Halbgeviertstrich

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Interpunktionszeichen
Leerzeichen  
schmales Leerzeichen
Komma, Beistrich ,
Strichpunkt, Semikolon ;
Doppelpunkt :
Punkt .
Auslassungspunkte
Mittelpunkt ·
Aufzählungszeichen
Fragezeichen ?
Ausrufe‑, Ausruf‑, Rufzeichen !
Apostroph, Hochkomma
‐ - Bindestrich; Trennstrich;
Ergänzungsstrich
Gedankenstrich; Bis-Strich
Anführungszeichen„ “ » « / « »
‚ ‘  › ‹ / ‹ › 
Schrägstriche / \
Klammern ( ) [ ]

Der Halbgeviertstrich (–) ist in der Typografie ein waagerechter Strich, der ein Halbgeviert lang ist. Er wird als Gedankenstrich, Bis-Strich und Streckenstrich sowie bei Geldbeträgen verwendet. Andere waagerechte Striche, mit denen der Halbgeviertstrich häufig verwechselt wird, sind das Minuszeichen, der Viertelgeviertstrich, der Geviertstrich und der Doppelgeviertstrich sowie das Bindestrich-Minus.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedankenstrich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für den Gedankenstrich wird im deutschsprachigen Raum der Halbgeviertstrich verwendet.[1] Der Gedankenstrich ist ein Interpunktionszeichen (Syngraphem).[2] Er dient dazu, einen Einschub innerhalb eines längeren Gedanken­gangs einzufügen und damit zu kennzeichnen.

  • In Appositionen, bei Parenthesen und erklärenden Einschüben als doppelter (paariger) Gedankenstrich – etwa in diesem Beispiel – kann der Gedankenstrich das Komma oder die Klammer als Satzzeichen ersetzen. Der Gedankenstrich wird in dieser Rolle vor allem dann eingesetzt, wenn beim Lesen eine Denkpause eingelegt werden soll. Auch wenn sich in einem Schachtelsatz die Kommata häufen – was zu Schwierigkeiten beim Leseverständnis führen kann –, ist es ratsam, Einschübe mit größerer Sprechpause mit Gedankenstrichen zu kennzeichnen. Am Ende des Einschubs folgt gegebenenfalls auf den Gedankenstrich direkt ein Komma.[3] Das erste Wort eines in Gedankenstrichen eingeschobenen Satzes wird kleingeschrieben, am Ende darf kein Punkt stehen.[4]
  • Er kann aber auch einzeln vorkommen, hier kennzeichnet er eine Pause zwischen Wörtern oder innerhalb eines Satzes und kündigt etwas Weiterführendes, Gegensätzliches oder Unerwartetes an. „Du und ich – wir gehören zusammen“, „er öffnete die Tür – und erschrak…“
  • Anstelle eines einzelnen Kommas verwendet, kann der Gedankenstrich als Gegenstrich einen Gegensatz betonen, wenn das Komma zu schwach ist: „Du magst ja recht haben – aber ich sehe das ganz anders.“
  • Anstelle eines Punktes, wenn der Gedanke eines Satzes weitergeführt werden soll. Es werden dann nur Substantive groß geschrieben. „Damit hat keiner gerechnet – Deutschland ist ausgeschieden.“
  • Zwischen zwei Sätzen eingefügt, kann der Gedankenstrich einen Wechsel verdeutlichen: Der Sprecher (Sprecherwechsel in Dialogen), das Thema, der Gedanke oder der Gesprächsgegenstand ändern sich. Damit wird oft ein Absatz ersetzt. Beispiel für Themenwechsel nach dem Satzabschlusszeichen: „Das Unglück ist lange her. – Hat man eigentlich jemals…“ – Beispiel für Sprecherwechsel: „Ich mach das!“ – „Nein, geh weg da!“

Zu den angeführten Zwecken – Denkpause, Betonung eines Gegensatzes oder Wechsels – kann der Gedankenstrich auch anstelle eines Doppelpunkts gesetzt werden: „Es gibt nichts Gutes, außer – man tut es“.

Der Gedankenstrich kann als Auslassungszeichen (Auslassungsstrich) eine längere Pause oder eine Ellipse darstellen: „Du willst doch wohl nicht etwa –“, „Mein Gott, woher nehm ich bloß –?“

Werden nicht Satzbestandteile, sondern nur Wortbestandteile ausgelassen, wie z. B. in „Gedanken- oder Gegenstrich“, setzt man jedoch den Viertelgeviertstrich als Ergänzungsstrich.[5]

  • Mit diesem Einsatzzweck verwandt ist die Praxis, in Wiedergabelisten oder sonstigen Aufzählungen von Werken den Namen des Urhebers von dem des Werkes mit einem Gedankenstrich abzugrenzen: „Die Ärzte – Ihr Helden.“

Der Gedankenstrich wird auf beiden Seiten durch ein Leerzeichen (oder einen Zeilenumbruch) vom Umgebenden getrennt. Ein Zeilenumbruch kann sowohl vor als auch nach einem Gedankenstrich erfolgen.

Ein einzelner Gedankenstrich sowie der abschließende eines Gedankenstrichpaares stehen aus Gründen der Lesbarkeit normalerweise nicht am Zeilenanfang.[6] Häufig wird verallgemeinert und vereinfacht, dass grundsätzlich keine Gedankenstriche am Zeilenanfang stehen sollten.[7][6][8][9][10] Daneben gibt es die Empfehlung, paarige Gedankenstriche nicht vom Einschub zu trennen.[11]

Soll aus optischen Gründen der Zeilenumbruch vor oder nach dem Strich vermieden werden, kann ein geschütztes Leerzeichen eingesetzt werden, unter Einhaltung obiger Empfehlungen, bei der Verwendung in HTML etwa:

[Ende des vorherigen Textes] – [Einschub oder nachfolgender Text]

in TeX:

[Ende des vorherigen Textes]~--~[Einschub oder nachfolgender Text]

„Je mehr Gedankenstriche in einem Buch, desto weniger Gedanken.“

Arthur Schoppenhauer: Aus Arthur Schopenhauer’s handschriftlichem Nachlass, Brockhaus 1864, S. 100.

Andere Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Englischen wird als Gedankenstrich der Geviertstrich (—) mit Hair-Spaces genannten (sehr schmalen) umgebenden Leerzeichen (kompress) verwendet (die aber oft weggelassen werden).

Bis-Strich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebenso findet der Halbgeviertstrich als Bis-Strich (Intervallstrich) bei der Notation von Intervallen, ohne Wortzwischenraum ­zwischen zwei Ziffern, Zwischenwerten wie „37–39“ Verwendung. Er steht dann für das gesprochene Wort bis. Die Maßeinheit oder Währungsangabe steht nur bei der letzten Ziffer, 2½–3½ Zimmer, 2,4–2,6 cm und 50–60 Fr.[12] Bei Zeilentrennungen bleibt der Bis-Strich immer auf der oberen Zeile[13] oder es wird statt des Bis-Strichs bis verwendet.[14]

Als Intervallgrenzen sind hierbei nur zählbare (ordinale) Typen und Zahlen üblich („A–Z“ oder „0,2–45“). Bei Verwendung von von, vom wird in der Regel, bei Erstreckung eines Zeitraums,[14] kein Bis-Strich, sondern die ausgeschriebene Version bis benutzt, wenn von und bis miteinander korrespondieren, muss bis geschrieben werden.:

nicht: „Öffnungszeiten: von Mo.–Do. von 10:30–22:00 Uhr“
sondern: „Öffnungszeiten: Mo.–Do., 10:30–22:00 Uhr“
oder: „Öffnungszeiten: von Mo. bis Do. von 10:30 bis 22:00 Uhr“

Bei Wertebereichen von Zahlen kann von 10 bis 12 cm oder von 10–12 cm geschrieben werden, hier ist kein Korrespondenz vorhanden, hier mit von gibt es aber auch die andere Ansicht dass immer bis verwendet werden muss,[15] allerdings sollten in einem Text dann alle gleich sein. Allerdings gibt es die Meinung dass die Einheit immer dazu gehört; also von 10 cm bis 12 cm oder von 10 cm – 12 cm, bei zwei verschiedenen Einheiten schreibt man mit Leerzeichen 2 cm – 1,5 m, wobei bei den letzteren beiden ja dann der Bis-Strich nicht mehr nur zwischen Zahlen steht (siehe unten) und es (kann mit einer Subtraktion verwechselt werden). Gerade wenn man nur auf einer Seite die Einheit schreibt; 10 bis 12 cm, könnte man auch lesen 10 was? bis 12 cm, schreibt man allerdings 10–12 cm ist doch ein Verbund gegeben und es erscheint eigentlich klarer. Man könnte dann noch schreiben (10 bis 12) cm.[16][17] Also wird es am besten sein, entweder 10–12 cm oder 10 cm bis 12 cm oder bei verschiedenen Einheiten bis zu schreiben, also 2 cm bis 1,5 m.

