Bismut(III)-chlorid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur von Bismut(III)-chlorid
Bi3+: __ Cl: __
Kristallsystem

orthorhombisch

Raumgruppe

Pnma (Nr. 62)

Allgemeines
Name Bismut(III)-chlorid
Andere Namen

Bismuttrichlorid

Verhältnisformel BiCl3
CAS-Nummer 7787-60-2
PubChem 24591
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff mit leicht chlorartigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 315,34 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,75 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

230–232 °C [1]

Siedepunkt

447 °C [1]

Löslichkeit

löslich in Wasser unter Hydrolyse. [1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: 302+352​‐​305+351+338 [2]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/38
S: keine S-Sätze
Toxikologische Daten

3334 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Bismuttrichlorid ist eine chemische Verbindung zwischen Bismut und Chlor mit der Summenformel BiCl3. Es ist ein farbloser Feststoff.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bismut(III)-chlorid lässt sich entweder direkt aus den Elementen oder durch Reaktion von Bismut(III)-oxid mit Salzsäure gewinnen.[4]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bismut(III)-chlorid

Bismut(III)-chlorid bildet weiße, zerfließliche Kristalle, die nach Chlorwasserstoff riechen. Die Struktur des Bismut(III)-chlorids entspricht derjenigen des Bismut(III)-fluorids. Sie stellt eine verzerrte Uran(III)-chlorid-Struktur da.

Bismut(III)-chlorid reagiert mit Wasser zu unlöslichem Bismutchloridoxid, die Reaktion kann jedoch durch ansäuern unterdrückt werden.[5]

Bismut(III)-chlorid ist eine Lewis-Säure, mit Chlorid-Donoren wie Natriumchlorid bilden sich anionische Komplexe der Form ECl4, ECl52− oder ECl63−.

Im Gegensatz zu Arsen- und Antimon(III)-chlorid lässt sich Bismut(III)-chlorid nicht zu Bismut(V)-chlorid oxidieren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Bismut(III)-chlorid (PDF) bei Merck, abgerufen am 19. Januar 2011.
  2. a b Eintrag zu Bismut(III)-chlorid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 23. Juli 2016 (JavaScript erforderlich).
  3. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  4. Georg Brauer: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band I. Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 597.
  5. Joel Henry Hildebrand: Principles of Chemistry. BiblioBazaar, LLC, 2008, ISBN 0559318774.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]