmeter[1] Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg abgelagert wurden, der in den Bombennächten des so genannten „Luftkriegs“ entstanden war. Auf dem Gipfel sind noch viele Fassadenreste zerstörter Gebäude zu erkennen. Im Volksmund heißt der Berg daher auch Monte Scherbelino. Eine an den Trümmern angebrachte Tafel erinnert an deren Herkunft mit der Inschrift:

Dieser Berg nach dem Zweiten Weltkrieg aufgetürmt aus den Trümmern der Stadt steht den Opfern zum Gedächtnis den Lebenden zur Mahnung.

Vom Gipfel reicht der Blick, von dem von der Karlshöhe verdeckten Stuttgart-Süd abgesehen, über die ganze innere Stadt und bei klarer Sicht bis zur Schwäbischen Alb, zum Nordschwarzwald und ins Unterland. Der Gipfel war seit 1953 mit einem Kreuz aus Holz versehen, das 2003 durch ein Stahlkreuz ersetzt wurde. Dort finden auch heute noch an Sommersonntagen Frühandachten der evangelischen Kirchengemeinde statt, und zwar immer um acht Uhr früh bei jedem Wetter und beginnend am Ostersonntag. Die letzte Andacht findet Anfang September statt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adrienne Braun: Mittendrin und außen vor. Stuttgarts stille Ecken. Konstanz: Südverlag 2014, ISBN 978-3-87800-054-9. Seite 120-127.
  • Hendrik Leonhardt; Ulrike Plate: Mahnmal Birkenkopf. In: Architektur der Fünfziger Jahre. Denkmale in Baden-Württemberg. Stuttgart 2012, Seite 210-211.
  • Sybille Neth: Ein Mahnmal mit einem schönen Rundblick. Der Birkenkopf heißt auch Monte Scherbelino, weil er nach dem Krieg aus Trümmern aufgeschüttet wurde. In: Stuttgarter Nachrichten Nr. 70 vom 20. Juni 2012, Seite II.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Birkenkopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steintafel am Fuß des Berges (Foto bei Google Maps).