Bischberg

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Bischberg (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bischberg
Bischberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bischberg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 55′ N, 10° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Höhe: 236 m ü. NHN
Fläche: 17,54 km²
Einwohner: 5967 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 340 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96120
Vorwahl: 0951
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 117
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schulstraße 16
96120 Bischberg
Webpräsenz: www.bischberg.de
Bürgermeister: Johann Pfister (BI)
Lage der Gemeinde Bischberg im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
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Bischberg ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Bamberg am Zusammenfluss von Regnitz und Main etwa fünf Kilometer westlich von Bamberg.

Der Name des Ortes leitet sich von Bischofsberg ab. Der Bischof von Würzburg soll dem Ortsgründer aufgetragen haben, am Zusammenfluss von Main und Regnitz einen Stützpunkt anzulegen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bischberg liegt in der Planungsregion Oberfranken-West.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nächstgelegene Bahnstationen sind die Bahnhöfe in Bamberg, Hallstadt und Oberhaid. Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Oberhaid, Bamberg, Stegaurach, Walsdorf, Lisberg und Viereth-Trunstadt.

Gemeindeteile und Gemarkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bischberg gliedert sich in fünf Ortsteile[2]:

Einwohnerzahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohnerzahlen vom 1. Januar 2016:[3]

Gemeindeteil Hauptwohnsitz Nebenwohnsitz Gesamt
Bischberg 4255 235 4490
Trosdorf 818 46 864
Tütschengereuth 703 13 716
Weipelsdorf 242 13 255
Gemeinde gesamt 6021 304 6325

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkunde aus dem Jahr 1013, in der Bischberg erstmals erwähnt ist
Bevölkerungsentwicklung seit 1840[4]

Bischberg wurde 1013 durch Kaiser Heinrich II. erstmals urkundlich als Biscoffesberge erwähnt[5]. Die erste Siedlung wurde wohl auf einer Anhöhe errichtet, wovon sich der Ortsname ableitet. Der Ort feierte 2013 sein offizielles Festjahr zum 1000-jährigen Bestehen.

Bischberg gehörte vor der Säkularisation zum Hochstift Bamberg, sowie ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis. Bedeutendster Grundherr war das Kloster Michelsberg, das im 18. Jahrhundert auch die Ortsherrschaft innehatte. Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort wie weite Teile Frankens zum Königreich Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[6] Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Trosdorf eingegliedert.[7]

Flößerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Lage Bischbergs am Zusammenfluss von Main und Regnitz wurde der Ort für die Flößer aus dem Frankenwald zu einer wichtigen Station. Es war der zweite Halteplatz nach Schwürbitz für die aus der Kronacher Gegend kommenden Flöße. Weil dort die Regnitz den Main wesentlich verstärkte, wurden die Böden in Bischberg zu Mainflößen zusammengefügt, die etwa hundert Meter lang und acht Meter breit waren[8]. Die Verkehrsentwicklung auf Straße und Schiene ließ die Flößerei aussterben.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptamtlicher Bürgermeister ist seit 1996 Johann Pfister von der Bürger-Initiative (BI). Er setzte sich zuletzt bei der Wahl 2014 bei drei Gegenkandidaten mit 54,49 % der Stimmen durch.

Bürgermeister seit 1978[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Gemeinde Bischberg
Nr. Bild Name (Lebensdaten) Partei Amtsantritt Ende der Amtszeit Länge der Amtszeit
1 Alfred Wachter

(1923–1997)

CSU 1978 1990 12 Jahre
2 Andreas Will

(* 1950)

CSU 1990 1996 6 Jahre
3 Johann Pfister

(* 1951)

BI 1996 (im Amt) (20 Jahre und 4 Tage, andauernd)

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg besteht aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

BI * CSU AB ** SPD Grüne FWG *** FFB **** Gesamt
6 Sitze 5 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

**Aktive Bürger (AB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

****Forum für Bischberg (FFB)

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU BI * SPD AB ** FWG *** Grüne FFB **** Gesamt
6 Sitze 6 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

**Aktive Bürger (AB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

****Forum für Bischberg (FFB)

Der damalige Dritte Bürgermeister Walter Rottmann trat im April 2009 aus der SPD aus und war anschließend fraktionslos im Gemeinderat. Der damalige Zweite Bürgermeister Dr. Richard Seitz trat im September 2011 zurück und war seither nur noch Gemeinderat.

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

BI * CSU SPD AB ** FWG *** FFB **** Grüne Gesamt
7 Sitze 5 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

**Aktive Bürger (AB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

****Forum für Bischberg (FFB)

Im Juni 2007 trat der damalige Zweite Bürgermeister Michael Betz aus der SPD aus und wechselte zur Partei Die Linke.