In nichttechnischen Texten kann es lesefreundlicher sein, die Einheiten auszuschreiben. In technischen Texten hingegen, in denen Maß- oder Gewichtseinheiten häufig vorkommen, sind Abkürzungen lesefreundlicher.[18][19]

Nicht abgekürzt werden auch Phrasen (nicht: „kaum–gar nicht“ oder „tschüss–bald“, also: kaum bis gar nicht und tschüss, bis bald). Treffen nun aber Binde-, Minusstrich und Bis-Strich aufeinander, verwendet man aus optischen Gründen besser das Wort bis, also etwa für die 14- bis 49-Jährigen oder 60–65-Jährige (oder 60- bis 65-Jährige) oder vier- bis fünfmal, falsch vier­–fünfmal oder −10 – −5, man könnte wohl auch schreiben −10–5, allerdings können hier Unklarheiten entstehen, darum besser −10 bis −5.

In einer Wendung, die „von … bis (zum)“ enthält darf bis nicht durch den Halbgeviertstrich ersetzt werden. Richtig ist; von A bis Z oder von 16 bis 24 Uhr offen, Ferien vom 16. bis zum 30. Mai, statt falsch von A–Z, von 16–24 Uhr offen, Ferien vom 16.–30. Mai.[12]

Für die Präposition bis wird kein Halbgeviertstrich eingesetzt, wenn außer Zahlen auch Wörter involviert sind oder wenn bis zwischen Wörtern steht. Also fünf bis 27 oder zwei bis drei und nicht fünf – 27 oder zwei–drei, zwischen abgekürzten Wochentagen wird der Halbgeviert­strich toleriert. Montag bis Freitag aber nicht Montag–Freitag oder 4. Mai 1934 – 7. März 2013, aber 20.5.1945–1.12.2006 und Fr.–Mo. frei oder 20. Mai 1945 bis 1. Dez. 2006 ist korrekt. Wenn Daten mit Abstand geschrieben werden, erhält der Bis-Strich ebenfalls einen Abstand 20. 5. 1945 – 1. 12. 2006.[12][20]

Bei Verwendung des Bis-Strichs zwischen Jahresangaben wird dieser in der Regel ohne Leerzeichen gesetzt (1961–1989).

Falsch ist die Wendung „zwischen … bis“, sprachlich richtig ist „zwischen … und“. Demzufolge kann es nur heißen zwischen 800 und 1200 Meter.[20]

Laut Duden stehen vor und nach einem Bis-Strich keine Leerzeichen („3–4 €“).[21]

Die Norm DIN 5008 „Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung“ fordert beim Bis-Strich hingegen vor- und nachstehend jeweils ein Leerzeichen („3 € – 4 €“ oder „3 – 4 €“). Allerdings ist diese auf einfachen Textsatz (bis 1996 ausschließlich Schreibmaschinen) ausgelegt; sie behandelt dementsprechend weder den Halbgeviertstrich noch andere gängige Satzfiguren wie Ligaturen oder die Möglichkeiten schmalerer Abstände.

Viele Typografen setzen vor und nach dem Bis-Strich je ein spezielles Leerzeichen respektive Spatium oder erzeugen auf andere Weise schmalen Leerraum.

Wenn Zahlenangaben Striche enthalten, werden auch Auslassungspunkte anstelle des Bis-Strichs verwendet („1,– € … 100,– €“ oder „1,– … 100,– €“).

Gegenstrich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gegen-Strich kennzeichnet einen Gegensatz; er ist ein Halbgeviertstrich und wird immer mit Zwischenräumen gesetzt, etwa in der Begegnung Bayern München  – 1. FC Karlsruhe. Der Halbgeviertstrich mit Abständen kann den Lesefluss hemmen, weil er wie ein Gedankenstrich wahrgenommen wird. Wenn allerdings die Namen der Kontrahenten aus mehreren Wörtern bestehen, wirken fehlende Abstände eher irritierend.

Spiegelstrich / Kommandostrich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Halbgeviertstrich kann auch anstelle des lange Geviertstrichs als verkürzter Spiegelstrich verwendet werden. Laut Duden wird ein (einem Gedankenstrich gleichender) der Gliederung dienender waagerechter Strich am Anfang eines eingerückten Absatzes gesetzt. Der Gedankenstrich zählt auch zu den Aufzählungszeichen und kann in listenhaften Aufzählungen als „Kommandostrich“ den Beginn eines Listenelements markieren. Er wird dann mit Leerzeichen verwendet; – Markus, – englisches.

Streckenstrich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Halbgeviertstrich wird auch bei Streckenangaben eingesetzt „von … zu“ und „von … nach“, etwa bei Eisenbahnstrecken oder Ausdrücken wie „der Abstand Erde–Mond“ oder die „Achse Nord–Süd“.

Dabei gibt es unterschiedliche Empfehlungen dazu, ob der Halbgeviertstrich durch Leerzeichen bzw. Spatia eingerahmt wird oder nicht.

Für den Bürobereich empfehlen DIN 5008 und Ö-NORM A 1080 Leerzeichen um den Streckenstrich (z. B. „Wien – Krakau“).

Laut Duden wird der Streckenstrich meist ohne Spatium gesetzt (z. B. „Wien–Krakau“).[22] Im Schreibgebrauch werden davon aber oft Ausnahmen gemacht. Spatien oder auch ganze Leerzeichen sind zum Beispiel zweckmäßig, wenn mindestens einer der Ortsnamen aus zwei Wörtern besteht („Boston – New York – Las Vegas – Phoenix“) oder wenn viele Ortsnamen als Route verbunden werden, zumal dann oft ein Zeilenumbruch notwendig wird. Der Streckenstrich soll beim Zeilenumbruch am Ende der oberen Zeile stehen.

Geldbeträge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Halbgeviertstrich wird hier als Nullen-Ersatz (Nullersatzstrich) verwendet. Er ersetzt zwei Nullen (00) rechts vom Komma. Er wird ohne Abstand gesetzt und sollte nur bei Preisangaben verwendet werden. Bei der Angabe von runden Geldbeträgen kann nach der ganzen Zahl, die in der größeren Währungseinheit angegeben ist, meistens ein Komma und direkt angeschlossen ein Halbgeviertstrich als Auslassungszeichen gesetzt werden. Beispiel: „15,– EUR“. Nicht mehr üblich, aber eigentlich nicht falsch, ist es dagegen in Deutschland, bei Geldbeträgen unter 1 EUR diese links vom Komma mit einem Strich zu beginnen (z. B. „–,99 EUR“); zu Zeiten der D-Mark war dies noch verbreitet („–,99 DM“). Stattdessen soll die Ziffer Null verwendet werden (z. B. „0,99 EUR“). Der Grund ist, dass die Ähnlichkeit mit einem vollen Eurowert zu hoch wäre. In der Schweiz ist dies aber immer noch üblich.[23] Er sollte als Nullersatzstrich aber nicht anders verwendet werden z. B. nicht 142,– km, 25,– kg. In Tabellen – jedoch nie im Fließtext – kann der Geviertstrich verwendet werden („45,— €“).

Zwei einzelne Bindestriche stammen aus dem Zeitalter der Schreibmaschine; 3,-- EUR – sie sind falsch. Für Fälle, in denen ein Strich eine Ziffer ersetzt, sieht Unicode den ziffernbreiten Strich „‒“ (U+2012) als speziellen Halbgeviertstrich vor.

Wörterbücher / Lexika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Wörterbüchern werden die enthaltenen Sprachen durch einen Halbgeviertstrich miteinander verbunden (bspw. DeutschEnglisch sowie Englisch–Deutsch).

Andere Verwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Halbgeviertstrich kann ersatzweise auch als Minuszeichen oder Wertzeichen ohne Leerzeichen eingesetzt verwendet werden. Die Temperatur fiel auf –4 Grad. Der Aktienindex steht bei –7 %. Bei mathematischen Operationen kann der Halbgeviertstrich ersatzweise mit Leerzeichen eingesetzt werden.[12]

Auch wird er bei „von … mit“ bzw. „zwischen … und“ oder für die nicht gesprochenen Wörter zwischen und mit verwendet; Die Verhandlungen Merkel–Putin oder das Gespräch Merkel–Putin, das Freihandelsabkommen Schweiz–EG oder die Beziehungen Deutschland–Frankreich.[12]

Als Einklammerungsstrich mit Leerzeichen kann er auch verwendet werden – 24 –, – Grafikassistent –. Oder als Wiederholungsstrich in Aufzählungen und Registern sowie als Auslassungssignal in Listen von nullen oder keine Angabe benützt werden.[24][25]

Er kann auch verwendet werden beim Abbruch einer Rede; Ich fragte mich warum er – … ohne Schlusspunkt, bei Gegenüberstellung; einerseits – andererseits, bei Kommandos; Auf die Plätze – fertig – los.[5]

Eingabe bei Computersystemen und -programmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Halbgeviertstrich ist im Unicodeblock Allgemeine Interpunktion an Position U+2013 (821110) unter dem Namen EN DASH enthalten und im Zeichensatz Windows-1252 an Position 150 (9616). Er kann in verschiedenen Systemen durch Tastenkombinationen oder Codes eingegeben werden:

System1 Halbgeviertstrich (–)
Windows GUI (CP1252, Standard) Alt+01502
TUI (CP850, CLI)
macOS3 +-
X11 unter z. B. Linux oder BSD Alt Gr+- oder

Compose, -, -, .

Deutsche Standard-Tastaturbel. T2
(Standard für Deutschland und Österreich)
Alt Gr+n
Neo ⇧Umschalt+,
OpenOffice-Varianten4
Microsoft
Word
4
Tastenkombination Strg+- (Ziffernblock)
Unicodeeingabe 2, 0, 1, 3, Alt+C1
Vim Digraph5 Strg+K, -, ⇧Umschalt+N
Unicodeeingabe Strg+V, U, 2, 0, 1, 3
TeX/LaTeX -- oder
\textendash (nur LaTeX)
XML-/HTML-
Entitäten
namentlich –
dezimal –
hexadezimal –
Unicode U+2013

(im Unicodeblock Allgemeine Interpunktion)

1 Viele Systeme bieten darüber hinaus auch spezifische Möglichkeiten, ein Unicodezeichen direkt einzugeben.
2 Zahleneingabe über den Ziffernblock. Alt-Taste währenddessen permanent gedrückt halten.
3 bei Eingabequellen „Deutsch“, „Österreichisch“ und „Schweiz, deutsch“
4 Bei aktivierter Autokorrektur-Option lässt sich das Zeichen auch mit Leertaste, -, Leertaste oder Leertaste, -, -, Leertaste im Text erzeugen. Ohne die umgebenden Leerzeichen erzeugen zwei aufeinanderfolgende Bindestriche einen Geviertstrich.[26][27]
5 RFC 1354-orientierte Digraph-Unterstützung im Eingabemodus gemäß Dokumentation.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Albert Ernst: Wechselwirkung: Textinhalt und typografische Gestaltung. Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 978-3-8260-3146-5.
  • Jürgen Gulbins, Christine Kahrmann: Mut zur Typographie: Ein Kurs für Desktop-Publishing. 2. Auflage. Springer, Berlin 2000, ISBN 978-3-642-63180-1.
  • Bettine Menke: – Gedankenstriche –. In: Bernhard Metz, Sabine Zubarik (Hrsg.): Am Rande bemerkt. Anmerkungspraktiken in literarischen Texten. Kadmos, Berlin 2008, ISBN 978-3-86599-060-0, S. 169–190.
  • Oliver Meyer: aTool. Typographie als Quelle der Textstruktur. Shaker, Aachen 2006, ISBN 978-3-8322-5011-9.
  • Irmgard Sonnen: Balancieren auf dem Gedankenstrich. Queredo, Düsseldorf 2009, ISBN 978-3-00-026961-5 (Gedankenstrich als metasprachliches Zeichen in der Literatur; mit Texten von Heine, Kleist, Goethe, Morgenstern u. v. a.).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gedankenstriche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Gedankenstrich – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Biedermann (Hrsg.): Ratgeber für Design-Aufträge. Thomas Biedermann, 2011, ISBN 978-3-941695-35-1, S. 34 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Peter Gallmann: Interpunktion Punctuation. In: Hartmut Günther, Otto Ludwig (Hrsg.): Schrift und Schriftlichkeit. Ein interdisziplinaeres Handbuch Internationaler Forschung. Band 10, Halbbd. 2. Walter de Gruyter, Berlin 1996, ISBN 3-11-014744-0, S. 1456 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Der Gedankenstrich in Verbindung mit anderen Satzzeichen. Duden-Newsletter vom 3. März 2014, abgerufen am 1. September 2015
  4. Der Gedankenstrich bei Korrektur + Lektorat, abgerufen am 6. Februar 2018.
  5. a b WAHRIG-Redaktion: Richtiges Deutsch leicht gemacht. wissenmedia gmbh, 2009, ISBN 978-3-577-07566-4, S. 197–200, eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
  6. a b Empfehlung der Duden-Sprachberatung nach Frank Oemig, Armin B. Cremers, Gerhard Heyer: Wissensbasierte Textverarbeitung: Schriftsatz und Typographie; Möglichkeiten einer intelligenteren Textverarbeitung. Springer, 2013, Kapitel 3 Typographie, S. 85 (in älterer Version online hier abrufbar).
  7. Duden, Band 1: Die deutsche Rechtschreibung. Mannheim. Seit 24. Auflage (2006) im Teil „Textverarbeitung und E-Mails“, Abschnitt Gedankenstrich: „Er soll nach Möglichkeit nicht am Zeilenanfang stehen.“
  8. Wie wird der Gedankenstrich nach DIN 5008 korrekt angewendet? (Memento des Originals vom 12. Mai 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.abzv.de – Akademie Berufliche Bildung der deutschen Zeitungsverlage, abgerufen am 1. September 2015.
  9. Jürgen Gulbins, Christine Kahrmann: Mut zur Typographie: Ein Kurs für DTP und Textverarbeitung. 2. Auflage, Springer, 2000, ISBN 978-3-642-63180-1, S. 171.
  10. Manfred Siemoneit: Typographisches Gestalten. 4. Auflage, Polygraph Verlag, Frankfurt 1993, ISBN 978-3-934938-22-9.
  11. Duden: Richtiges und Gutes Deutsch. Mannheim 2011, S. 357 nach Position des Gedankenstrichs bei Zeilenumbruch. Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.. Abgerufen am 28. August 2015.
  12. a b c d e Ralf Turtschi: Halbgeviertstrich – der etwas längere Strich. In: Zeichenbrief. Nr. 3, Juli 2014, online (PDF), abgerufen am 6. Februar 2018.
  13. Detailtypografie Richtlinien (PDF), bei wissenmedia, 11.2011, Version 0.9.
  14. a b Duden -Das Wörterbuch der sprachlichen Zweifelsfälle. Duden Band 9, 8. Auflage, Dudenverlag, 2016, ISBN 978-3-411-91239-1, S. 172.
  15. Formatierungstipps für wissenschaftliche Arbeiten bei Technische Universität Bergakademie Freiberg, abgerufen am 6. Februar 2018.
  16. Duden Ratgeber - Technische Dokumentation. Dudenverlag, 2012, ISBN 978-3-411-74721-4, S. 138.
  17. Der korrekte Umgang mit Größen, Einheiten und Gleichungen. online (PDF), auf lickl.net, abgerufen am 6. Februar 2018.
  18. Jürgen Gulbins,Christine Kahrmann: Mut zur Typographie. 2. Auflage, Springer 2000, ISBN 978-3-642-63180-1, S. 120.
  19. Duden: Schreibung von Zahlen abgerufen am 8. Februar 2018.
  20. a b Dr. Pingelig: Bis-Strich In: Publisher. 6-16, Ultimo, 2016, abgerufen am 6. Februar 2018.
  21. Der Duden führt kein Beispiel der Art „3 € – 4 €“ oder „Samstag 22.00 Uhr – Sonntag 8.00 Uhr“ an. Ein solches Beispiel, bei dem ein oder mehrere Leerzeichen in den Ausdrücken links und/oder rechts vom Bis-Strich enthalten sind, fehlt sowohl in Duden 1 (Die deutsche Rechtschreibung), Kapitel Textverarbeitung und E-Mails, Abschnitt Strich für „gegen“ und „bis“, als auch in Duden Band 9 (Richtiges und gutes Deutsch), Stichwort bis-Zeichen.
  22. Streckenstrich. Duden online.
  23. Schreibweisungen. 2. korr. Auflage, Schweizerische Bundeskanzlei, 2015, online (PDF; 3,6 MB), abgerufen am 6. Februar 2018.
  24. Peter Gallmann: Striche. (PDF) bei Universität Jena, 2017, abgerufen am 6. Februar 2018.
  25. Striche, Divis, Gedankenstriche bei Typoknowledgebase, abgerufen am 6. Februar 2018.
  26. Textstriche. In: OpenOffice.org-Wiki.
  27. Automatisches Formatieren von Bindestrichen als Gedankenstriche und Geviertstriche. In: office.microsoft.com.