Gemeinderatswahl 1996[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU BI * + BB ** SPD Grüne FWG *** Gesamt
8 Sitze 7 Sitze 3 Sitze 1 Sitz 1 Sitz 20 Sitze

Listenverbindung aus * Bürger-Initiative (BI) und ** Bürgerblock (BB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Gemeinderatswahl 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU SPD BI * + BB ** FWG *** Gesamt
7 Sitze 6 Sitze 5 Sitze 2 Sitze 20 Sitze

Listenverbindung aus * Bürger-Initiative (BI) und ** Bürgerblock (BB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Gemeinderatswahl 1984[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg hat seither 20 statt 16 Sitze. Er bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU SPD BI * BB ** FWG *** Gesamt
8 Sitze 5 Sitze 3 Sitze 3 Sitze 1 Sitz 20 Sitze

* Bürger-Initiative (BI)

** Bürgerblock (BB)

***Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Gemeinderatswahl 1978[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat Bischberg bestand aus folgenden Parteien und Wählergemeinschaften:

CSU SPD FWG * übrige Gesamt
7 Sitze 4 Sitze 3 Sitze 2 Sitze 16 Sitze

*Freie Wählergemeinschaft (FWG)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Bischberg

Blasonierung: „In Rot über silbernem Dreiberg zwei schräg gekreuzte, zugekehrte silberne Bischofsstäbe, überdeckt von einer goldenen Schalenwaage.“

Der Dreiberg und die beiden Bischofsstäbe stehen für die beiden Bestandteile des Wortes Bischberg. Die Bischofsstäbe stehen außerdem für die Hochstifte Würzburg und Bamberg. Die Waage symbolisiert als ein Attribut des Erzengels Michael das Bamberger Kloster Michelsberg, das im 18. Jahrhundert die Herrschaft über den Ort innehatte. Das heutige Wappen wurde 1968 vom bayerischen Innenministerium genehmigt.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Bischberg verfügt über folgende Bildungseinrichtungen:

  • Grundschule Bischberg
  • Mittelschule Bischberg

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Gemeindeteilen gibt es jeweils Fußballplätze und unterhalb der Bischberger Hauptschule ein gemeindliches Hallenbad mit einem 25-Meter-Becken.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit August 1987 besteht eine Partnerschaft mit Montauban-de-Bretagne, Frankreich.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dachverband der Bischberger Vereine ist der Ortskulturring Bischberg.

Sport und Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die RKB Solidarität Bischberg 1925 e. V. ist mehrfacher Deutscher Meister im Rasenradball.
  • Die erste Mannschaft des Fußballclubs 1. FC Bischberg 1926 e. V. spielt in der Kreisklasse Bamberg 1; die Jugendabteilung besitzt Mannschaften von der G- bis zur A-Jugend.
  • Derzeit hat der Sportkegelklub 1. SKK Bischberg e. V. 95 Mitglieder, davon sind 40 aktiv. Die Erste Damenmannschaft spielt in der Regionalliga Oberfranken/Unterfranken, die Erste Herrenmannschaft in der Bezirksliga Süd und die Jugend in der Bezirksklasse Süd. Für den Verein gewannen mehrere Akteure die Deutsche Meisterschaft.
  • TC Bischberg e.V. (5 Tennisplätze beim Ortsteil Weipelsdorf)
  • Die Mannschaften des Basketballvereins Bischberg Baskets e. V.(U 10, U 12, U 14, U 16, Damen, Herren) spielen von der Kreisklasse bis zur Bezirksoberliga. Die 1. Herrenmannschaft verpasste in der Saison 2013/14 nur knapp den Aufstieg in die höchste Basketballliga Oberfrankens (Bezirksoberliga).

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort befindet sich das Fränkische Fischereimuseum.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auffälligstes Bauwerk neben der Kirche ist das Untere Schloss, 1743 von Carl Maximilian Zollner von Brand anlässlich seiner Vermählung errichtet. Heute beherbergt das Gebäude unter anderem ein griechisches Speiselokal und wird als Standesamt genutzt.

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Bischberg

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bischberger Kirchweih findet jährlich von Donnerstag bis Montag um den ersten Sonntag im September statt.

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die örtliche Fischerzunft gefangene und vermarktete Main- und Regnitzfische.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gemeindegebiet besteht noch die Brauerei zur Sonne in Bischberg. Bis 1995 gab es noch die Brauerei Zellmann im Gemeindeteil Tütschengereuth. Heute lässt sie ihr Bier bei der Schlossbrauerei Reckendorf brauen. In Trosdorf war die Brauerei Steuer bis 1968 und die Brauerei Wachter bis 1975 ansässig.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehren bestehen in Bischberg, Trosdorf und Tütschengereuth. In Weipelsdorf gibt es eine Löschgruppe.

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Oktober 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/182128&attr=OBJ&val=1107
  3. Einwohnerzahlen auf der Homepage der Gemeinde Bischberg
  4. Bayerisches Landesamt für Statistik: Genesis online
  5. Homepage Gemeinde Bischberg
  6. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  7.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673.
  8. Dokument der Flößergemeinschaft Wallenfels (PDF-Datei; 190kB)
  9. Website Gemeinde Bischberg

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bischberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien